Folge 14/2026: Schwedens Kult um Ami-Schlitten
Folge 14 (30 Min.)Es ist ein Defilee der Low-Rider, Muscle-Cars und Chrom-Limousinen: Seit den 1950er-Jahren importiert Schweden mit Leidenschaft alte US-amerikanische Straßenkreuzer. Am Steuer sitzen Pomadehelden und Frauen in Petticoats oder Cowboystiefeln. Viele Fahrerinnen und Fahrer verkleiden sich für die Classic Car Week im Stil des Jahrzehnts, aus dem ihr Oldtimer stammt. Rockabilly-Musik tönt hier aus den Lautsprechern, aber auch Techno oder Country. Mit Cruisings, Autoshows und Wettbewerben um das schönste oder originellste Auto ist das Gipfeltreffen in Rättvik am Siljansee die verrückteste Verneigung vor der Oldtimerkultur.Und mehr als das. Viele sagen, es sei diese Leidenschaft für Ami-Schlitten, die die Schweden am stärksten zusammenbringt. Nicht selten sind es Menschen aus der Arbeiterklasse und Underdogs, die einmal im Jahr hierherkommen, um sich selbst und ihr Auto zu feiern, eine echte Subkultur. Hier kann man Low-Rider bestaunen, deren Karosserie nur Millimeter über dem Asphalt schwebt, aber das Selbstbewusstsein der stolzen Besitzerinnen und Besitzer hebt. Denn nicht nur gepflegte Oldtimer fahren hier auf, sondern auch Schrottkarren, „Pilsnerbilar“, außen vom Rost zerfressen und verbeult, ausgerüstet mit fetten Sound-Systems. Ein Festival, das den Kult um alte Superschlitten zelebriert und einen Lifestyle, der einen neuen Blick auf Schweden erlaubt. Die Reportage cruist mit Alex, Evelina und Liam durch den schwedischen Sommer und zeigt ein Schweden, das ganz anders ist als das „Volvo-Bullerbü-Idyll“. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Di. 05.05.2026 NDR Folge 15/2026
Folge 15 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Di. 12.05.2026 NDR Folge 16/2026: Kriminellen Welpenhändlern auf der Spur
Folge 16 (30 Min.)Birgitt Thiesmann von der Stiftung für Tierschutz in Deutschland Vier Pfoten heftet sich an die Fersen von Welpenhändlern, folgt ihren Spuren quer durch Europa. Sie hält Kontakt zu Tierheimen, Polizei, Tierärzten und betrogenen Welpenkäufern. „Ja, ich bin schon mal körperlich angegriffen worden, und natürlich kriegt man auch Drohungen. Das gehört in diesem Geschäft einfach dazu“, sagt Birgitt Thiesmann. Sie war über 20 Jahre lang Reporterin für die Jugendzeitschrift „Bravo“, nach einer Reportage über den illegalen Welpenhandel in Europa fing sie bei Vier Pfoten an.Seither kämpft sie gegen die kriminellen Händler. Experten schätzen, dass mit den jungen Hunden in Europa jährlich rund eine Milliarde Euro verdient werden. Damit ist der illegale Welpenhandel ähnlich lukrativ wie der kriminelle Handel mit Drogen, Waffen oder Frauen. „Dabei sind die Welpen meist todkrank. Sie werden nicht geimpft und entwurmt, viele von ihnen sterben direkt nach dem Verkauf“, sagt Birgitt, die den Kontakt zu vielen betrogenen und schockierten Käufern hält. Regelmäßig folgt sie den Routen der kriminellen Welpenhändler quer durch den Kontinent. In Prag trifft sie eine Aussteigerin. Die Frau war eine sogenannte Vermehrerin; Tierschützer sprechen bei den kriminellen „Welpenfabriken“ nie von einer Zucht. Birgitt erhofft sich neue Insiderinformationen und wird nicht enttäuscht: Sie erfährt von einer weiteren, bisher unbekannten „Vermehrerstation“ in der Nähe von Prag. „Das hat überhaupt nichts mit verantwortungsvoller Zucht zu tun“, sagt Birgitt. Die Folgen kann sie überall in Europa sehen: überfüllte Tierheime in Deutschland und verhaltensauffällige Welpen in den Zwingern belgischer Hundehändler. Immerhin: Regelmäßig gelingen Birgitt und ihren Mitstreitern kleinere Erfolge. Sie gibt sich bei zwielichtigen Händlern als interessierte Welpenkäuferin aus – und holt anschließend Amtsveterinäre und die Polizei dazu, um offensichtlich nach Deutschland eingeschmuggelte Welpen beschlagnahmen zu lassen. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Di. 19.05.2026 NDR Folge 17/2026: Null Promille und Spaß dabei
Folge 17 (30 Min.)Familienfest, Clubnacht oder Feierabend, für viele gehört Alkohol zu diesen Gelegenheiten einfach dazu. Und doch gibt es in Deutschland und Frankreich inzwischen immer mehr Menschen, die selbstbewusst auf Alkohol verzichten – nicht aber aufs Feiern! Wer nüchtern bleibt, kann auch einen Rausch erleben! Davon ist Marius Beyer überzeugt. Auf seinen Ecstatic-Dance-Partys tanzen sich die Teilnehmenden barfuß in einen Rausch – ganz ohne Alkohol oder andere Drogen. Marius Beyer möchte, dass andere spüren, man kann auch ohne Alkohol loslassen. Beim ekstatischen Tanz soll jeder die Möglichkeit haben, den eigenen Körper wahrzunehmen und Gemeinschaft zu erleben.Immer mit null Promille. Auch Sängerin Joséphine Hurtut lebt inzwischen alkoholfrei. Noch vor zwei Jahren gehörten Drinks mit Freunden oder bei ihrer Arbeit in der Pariser Kulturszene selbstverständlich dazu. Heute fühlt sie sich ohne Alkohol wacher, klarer und mehr im Einklang mit sich selbst. Das Nachtleben in den Pariser Bars und Kabaretts erlebt sie nun nüchtern – und erfährt dabei immer wieder, wie sehr Alkohol in der französischen Kultur verankert ist. In der Ardèche, im Südosten Frankreichs, leitet Delphine Courgey Frankreichs einzigen Campingplatz, auf dem es keinen Tropfen Alkohol gibt. Viele ihrer Gäste kommen seit Jahren hierher und haben eines gemeinsam: den Kampf gegen ihre Alkoholsucht. Delphine selbst hat früher auch getrunken und will heute anderen Mut machen. Sie möchte zeigen, wie erfüllt und frei ein Leben ohne Alkohol sein kann – und wie viel Spaß ein gemeinsamer Sommer auf einem alkoholfreien Campingplatz macht. Die Reportage erzählt die Geschichte dieser drei Menschen – und zeigt, warum der Verzicht auf Alkohol für sie kein Verlust, sondern ein Gewinn ist. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Di. 26.05.2026 NDR
