(1): Abdulrazak Gurnahs verlorene Heimat Sansibar Sansibar ist eine von Korallenriffen umgebene Inselgruppe vor der Küste Ostafrikas. Seit Jahrhunderten treffen hier die Handelsströme des Indischen Ozeans aufeinander. Entsprechend vielfältig ist auch die Bevölkerung des Archipels. In den Romanen des Literaturnobelpreisträgers Abdulrazak Gurnah erscheint Sansibar als Fata Morgana seiner eigenen Vergangenheit, wie eine zerfallende Erinnerung. Ein zentrales Thema des aus politischen Gründen nach Großbritannien geflüchteten, hochproduktiven Autors ist das Exil. (2): Sansibar, Paradies der Fischer Auf Sansibar, der sagenumwobenen Inselgruppe vor der Küste Ostafrikas mit ihren weißen Sandstränden, ist das Meer mit
seinen Mythen und Legenden omnipräsent. Sansibar, Wiege der Swahili-Kultur, ist mit den anderen Gestaden des Indischen Ozeans verbunden und zieht seit Jahrhunderten Fischer und ihre Dauen mit den weißen, trapezförmigen Segeln an. Die reiche Meeresflora und -fauna ermöglicht den Menschen ein Leben in Harmonie mit dem Ozean. (3): Die starke Frau von Sansibar Rund 20 Kilometer südöstlich von Stone Town, der historischen Altstadt von Sansibar, führt eine von Mangobäumen gesäumte Allee zu einem Herrschaftssitz, dem ehemaligen Palast von Bi Khole. Hier wohnte einst eine Frau, die einen für ihre Zeit erstaunlich unabhängigen Lebensstil pflegte und um die sich daher die abenteuerlichsten Legenden ranken. (Text: arte)
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