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  • Eine Ärztin und zwei Mediziner erzählen vom langen Weg zum Berufseinstieg in der Schweiz und den Schwierigkeiten, mit denen sie sich auf diesem Weg konfrontiert sahen. Sie waren alle bereits ausgebildete Ärzte, als sie in die Schweiz kamen. Ihr grosser Wunsch, wieder in ihrem Beruf arbeiten zu können, motivierte sie, den langwierigen Prozess auf sich zu nehmen. Ihr Potenzial wird nicht erkannt, obschon grosser Ärztemangel herrscht, vor allem in ländlicheren Gebieten des Landes. Die Praxis der Kantone weist grosse Unterschiede auf. Der Film geht der Frage nach, warum die Schweizer Behörden sich so sehr dagegen sträuben, das Potenzial von beruflich qualifizierten Einwanderern anzuerkennen. Er zeigt auf, wie viele Ressourcen in der Schweiz dadurch verloren gehen und wie wichtig die berufliche Integration für die Betroffenen selbst ist. Vor dem Bürgerkrieg in Syrien war Faiz Ali Gesichts- und Kieferchirurg. Er war ein angesehener Arzt und bekannt für komplizierte Gesichtsoperationen. Nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs operierte der Chefarzt nur noch Kriegsverletzte, bevor er 2014 in die Schweiz flüchtete. Von seinen Diplomen und der langjährigen Berufserfahrung wurden ihm hierzulande nur die ersten zwei Jahre eines Zahnmedizinstudiums angerechnet. Heute studiert er zum zweiten Mal in seinem Leben dieselbe Fachrichtung. Er hofft, dass er nach seinem Abschluss im Sommer 2023 als selbstständiger Zahnarzt arbeiten kann und die sechsköpfige Familie finanziell nicht mehr von den Behörden abhängig sein wird. Cemal Alicioglu flüchtete Mitte der 90-er Jahre aus der Türkei in die Schweiz. Die vielen Hürden und Widerstände, die der Vater von drei Kindern für den Berufseinstieg in der Schweiz überwinden musste, sind ihm noch immer in wacher Erinnerung. Heute ist er leitender Oberarzt in einer psychiatrischen Klinik im Oberaargau. Er spürt den Fachkräftemangel in seiner eigenen Klinik. Auch Lenny Solanghe Cruz ist einen weiten Weg von La Paz in Bolivien nach Luzern gekommen. Sie hat ihr Medizinstudium in Kuba abgeschlossen und dort mehrere Jahre als Allgemeinärztin gearbeitet. Nach Beginn der Pandemie hörte sie von einer Stelle beim Corona Contact Tracing in Luzern. Da administrative Stellen bei der Ärzteschaft nicht beliebt sind, haben ihr die Schweizer Migrationsbehörden unkompliziert eine Arbeitsbewilligung ausgestellt. Ihr grösster Wunsch ist, sich in der Schweiz zur Onkologin weiterzubilden – doch die Erfüllung dieses Wunsches scheint in weiter Ferne zu liegen. Sobald ihre Arbeit im Covid-Zentrum zu Ende geht, muss sie die Schweiz verlassen. Dass sich die Integrationspolitik der Schweiz zu sehr auf Personen mit niedriger Qualifikation fokussiert, wird durch die Sozialwissenschaftlerin Susanne Bachmann kritisiert. Die vielen Integrationsprojekte würden unter dem politischen Druck stehen, für die Teilnehmenden direkte Anschlusslösungen zu bringen. Die Betroffenen seien auf das Wohlwollen und das besondere Engagement von Einzelpersonen angewiesen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 24.08.2023 SRF 1
  • Der grösste See des Balkans, der Skutarisee, der einst Teil des Adriatischen Meeres war, ist ein riesiges Vogelschutzgebiet, in dem dalmatinische Pelikane, die seltensten der Welt, leben. Der nur sieben Meter tiefe Skutarisee beherbergt in seinem Sumpfgebiet eine Vielzahl von Kleintieren, die Reiher, Ibisse und Flamingos füttern. Im Frühjahr ist er mit Millionen von Seerosen bedeckt, die Schlangen und anderen Raubtieren einen perfekten Unterschlupf bieten. Der seltene Schreiadler stürzt sich nicht nur aus der Luft auf seine Beute, sondern pirscht sich auch am Boden an sie heran. Diese Region beherbergt grosse Raubtiere: Braunbären, Wölfe, Luchse und Schakale, und das in einem intakten Lebensraum, der vom Menschen kaum gestört wird. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 21.11.2021 SRF 1
  • Die Hochsee ist eine Wasserwüste, weit entfernt von jeder Küste, mehrere Kilometer tief und beinahe ohne Nahrung. Dennoch leben hier einige der grössten und spektakulärsten Tiere der Welt. (Text: SRF)
  • Unwissentlich füttern Albatrosse ihre Jungen mit Plastik, Delfinmütter schaden ihren neugeborenen Kälbern mit ihrer von Schadstoffen verseuchten Milch. Und der von Menschen verursachte Lärm übertönt sogar die natürlichen Geräusche, die Tiere zur Kommunikation nutzen. Viele Lebewesen kämpfen um ihr Überleben. Trotz dieser fatalen Auswirkungen enthält dieser Film auch eine tröstliche Nachricht, die Hoffnung macht. Vor 50 Jahren war der norwegische frühjahrslaichende Hering fast ausgestorben. Heute liefern die regenerierten Bestände eins der grössten Ozeanschauspiele, wenn Hunderte Buckelwale und Orcas sich zum Festmahl treffen. Auf den Galapagosinseln widmet ein Wissenschaftler den grössten Teil seiner Lebenszeit der Erhaltung des grössten Fischs überhaupt: dem Walhai. In der Karibik setzt sich eine Gemeinschaft für die Rettung der riesigen Lederschildkröten ein, indem sie Tiere und deren Gelege schützen, die ihnen früher als Nahrung dienten. Manche Veränderungen werden jedoch nach einem globalen Einsatz verlangen. Die Erwärmung der Meere bedroht grossflächige Korallenriffe, und das Ansteigen des Meeresspiegels könnte sich auf das Leben von Hunderten von Millionen von Menschen auswirken. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere SRF 1
  • Sobald die Sonne im Frühjahr das Meer erwärmt, setzt sie eine gewaltige Verwandlung in Gang: Riesige Tangwälder streben dem Licht entgegen, Seegraswiesen dehnen sich auf Flächen von über 5000 Quadratkilometern aus, Algenblüten färben ganze Meeresregionen grün. Zählt man noch die Mangroven der Tropen dazu, so bilden diese von Pflanzen dominierten Meeresregionen die reichhaltigsten aller Lebensräume. Sie sind deshalb dicht besiedelt und jeder muss um seinen Anteil an Raum und Nahrung kämpfen. In Tangwäldern ist der Oktopus dazu gezwungen, zum ultimativen Fluchtkünstler zu werden, um seinem Erzfeind, dem Pyjamahai, zu entgehen. Ein Garibaldi-Fisch verteidigt seinen Algengarten vor plündernden Seeigeln – wobei sich Seeotter als ungewöhnliche Verbündete herausstellen. Auf den Seegrasprärien spielen Tigerhaie ein Katz-und-Maus-Spiel mit Grünen Meeresschildkröten. Positiver Effekt: Da die Reptilien nie an einem Ort bleiben können, fressen sie nirgendwo die Wiesen völlig kahl. Auf einer strauchigen Algenwiese taucht eine gewaltige Armee aus Grossen Seespinnen aus der Tiefe auf, um sich einmal im Jahr in Massen zu häuten. Dabei müssen die Krebse versuchen, nicht im Maul eines Monsters zu landen. Der bis zu vier Meter lange Stachelrochen ist besonders auf die weichen, frisch gehäuteten Seespinnen aus. Riesensepien kommen in Massen zusammen, um sich zu paaren. Kleine Männchen haben keine Chance, es sei denn, sie wenden einen Trick an. Sie geben vor, selbst ein Weibchen zu sein. In den Mangroven verlässt ein Fangschreckenkrebs seine langjährige Partnerin für ein grösseres Weibchen. Anderswo liefern sich Delfine, Wale, Seelöwen und Vögel ein Wettrennen zu einem Festmahl: riesige, planktonfressende Fischschwärme, angelockt von einer Algenblüte. (Text: SRF)
  • Regelmässig sucht eine Schildkröte eine Art Wellnesshotel im Riff auf, einen Ort, an dem Putzerfische sie von Algen und Parasiten befreien. Aber sie muss sich geschickt anstellen, um nicht Schlange stehen zu müssen – so gross ist der Andrang. Ein cleverer Zackenbarsch nutzt eine Art Fisch-Zeichensprache und arbeitet so mit einem Kraken zusammen, um gemeinsam ihre Beute aus den Verstecken zu jagen. Dank Supermakro-Zeitraffer lassen sich Korallenpolypen beim Wachsen und Sterben beobachten. Die winzigen Organismen bilden schliesslich riesige Strukturen, die sogar aus dem All zu sehen sind. Wenn es dunkel wird, versammeln sich hunderte Haie, um die laichenden Zackenbarsche zu jagen. Steigende Temperaturen haben jüngst zur verheerendsten Korallenbleiche der Geschichte geführt. Doch Hoffnung bleibt. Denn immer noch findet eines der grössten Laichspektakel unter Wasser statt: Korallen, Fische und Wirbellose entlassen in nur einer Nacht ganze Wolken aus Eiern ins Meer. (Text: SRF)
  • 60 Kilogramm schwere Thunfische sind für Seelöwen einfach zu schnell, um sie zu fangen. Doch die Robben kreisen ihre Beute als Team ein und treiben sie in flache Buchten. Dort gefangen, ist der Fisch dann ein leicht gefundenes Fressen. Landkrabben springen von Stein zu Stein und sind darauf bedacht, das Wasser zu meiden. Muränen schiessen aus Felsenbecken hervor, um sie zu schnappen, gefolgt von Oktopussen. Beide verfolgen ihre Beute sogar über trockenen Fels. Nach einem Flug von fast 100 Kilometern kehrt ein Papageientaucher mit einem Schnabel voll wertvollen Futters heim. Dabei muss er sich dramatische Kunstflug-Duelle mit den schnellen Raubmöwen liefern, damit ihm der Fang nicht entrissen wird, bevor er ihn an seine Jungen verfüttern kann. Im Pazifik lebt ein springender Schleimfisch in winzigen Höhlen über der Wasserlinie. Ein Männchen versucht, das Interesse einer Partnerin zu wecken. Wellen sind dabei ein ständiges Hindernis. Und diese Fische hassen das Wasser. Wenn Königspinguine zur Mauser an Land gehen, müssen sie den grössten Speckberg der Welt überwinden – Tausende See-Elefanten versperren ihnen den Weg. Haben sie das geschafft, halten die Vögel einen ganzen Monat ohne Nahrung durch. (Text: SRF)
  • Die Filmteams erkunden fremdartige Welten und treffen auf bizarre Wesen. Wilde Tintenfischhorden gehen in der Tiefe auf die Jagd. Korallengärten blühen in absoluter Dunkelheit. Ein Walkadaver sorgt für Unruhe, als langsame, fünf Meter lange Haie um ihre erste Mahlzeit nach einem Jahr des Hungerns kämpfen. Hier gibt es Fische, die nicht schwimmen, sondern laufen. Würmer, die sich von Knochen ernähren, Garnelen, die eingesperrt in einem Käfig aus Kristallschwamm leben. Je tiefer man abtaucht, desto höher wird der fast unerträgliche Druck, den das reine Gewicht des Wassers erzeugt. Doch sogar in einer Tiefe von acht Kilometern, in der man die biochemischen Prozesse des Lebens einst für undenkbar hielt, treffen die Filmemacher auf eigentümliche neue Arten, die ihr ganzes Leben im Dunklen fristen. An vulkanischen Brennpunkten gedeihen Mikrowelten. Die Wesen, die hier leben, sind so fremdartig wie die Welten, die sie bewohnen. Mit Haaren bedeckte Krabben ernähren sich von ausströmenden Hydrogensulfid-Wolken. Garnelen schweben am Rande von Chemikalienwolken, die so heiss sind, dass sie Blei schmelzen könnten. Und dennoch enthalten diese Geysire eventuell sogar die Lösung für das Geheimnis vom Ursprung allen Lebens auf der Erde. (Text: SRF)
  • Von der unerträglichen Hitze der Tropen bis zu den eiskalten Polen: Die Folge «Unbekannte Ozeane» nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch die Weltmeere. Fast überall gibt es Leben, doch sind die Herausforderungen jedes Mal ganz unterschiedlich. In den Tropen lernt ein junger Delfin, sich an einer bestimmten Koralle zu reiben, die möglicherweise heilende Eigenschaften hat. Ein Grosszahn-Lippfisch nutzt einen Korallen-Amboss, um Muscheln zu knacken. Und eine Dickkopf-Stachelmakrele katapultiert sich hoch hinaus aus dem Wasser, um einen Vogel im Flug zu fangen. In gemässigten Gewässern bieten Teufelsrochen nachts ein bezauberndes Schauspiel, wenn sie durch ihre Flügelschläge aufgewühlte winzige Organismen zum Leuchten bringen. Zwei ganz unterschiedliche Gattungen, Kleine Schwertwale und Grosse Tümmler, vereinen sich zu einer einzigen beeindruckenden Jagdtruppe. Und ein weiblicher Schafskopf-Lippfisch ändert das Geschlecht, um einem älteren Männchen den Harem streitig zu machen. Doch das System unserer Ozeane befindet sich in rasantem Wandel. In der Arktis ist das Eis in den letzten 30 Jahren um 40 Prozent geschrumpft, mit tiefgreifenden Folgen für die dortigen Tierarten, darunter eine Walrosskuh und ihr Kalb. Die Meeresströmungen unterstützen die Erhaltung eines lebensbegünstigenden Klimas. Doch wie lange noch? (Text: SRF)
  • Kilian möchte nach Deutschland auswandern. Doch sein Familiengefühl und die Liebe zu seinem schwerbehinderten Bruder Hubi lassen ihn seinen Traum hintenanstellen. Er lebt sein gewohntes Leben im beschaulichen Triengen, wo auch sein Bruder in einem Heim untergebracht ist. Doch als Hubis Institution aufgelöst wird und dieser aus dem Heimatdorf wegziehen muss, spürt Kilian, dass auch für ihn die Zeit gekommen ist, einiges in seinem Leben neu zu sortieren. Altes wird losgelassen und Neues in Angriff genommen, auch wenn dies bedeutet, sich damit ein Stück von der Familie und seinem Bruder Hubi loszulösen. Fränzi und Debby sind jung, engagiert und führen ein umtriebiges Leben in Zürich. Die unzähligen Sprachnachrichten mit Fragen und Erzählungen von ihrem Bruder Beni passen nicht immer gut in ihre Leben. Doch sie stehen ihm – wann immer möglich – mit Rat und Tat zur Seite. Beni hat einen neuen Plan: Er will aus der betreuten WG in Luzern ausziehen und eine eigene Wohnung beziehen. Auch hier ist er auf die Unterstützung seiner Schwestern angewiesen. Mit viel Humor und einer innigen Geschwisterbeziehung gehen sie das Projekt gemeinsam an, ohne zu wissen, ob Benis Gewinn an Selbständigkeit die Freiheit von Debby und Fränzi einschränken wird. Ihre Pensionierung hat sich Margrith anders vorgestellt: Vor allem freute sie sich auf mehr Zeit für sich. Doch ihre Rolle als Schwester eines behinderten Bruders beschäftigt sie mehr denn je. Durch die Liebe zu ihrem Bruder Richard hat Margrith ein Leben lang ihre eigenen Bedürfnisse hintenangestellt. Um einen Teil ihrer Vergangenheit loszulassen, beschliesst sie, ein Buch über ihr Leben zu schreiben. Lange ist nicht klar, ob ihre Geschichte interessant genug ist, um von einem Verlag veröffentlicht zu werden. In dieser ganzen Unsicherheit steht auch noch Weihnachten vor der Türe und Margriths Pläne für eine längere Reise mit ihrem Mann bedeuten, dass sie sich von Richard lösen und die Weihnachtsfeier ihren Schwestern überlassen muss. Drei Generationen, drei Schicksale, drei Beziehungen – «Unsere besonderen Brüder» berührt mit Alltäglichem, Besonderem, Witzigem und sehr viel Herzlichkeit. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 17.12.2020 SRF 1
  • Weil ihr geliebter Hund Todd zu viel bellt, verlieren Molly und John Chester ihre Wohnung. Das Paar verlässt daraufhin die Grossstadt und stürzt sich Hals über Kopf in die Verwirklichung ihres lang gehegten Traums: die Gründung einer eigenen Farm. Was romantisch klingt, erfordert den Idealisten alles an Einsatz ab. Glücksmomente und Rückschläge wechseln sich ab. Aber es lohnt sich: Auf über 80 Hektar dürrem Land entsteht ein grünes Paradies mit 10’000 Obstbäumen und allen erdenklichen Haus- und Wildtieren die im Einklang miteinander leben. Zwischen fragilen Wasserleitungen, gierigen Schnecken, zu allem entschlossenen Kojoten und einem neuen alten Ökosystem, erkennen die Chesters, dass in der grossen Vernetzung des Lebens alle ihren Beitrag leisten können – im Vertrauen auf die Weisheit der Natur und das Leben selbst. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 20.06.2024 SRF 1
  • Für die Einheimischen unten in Dallenwil und oben in Wiesenberg ist «das Bähnli» eine Lebensader, die emotionale Bindung ist gross. Dabei sind die Eckdaten unspektakulär: zwei Vierer-Kabinen, 2300 Meter lang, acht Minuten Fahrzeit, drei Zwischenstationen, 888 Franken Gewinn im 2022. Betriebsleiter James Odermatt kämpft seit Jahren gegen die Störungen, die manchmal mehrmals täglich, dann wieder monatelang nicht mehr auftauchen. Wenn die Bahn kurz nach Verlassen der Berg- beziehungsweise Talstation stoppt, muss sie langsam wieder zurückgeholt werden. Tagelang wird die Steuerung überwacht. Wo genau aber der Fehler liegt, findet auch die Hersteller-Firma nicht heraus. Es braucht eine neue Steuerung und überhaupt eine umfassende Sanierung, denn auch das Zugseil zum Beispiel stammt noch aus dem Gründerjahr 1934. Mehr als eine Million Franken kostet das Projekt, eine riesige Summe für die kleine Bahn-Genossenschaft. Der Vorstand beschliesst, dass die Zwischenstationen aus finanziellen Gründen nicht mehr zu halten sind. Das verärgert die Anwohnerinnen und Anwohner der betroffenen Höfe. Sie wollen auf ihren Zustieg nicht verzichten. «Unsere kleine Seilbahn» ist ein «DOK»-Film über Heimat, Identität, Zusammenhalt und Konfliktbewältigung in einer Dorfgemeinschaft – und über die grosse Liebe zum lokalen «Bähnli». (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 05.10.2023 SRF 1
  • Noch nie stand das Immunsystem so stark im Fokus der Wissenschaft wie jetzt. Denn in den letzten Jahren und vor allem durch Corona konnten Medizinerinnen und Wissenschaftler viele Daten und neue Erkenntnisse gewinnen. Das Immunsystem schützt uns vor Krankheitserregern, Schadstoffen, und bösartigen Zellveränderungen. Es ist genauso unverzichtbar für uns wie das Herz oder die Lunge. Es kann sich aber auch gegen uns wenden und so zu einer Gefahr werden. Dieser Dokumentarfilm untersucht unser Abwehrsystem und konzentriert sich dabei auf vier Themenschwerpunkte: Was ist das Immunsystem? Wie lässt es sich stärken? Wann und warum kann es scheitern? Und wie kann es gezielt zur Heilung von Krankheiten wie Krebs eingesetzt werden? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 13.02.2025 SRF 1
  • «Ein schöner Mocken!» Schweinezüchter Turi Röösli berührt den glitschigen Körper, der im Juni im sogenannten Abferkelstall zur Welt kommt. Er kriegt die Ohrmarken-Nummer 6003. Namen könnte sich Turi nicht merken, weil seine 140 Muttersauen im Jahr 4000 Ferkel werfen. Das kurze Leben von 6003 ist vorbestimmt und durchgetaktet. Vier Wochen nach Geburt nimmt es Turi weg von der Mutter und treibt es mit seinen elf Brüdern und Schwestern in den Jagerstall. Einige Muttersauen wehren sich, weil Ferkel natürlicherweise rund drei Monate lang bei ihnen bleiben. Mit drei Monaten aber lebt 6003 bereits im Maststall. Fressen, scheissen, liegen, schlafen, fressen. Zunahme pro Tag: rund ein Kilo. Im November ist 6003 110 Kilo schwer. Sein letzter Stallwechsel führt in einen LKW zum Schlachthof. 65 Prozent der Schweine werden so produziert. Das Luzerner Schweinevalley mit Bauernhöfen, Futtermühlen, Tier- und Gülletransporteuren und Schlachthöfen generiert einen jährlichen Umsatz von rund einer Milliarde Franken. Die Umwelt aber zahlt einen Preis: Der Baldeggersee ist überdüngt und wird seit 40 Jahren künstlich belüftet. Trotzdem hat es zu wenig Sauerstoff am Seegrund; die Felchen können sich nicht natürlich vermehren und müssen künstlich besamt werden. Dasselbe Schicksal teilen der Sempacher- und der Hallwilersee. Bisherige Kosten für die Steuerzahlenden: rund 100 Millionen. Die Geschichte von Ferkel 6003 zeigt die Folgen des hiesigen Fleischkonsums von einem Kilo pro Woche und Person. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 14.12.2023 SRF 1
  • Forschende nehmen die Entwicklungen des Aletschgletschers genau unter die Lupe um daraus Schlüsse über den Trinkwasserkreislauf der Alpen zu ziehen.
    Die natürlichen Trinkwasserquellen drohen zu versiegen. Deshalb beschäftigen sich Forschende auf der ganzen Welt mit der Suche nach und dem Erhalt von Süsswasser. Der steigende Meeresspiegel bringt nicht nur die Landmassen in Gefahr, sondern droht auch unterirdische Süsswasserspeicher zu verdrängen. Küstennahe Regionen auf der ganzen Welt sind gefährdet und daher besonders auf neue Forschungserkenntnisse angewiesen. In Malta, Europas wasserärmstes Land, werden beispielsweise uralte Süsswasserkammern im Meeresboden mittels neuer Technologien analysiert. Eine Forschung, die auch für andere küstennahe Regionen entscheidend sein könnte. In den Alpen nehmen Glaziologen den Aletschgletscher unter die Lupe und beobachten eingehend dessen Entwicklung. Dabei soll auch herausgefunden werden, wie das Wasserschloss Europas, wie die Alpen auch genannt werden, nachhaltig aufrechterhalten werden kann. Auch die Wüstenstadt Lima liegt am Meer. Hier orientieren sich peruanische Wissenschaftler im Kampf gegen Wasserknappheit am Wissen und an Strategien der Vorinkakulturen, die die Hänge der Anden als natürliche Wasserspeicher genutzt haben. In Deutschland verspricht man sich von Mooren eine effektive Lösung gegen Wasserknappheit. Denn diese verfügen über eine natürliche Speicherfunktion, die für den Menschen genutzt werden kann. Hydrologen begutachten mit spektakulären Helikopterflügen ein renaturiertes Hochmoor und prüfen dessen Potenzial im Trinkwasserkreislauf. Ein weiterer Forschungsansatz, der im Kampf gegen den drohenden Trinkwassermangel viel verspricht. (Text: SRF)
  • Weltweit warnen Ärzte und Politiker vor einer sich abzeichnenden Katastrophe. Multiresistente Erreger sind die derzeit grösste Gefahr für die moderne Medizin. Sie werden immer resistenter gegen Antibiotika. «Die grosse Gefahr ist, dass unsere Patienten an Entzündungen sterben, die wir für längst besiegt hielten», sagt Rein Jan Piso, leitender Infektiologe am Kantonsspital Olten. Weltweit sterben heute schon hunderttausende Menschen jährlich durch multiresistente Erreger. Ausgerechnet die Hersteller der lebenswichtigen Antibiotika tragen dazu bei, dass sich extrem resistente Keime entwickeln und verbreiten. Pharmakonzerne sind also mitverantwortlich, dass ihre eigenen Mittel nicht mehr wirken. Die Spur der Superkeime führt nach Indien. In Hyderabad wird ein Grossteil der weltweit produzierten Medikamente hergestellt. Die Abwasserreinigung der indischen Pharmafirmen aber ist ungenügend. «DOK» zeigt, dass Rückstände von Antibiotika in die Umwelt gelangen und damit beitragen, dass Supererreger entstehen. Die gefährlichen Keime verbreiten sich rund um den Globus, durch Waren und Menschen. Schweizer Biologinnen haben einen Supererreger aus Indien erstmals vor zwei Jahren im Rhein gefunden: «Wir waren schockiert», sagt Claudia Bagutti vom Kantonslabor Basel. «Wir hätten nicht gedacht, dass dieser hoch resistente Keim auch in der Schweiz verbreitet ist.». Je mehr Superkeime in der Umwelt sind, desto grösser die Gefahr, dass man sie aufliest und im Darm trägt. Für gesunde Menschen kein Problem, bei abwehrgeschwächten Menschen aber können Superkeime lebensgefährliche Entzündungen auslösen. Auch die Schweizer Pharmakonzerne Novartis und Roche beziehen Wirkstoffe für Antibiotika in Indien. Können Sie garantieren, dass ihre Medikamente sauber produziert werden? Welche Lösungen gibt es für dieses lebensbedrohliche Problem? «DOK» hat mit Forschern in Indien und in der Schweiz gesprochen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 08.11.2018 SRF 1
  • Der vielfach preisgekrönte Unterwasserkameramann Serge Dumont kommt dabei ihren Bewohnenden so nah wie kein Tierfilmer vor ihm. Hechte und Haubentaucher gehen direkt vor seiner Kamera auf die Jagd. Bislang nie beobachtete Verhaltensweisen von Fischen und Vögeln konnte Serge Dumont, der an der Universität in Strassburg als Biologieprofessor lehrt, festhalten. Seine Dokumentation zeigt auch die faszinierende Welt der Insekten, Amphibien und Kleinstlebewesen in diesen Biotopen. So konnte Serge Dumont erstmals Libellen filmen, die in bis zu zwei Metern unter der Wasseroberfläche ihre Eier in Pflanzenstengeln ablegen. Auf diese Weise verhindern sie, dass die Eier durch sinkende Wasserstände trocken fallen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 28.03.2021 SRF 1
  • Als im Jahre 1996 die Neat nach Sedrun kam, herrschte Freude im Dorf. Die Leute des etwas in die Jahre gekommenen, aber selbstbewussten Touristenortes sagten sich: «Kommt das Loch, kommen Arbeit und Wohlstand ins Tal». Und einige fügten hinzu: «Wie in den 1950er-Jahren, als die Staumauern kamen und es aufwärts ging wie von selbst.» Mit «Loch» meinten die Sedruner den 800 Meter tiefen Vertikalschacht, der gebaut werden musste, um die geologisch schwierige Zone unter ihrem Dorf zu bewältigen. Dieser Schacht machte die Baustelle von Sedrun zur spektakulärsten der ganzen Neat und er beflügelte von Anfang an die Fantasie, nicht nur jene der Sedruner. Heute, kurz vor der Eröffnung des neuen Tunnels, herrscht Sorge im Dorf. Es wird keine Porta Alpina geben, auch keine Galleria Alpina. Der Bau bescherte Sedrun wohl über Jahre willkommene Einnahmen, jedoch kaum bleibende Werte. Arbeit gibt es immer weniger. Die Geburtenrate ist eingebrochen. Vor vier Jahren verkauften die Sedruner ihre Bergbahnen (manche meinen: ihre Seelen) an Samih Sawiris und legten damit ihr Schicksal in die Hände des ägyptischen Investors. Während Jahrzehnten begleitete «DOK»-Autor Gieri Venzin mit einem Kamerateam Mineure und Ingenieure im Berg, aber auch Einheimische: Alfred Monn etwa, der Garagist, der für die Tunnelbauer ein Bordell baute und damit alles verlor. Arthur Loretz, der Architekt der Visiun Porta Alpina, oder Samih Sawiris, der neue Hoffnungsträger der ganzen Gotthardregion. «DOK» zeigt zur feierlichen Eröffnung des längsten Eisenbahntunnels der Welt einen Film mit Zwischentönen – ein eindrückliches Zeitzeugnis. (Text: SRF)
  • Ab dem Ausbruch des Kriegs begleitete ein deutsches Fernsehteam des NDR zehn Tage lang verschiedene junge Menschen aus der Ukraine. Dimitri meldet sich freiwillig zur Verteidigung seines Landes, Julija, die ehemalige Pressesprecherin von Staatspräsident Wolodimir Selenski, will an die Grenze zu Polen und dort auf ihren Freund warten, Oleksandra, eine Film-Produzentin, ergreift ebenfalls eine Gelegenheit, nach Westen zu fliehen, und Astha, eine indische Studentin, sitzt lange in der Stadt Chrakiw fest und getraut sich nicht, wegzugehen. Ihre Ängste, ihre Gedanken, ihre Flucht. Das so entstandene filmische Tagebuch zeichnet ein eindrückliches Bild der aktuellen Ereignisse – ein filmisches Tagebuch. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 17.03.2022 SRF 1
  • Das Schweizer Ehepaar Kottonau nimmt eine aus Syrien geflüchtete Familie mit fünf Kindern in ihr Haus auf. In der von Wohlstand und Frieden geprägten Schweiz treffen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen aufeinander. Gleichzeitig schweben die Kriegswirren in Syrien wie ein Schatten über der scheinbaren Normalität. Der Film zeigt, mit welchen Erwartungen und Wertvorstellungen die Gäste und die Gastgeber konfrontiert werden und er macht deutlich, was es heisst, die eigenen Wurzeln zu verlassen und ein neues Leben in der Fremde zu beginnen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 02.09.2021 SRF 1
  • Elefanten sind nicht nur die grössten Landtiere der Erde, sie gehören auch zu den gefährlichsten Tieren. Durch sie wurden mehr Menschen getötet als durch Löwen. Dennoch wagt sich Wildlife-Kameramann Gordon Buchanan unter eine Elefantenfamilie im kenianischen Tsavo-Nationalpark. Er will ihr Vertrauen gewinnen und einen besseren Einblick in das Leben der vom Aussterben bedrohten Tiere erhalten. Bei seinem aussergewöhnlichen Vorhaben wird er von Benjamin Kyalo, der für den «David Sheldrick Wildlife Trust» arbeitet, unterstützt. Die Organisation pflegt verwaiste Elefantenbabys und entlässt sie dann in die freie Wildbahn. Kyalo führt Buchanan zur Herde von Elefantendame Wendi, die selbst als Waise von den Helfern aufgenommen wurde, und nun ihr erstes Baby – Wiva – aufzieht. (Text: SRF)
  • Die Geburt eines weiteren Elefantenbabys, Gawa, versetzt die am Wasserloch versammelte Herde in Aufregung. Buchanan darf miterleben, wie die kleine Gaua zum ersten Mal die Milch ihrer Mutter trinkt und von allen Mitgliedern der Elefantenfamilie freudig in Empfang genommen wird. Das neugeborene Kalb muss noch viel lernen, doch zumindest scheint die kleine Wiva nun eine Spielkameradin zu haben. Buchanan folgt der Herde in die Weiten des kenianischen Buschlandes, erlebt hautnah die furchtbaren Auswirkungen der Fallen von Wilderern und muss feststellen, dass sich die menschlichen Mitglieder der Elefantenfamilie niemals zu sicher fühlen sollten. (Text: SRF)
  • Das Oberengadin war in den 1980er- und 1990er-Jahren Schauplatz einer Tragödie, die bis heute tabuisiert wurde. Von den Zürcher Unruhen inspiriert, widersetzten sich die Jugendlichen den traditionellen Gesellschaftsregeln. Der Dorfplatz von Samedan wird zum Treffpunkt der Engadiner Jugendkultur. Doch mit dem gemeinsamen Musizieren und Kiffen dringt auch das Heroin in das Leben der Jugendlichen. Die Drogensucht und der Tod der eigenen Kinder ist ein Schock für die ganze Region. Ohnmacht und Schuldzuweisungen spalten die Dorfgemeinschaft. Die rebellische Jugend, die Drogen konsumiert und rumlungert, passte nicht ins Bild der Postkartenidylle. Eine Aufarbeitung findet nie statt. «Unterm blauen Himmel» gibt den Erinnerungen, die Eltern und Freunde so lange für sich behalten haben, einen Raum. Ist heute eine Versöhnung, die Entstehung eines kollektiven Gedächtnisses in dieser Märchenlandschaft möglich? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere ungesendet
    Schweizer Erstausstrahlung ursprünglich für den 13.03.2022 angekündigt
  • Kameramann Gordon Buchanan begibt sich auf eine Reise nach Lappland, um zum ersten Mal in seinem Leben die Polarlichter zu sehen. Zunächst verbringt er einige Zeit mit den Einheimischen – der Volksgruppe der Samen – und lernt von ihnen, wie man in dieser atemberaubenden Wildnis nördlich des Polarkreises überlebt. Sie bringen ihm alles bei: vom Eisfischen über das Lesen von Raubtierfährten bis hin zum richtigen Umgang mit Rentieren. Schliesslich geben sie ihm sogar ein eigenes Rentier, das ihn auf seiner Reise begleiten soll. Zusammen mit seinem ungewöhnlichen Kompagnon und einem Guide macht sich Buchanan auf den Weg durch die eisige Wildnis an einen Ort, an dem man die Polarlichter angeblich besonders gut erleben kann. Unterwegs machen ihm nicht nur die Kälte und die Bedrohung durch Raubtiere zu schaffen – sein vierbeiniger neuer Freund erweist sich auch als nicht gerade einfach. Doch alle Schwierigkeiten sind vergessen, als er endlich mit der spektakulären Lightshow der Polarlichter belohnt wird. (Text: SRF)

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