• Folge 21 (30 Min.)
      Deutsche TV-Premiere Di. 01.09.2026 NDR
    • Folge 22 (30 Min.)
      Deutsche TV-Premiere Di. 15.09.2026 NDR
    • Folge 23 (30 Min.)
      Urlauber sehen das Seegras oft nur als eine lästige Alge, die am Strand herumliegt: Posidonia oceanica, wie der wissenschaftliche Name lautet, ist eine der unterschätztesten Pflanzen der Welt. Und in Wahrheit ein echtes Multitalent: Seegras kann mehr Kohlenstoff speichern als jeder Wald. Eine Unterwasserwiese, die jungen Fischen und bedrohten Arten wie Seepferdchen Schutz bietet. Ein Klimaretter mit mehr Power als der Regenwald. Und eine Biobarriere, die die Strände der Baleareninseln vor Herbst- und Winterstürmen schützt. Dass diese „Lunge des Meeres“ Außergewöhnliches leistet und geschützt werden muss, ist unter Fachleuten unumstritten. Doch neben Klimawandel und Wasserverschmutzung droht dem Seegras noch eine ganz andere Gefahr: Mit jedem Jahr liegen mehr Boote, oft luxuriöse Jachten, vor Mallorca oder Formentera. Und schon ein einziger Anker kann Hunderte Seegraspflanzen vernichten. Es dauert Jahrzehnte, den Schaden wieder zu beheben. „Seegras ist eine sehr stabile Pflanze, aber auch sehr langsam im Wachstum“, sagt Ozeanologin Laura Royo, die den Unterwasserwald in aufwendigen Tauchgängen wieder aufforstet: „Man muss Geduld haben.“ Die Behörden auf den Balearen setzen mittlerweile auf Vorbeugung: Besonders in der Hochsaison sind Patrouillenboote unterwegs, überwachen die Ankerpositionen von Jachten, klären die Kapitäne auf, dass sie nur über Sandflächen ankern dürfen, und verhängen auch mal Geldstrafen. Seegras-Retter Marcial Bardolet fährt eines dieser Boote. Der gebürtige Mallorquiner will seine Heimat schützen: „Ich fühle mich verbunden mit dem Seegras und es ist meine Lebensaufgabe, es zu erhalten.“ (Text: NDR)
      Deutsche TV-Premiere Di. 22.09.2026 NDR
    • Folge 24 (30 Min.)
      Die griechische Stavros-Niarchos-Stiftung hat seit 2014 ein System von mobilen medizinischen Teams (Mobile Medical Units) aufgebaut. Monatlich steigen sie in Piräus auf die Fähre, um Menschen auf kleinen entlegenen Inseln für jeweils eine knappe Woche medizinisch zu versorgen. Denn die Kosten für einen Arztbesuch auf dem Festland können sich viele Inselbewohner nicht leisten. Und im Winter sind Überfahrten wegen schlechten Wetters oftmals ganz unmöglich. Der Augenarzt Christos Christoulakis ist von Anfang an bei diesen Einsätzen dabei: „Wir geben etwas. Aber wir bekommen auch sehr viel zurück.“ Zusammen mit Tasos Stamatiadis, dem technischen Leiter der Mission, ist er auf dem Weg nach Serifos. Auf der Fähre werden sie von zwei Lkws voll mit medizinischem Gerät begleitet, darunter ein tragbares Röntgengerät, ein digitales 3D-Mammografiegerät und ein Knochendichtescanner. Auf Serifos wird in wenigen Stunden ein Pop-up- Krankenhaus errichtet, mit dem die Insel vier Tage lang über die medizinische Infrastruktur einer kleinen Stadt verfügt: mit vielen verschiedenen Fachärzten und Krankenschwestern, die alle ehrenamtlich arbeiten. Auf der Insel wird das Medizinteam schon erwartet. Viele der knapp 1500 Einwohner kommen zu Untersuchungen vorbei, oft zu mehreren. Das „reisende Krankenhaus“ hilft ihnen so, trotz der fehlenden Infrastruktur weiter auf Serifos zu leben. Manchen Patienten allerdings müssen die Ärzte zu einer Therapie auf dem Festland raten, so wie Susanna Diogou, die Lähmungserscheinungen in ihrem linken Fuß hat. Aber dafür müsste die Familie sich für längere Zeit trennen. Ein Dilemma, das viele Menschen auf den Inseln fürchten. (Text: NDR)
      Deutsche TV-Premiere Di. 29.09.2026 NDR

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