zurückStaffel 5, Folge 1–4

    • Staffel 5, Folge 1

      Seit dem Jahr 1990 fotografiert Manuel Bauer im tibetisch-buddhistischen Kulturkreis. Zwei dieser Bildserien wurden mit grossen internationalen Preisen ausgezeichnet, mit dem World Press Photo Award und dem Picture of the Year Award.

      Beim Langzeitprojekt „Dalai Lama – Unterwegs für den Frieden“ kam er dem Friedensnobelpreisträger so nahe wie kein anderer Fotograf. Und in der Reportage „Flucht aus Tibet“ nahm er das Risiko auf sich, auf einem zweiwöchigen Marsch über 5000 Meter hohe Pässe zusammen mit den Flüchtenden umzukommen. Er tat es, weil er zeigen wollte, welche Entbehrungen Tibeterinnen und Tibeter auf sich nehmen, um aus ihrer besetzten Heimat zu fliehen.

      In den letzten Jahren setzte er sich vor allem für ein Bauerndorf im nepalesischen Distrikt Mustang ein. Die Familien mussten umziehen, weil ihre Wasserquellen durch den Klimawandel versiegt sind. Manuel Bauer fotografierte – und organisierte Experten und Spenden, um den Umzug zu ermöglichen. (Text: SRF)

      Original-Erstausstrahlung: Mi 19.10.2016 SRF zwei
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    • Staffel 5, Folge 2

      1997 reiste Thomas Kern im Auftrag einer Schweizer Zeitschrift zum ersten Mal nach Haiti. Er hat das Land seither immer wieder besucht. In Schwarz-Weiss-Bildern zeigt er Alltagsleben, das geprägt ist von Naturkatastrophen, Übernutzung der natürlichen Ressourcen, Korruption und Kleptokratie. Einst reich und fruchtbar, ist Haiti seit Jahren fast vollständig von ausländischer Hilfe abhängig.

      Die Gründe für die Misere sind offensichtlich. Thomas Kern, dem ehemaligen Fotoreporter und Mitbegründer der Agentur Lookat, geht es in seinen Haiti-Bildern weniger um den Aufruf als um die poetische Verdichtung. Er sagt, Haiti habe ihn verändert, als Menschen, als Fotografen. Auf die Frage, was er dort findet, in einem der ärmsten Länder der Welt, antwortet er: „Das Leben – beweglich, chaotisch, weit weg vom Erklärbaren“. (Text: SRF)

      Original-Erstausstrahlung: Mi 26.10.2016 SRF zwei
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    • Staffel 5, Folge 3

      Lukas Wassmann macht eine Fotoreportage über den burmesischen und reist dafür in die Stadt Mandalay. Chinlone (zu Deutsch: „Ball aus Peddigrohr“) ist ein traditionelles Fussballspiel. Die Forscher sind sich uneins darüber, ob die Mayas oder die alten Chinesen die ersten Fussballer waren. Sicher ist: In Burma wird schon seit über tausend Jahren Chinlone gespielt.

      Was diese Sportart ganz besonders macht: Gespielt wird ohne gegnerisches Team. In einem runden Feld von etwa sieben Metern Durchmesser geht es für sechs Spieler darum, sich den Ball möglichst lange und möglichst artistisch zuzuspielen; es geht um schönes Zusammenspiel.

      Lukas Wassmann besucht das Waso-Festival. Der grösste Chinlone-Anlass des Landes steht unter der Schirmherrschaft eines buddhistischen Klosters. Vor einem begeisterten Publikum nehmen über tausend Teams teil. Die meisten Spieler sind Amateure, doch das Niveau vieler Teilnehmer ist so hoch, dass sicher auch Ballkünstler wie Neymar oder Mario Götze für sich noch etwas mitnehmen könnten.

      In den acht Tagen, die Lukas Wassmann in Burma verbringt, realisiert er neben der Sportreportage auch eine Modestrecke. Bei beiden Arbeiten interessiert ihn das Changieren zwischen Dokumentieren und Inszenieren. Ihn interessieren Bilder, die beim Betrachten Fragen aufwerfen: Was ist in dem Bild spontan eingefangen, was ist hergestellt? Sein Credo: Jede Fotografie, auch ein Reportagefoto, ist immer ein inszeniertes Bild.

      In der Sportreportage findet er zu Porträtaufnahmen, in der Modestrecke sucht er mit Amateurmodels nach lebendiger Interaktion. (Text: SRF)

      Original-Erstausstrahlung: Mi 02.11.2016 SRF zwei
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    • Staffel 5, Folge 4

      Cowboykultur in Kolumbien heisst Grossgrundbesitz. Luca Zanetti kann den Arbeitsalltag der Cowboys nur fotografieren, weil er die Einladung eines Grossgrundbesitzers hat. Für Zanetti ist das ein Perspektivenwechsel. Seit 16 Jahren fotografiert er im bürgerkriegsgeschüttelten Land meist aufseiten der Landlosen und der Flüchtlinge, bei den Opfern des bewaffneten Konflikts.

      Zanetti reitet auf das 400 Quadratkilometer grosse Landgut mit der Frage: „Wie hat es der Besitzer geschafft, während all den Jahrzehnten von Bürgerkrieg seinen immensen Landbesitz zu behalten?“

      Der Besuch auf der Grossfarm bei der Besitzerfamilie und bei den Cowboys birgt für den Fotografen einige Überraschungen. Die Bilder dieser Reportage werden Eingang finden in ein Buch, das Zanetti in einem Schweizer Verlag 2017 veröffentlichen wird. Es wird eine Übersicht geben über die Reportagen, die Luca Zanetti bisher in Kolumbien realisiert hat. Titel des Buches: „Columbia – On the Brink of Paradise“. Zu Deutsch: Kolumbien – am Rande des Paradieses. (Text: SRF)

      Original-Erstausstrahlung: Mi 09.11.2016 SRF zwei
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