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Überlebenskampf Wildnis – Die Arktis
Das Jahr ist in dieser unwirtlichen Region für die Raubtiere voller Entbehrungen, nur gelegentlich bietet ein kurzes Zeitfenster einfachere Jagdmöglichkeiten und damit bessere Überlebenschancen.Nicht nur das Wetter verändert sich, sondern auch der gesamte Lebensraum: Wo eben noch endloses Eis das Meer bedeckte, entsteht im Sommer ein Labyrinth aus Eisschollen. Aus eisigen Ebenen, auf denen im Winter Temperaturen von unter minus 50 Grad Celsius herrschen und der Schnee meterhoch liegt, werden üppig blühende Wiesen, die Millionen von Zugvögeln anlocken. Die Jäger müssen daher ständig ihre Strategien anpassen: Im Winter haben Eisbären die besten Bedingungen, um auf dem geschlossenen Meereis nach Robben zu jagen, im Frühjahr wird es schon schwieriger, und sie pirschen sich unter Wasser an ihre Beute an. Polarwölfe müssen sich im Frühjahr mit Schneehasen begnügen, die sich sammeln, um ihre Jungen aufzuziehen. Diesen Meistern im Hakenschlagen auf den Fersen zu bleiben, ist allerdings alles andere als einfach. Im Herbst, wenn die Hasenjagd zu schwierig wird, greift das Rudel auch grössere Beute an: Moschusochsen. Polarfüchse ernähren sich während des Winters nur von Aas. Erst mit der Rückkehr Abertausender Zugvögel im Frühjahr beginnen für sie fette Zeiten. (Text: SRF) Überlebenskampf Wildnis – Die grosse Jagd
Für einen Leoparden hängt der Jagderfolg davon ab, wie gut er jede Deckung zu nutzen weiss, um möglichst nah an seine Beute heranzukommen. Geduld ist dabei die oberste Prämisse. Wildhunde haben ganz andere Probleme zu meistern: Wie bringen sie ihre Beute in der offenen Savanne Afrikas zur Strecke, die kaum Möglichkeiten bietet, sich zu verstecken? Ihre Methode heisst Ausdauer. Die Wildhunde hetzen ihre Beute bis zur totalen Erschöpfung. Orcas wiederum verlassen sich auf Teamwork und Intelligenz. Gemeinsam nehmen sie es sogar mit 40 Tonnen schweren Buckelwalen auf.Doch welche Strategie auch immer verfolgt wird, die überraschende Wahrheit ist, dass Raubtiere in den meisten Fällen erfolglos sind. Selbst für den versiertesten Jäger ist der Ausgang stets offen. Für jede Mahlzeit müssen sie kämpfen, und oft setzen sie dabei ihr Leben aufs Spiel. (Text: SRF) Überlebenskampf Wildnis – Die Küste
Viele Jäger verlassen ihre bevorzugten Lebensräume und kommen an die Küsten der Weltmeere, um ihre Beute zu erlegen. Sie nehmen dabei oft grosse Risiken auf sich, in der Hoffnung, ausreichend Nahrung zu finden. Manche Jagdmöglichkeiten sind von Ebbe und Flut abhängig und bieten sich zweimal am Tag, andere nur für wenige Stunden im Jahr. Um an der Küste Erfolg bei der Jagd zu haben, müssen die Tiere Geduld haben und sehr clever sein. Delfine zeigen eine erstaunliche Jagdstrategie, bei der sie jedes Mal ihr Leben aufs Spiel setzen. An der Küste können Oktopusse laufen, Wölfe fischen und Affen haben einen ausgeklügelten Speiseplan entwickelt, ihr „Seafood-Restaurant“ öffnet allerdings nur bei Ebbe. (Text: SRF)Original-TV-Premiere So. 19.11.2017 SRF 1 Überlebenskampf Wildnis – Die Savanne
Der Gepard, das schnellste Landtier der Erde, jagt seine Beute mit enormer Geschwindigkeit, aber auch indem er ihre Ausweichmanöver perfekt nachahmt. Andere haben aus der minimalen Deckung dieser Landschaft das Beste gemacht: wie der elegante Karakal, auch bekannt als Wüstenluchs, dessen Fellfarbe perfekt mit dem hohen, trockenen Gras der afrikanischen Savanne verschmilzt. Die Löwen von Namibia haben gelernt, dass Wüstenstürme nicht nur ihren Geruch verwehen und sie sich daher besser anschleichen können. Die Wetterlage versetzt ihre Beute auch noch in Panik.Einige der kleinsten Raubtiere greifen zu Tricks. Ameisen in der Wüste Namib, zum Beispiel, lassen die Sonne die Arbeit machen. Die grillt andere Insekten förmlich, und die Ameisen müssen nur noch die Kadaver einsammeln. In Brasilien locken die Larven von Schnellkäfern Termiten mithilfe eines gespenstischen Leuchtens in den Tod. (Text: SRF) Überlebenskampf Wildnis – Retter der Raubtiere
Eine Welt ohne Löwen, Wildhunde oder Eisbären ist kaum vorstellbar und doch ist die Situation so bedrohlich wie nie. Die letzten wilden Refugien der Erde schrumpfen und die Weltbevölkerung wächst unvermindert weiter. Immer häufiger kommt es zu tödlichen Begegnungen von Menschen und Raubtieren. Gerade Löwen und Wildhunde geraten in den Savannen Afrikas immer stärker in die Schusslinie. Die grösste Bedrohung für die Harpyie – Südamerikas grösster Adler – ist die fortschreitende Abholzung des tropischen Regenwaldes. Blauwale vor der Küste Kaliforniens kreuzen bei ihrer Nahrungssuche vielbefahrene Schifffahrtsrouten, was zu tödlichen Kollisionen führt. Vielleicht am bedrohlichsten ist die Situation für die Eisbären der Arktis, ihnen schmilzt buchstäblich das Eis unter den Pranken weg. Es gibt aber auch Erfolgsgeschichten: In Indien ist die Zahl der Tiger in den letzten Jahren dank intensiver Schutzbemühungen wieder auf 2500 Tiere gestiegen. (Text: SRF)Überrannt – Overtourism in der Schweiz
Noch nie haben so viele Touristen und Touristinnen die Schweiz besucht wie 2025 – der dritte Rekord in Folge.Bild: SRF / ZDFDer Tourismus in der Schweiz erreicht neue Höhen: 2025 wurden über 60 Millionen Logiernächte verzeichnet – zum dritten Mal in Folge ein Rekord. Doch immer mehr Menschen fühlen sich von den Massen gestört, Verkehrsachsen geraten an ihre Belastungsgrenzen und lokale Identitäten stehen unter Druck.Im Zentrum des Films steht Luzern, wo sich die Besucherzahlen in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt haben. Cars rollen weiterhin direkt zu den Uhrengeschäften und verstopfen die Innenstadt. Auch das restriktive Airbnb-Reglement zeigt, wie stark die Bevölkerung den Overtourismus spürt. Auf beliebten Bahnstrecken wie nach Engelberg oder Interlaken verschärfen überfüllte Züge die Spannungen zwischen Einheimischen und Gästen. Besonders drastisch ist die Situation in Lungern: Seit eine koreanische Netflix-Romanze am Lungerersee gedreht wurde, strömen Touristinnen und Touristen in Scharen ins kleine Obwaldner Dorf. Währenddessen investiert der Titlis bereits in seine touristische Zukunft: Herzog & de Meuron entwickeln ein futuristisches Projekt mit Aussichtsturm, Gourmet-Restaurant, Rolex-Boutique und Infrastruktur für Hunderte Gäste. Der Film von Jörg Huwyler stellt die Frage: Wie viel Tourismus verträgt die Schweiz? Erstausstrahlung: 07.05.2026 (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 07.05.2026 SRF 1 Die überraschende Welt der Hasen
Original-TV-Premiere Mo. 14.09.2020 SRF 1 Die überraschende Welt der Kaninchen
Kaninchen sind auf der ganzen Welt verbreitet. Sie finden beinahe überall Lebensbedingungen, die für sie geeignet sind. Nur in Gebirgslagen verschlägt es das Kaninchen höchst selten, denn die Böden dort sind sehr fest und steinig. Mit den Vorderläufen graben sie unterirdische Tunnel- und Höhlensysteme, wo sie einen Grossteil ihres Lebens verbringen.Aus Schweden kommt der Trendsport Kaninhop. Kaninchen springen auf Befehl über verschiedene Hindernisse. An dieser Art Beschäftigung oder gar Wettkampf für Kaninchen scheiden sich die Geister: Während die Befürworter sagen, dass das Kaninchen Spass daran haben, finden Gegnerinnen, dass Kaninchen überhaupt nicht dressiert werden und schon gar nicht an Wettkämpfen teilnehmen sollten. Hunderte zutrauliche Kaninchen machen die japanische Insel Okunoshima zur Touristenattraktion. Möglicherweise sind sie die Nachkommen von Versuchstieren aus der Giftgasfabrik, die dort einst geheim betrieben wurde. Sie leben wie die Könige. Natürliche Feinde haben sie keine auf der Insel, und die Strassen sind autofrei. Futter bringen die Touristen. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Mo. 14.09.2020 SRF 1 Überraschungseier – Neues vom Kuckuck & Co.
Die meisten Vögel mit Kuckucksverhalten gehen nicht so weit wie der europäische Kuckuck, der die Eier seiner Zieheltern einfach aus dem Nest wirft, wie auch das mordende Honiganzeiger-Küken in Afrika. Andere legen nur ihr Ei dazu, lassen es ausbrüten und das Junge mitversorgen. So macht es der Häherkuckuck bei den klugen Krähen.Wenn es darum geht, seine Jungen durchzubringen, scheint der Werkzeugkasten der Natur unerschöpflich und von unbegrenzter Fantasie zu sein. Manches mag grausam oder unanständig erscheinen, doch moralische Kategorien zählen nicht. Was die Kuckucksvögel tun, ist weder gut noch böse; sie haben keine Wahl und kein Gewissen, sich zu entscheiden. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Mo. 16.11.2020 SRF 1 Ueli Steck auf der Suche nach seinem Limit
Der Eiger, das Matterhorn und der französische Berg Grandes Jorasses zählen zu den klassischen Nordwänden der Alpen. Ueli Steck stellt an allen Wänden Speed-Rekorde von wenigen Stunden auf. Die Eigernordwand klettert er als erster Mensch frei, das heisst ohne Benutzung von Haken – und sogar ohne Seil. Steck steigt damit in die Liga der grossen Bergsteiger der Gegenwart auf.Im Yosemite in Kalifornien spielt Ueli Steck seine Geschwindigkeit am legendären Fels El Capitan aus. Mit dem US-amerikanischen Kletterstar Alex Honnold schafft er die Route Nose in drei Anläufen in 3.54 Stunden; ein Sturz beendet das gefährliche Rennen um einen Geschwindigkeitsrekord. Stecks Traum liegt im Himalaja. Er möchte eine schwierige Achttausender-Wand bezwingen. Steck stand bereits auf drei Achttausendern. Zwei Versuche, die äusserst gefährliche Annapurna-Südwand hochzukommen, scheiterten. Beide Male schliesst der Berner Bekanntschaft mit dem Tod: ein Mal, als er ihm bei einem Absturz nur knapp entrinnt; das zweite Mal, als er einen anderen Bergsteiger unweit des Ostgipfels in einer Gletscherspalte begraben musste. Ueli Steck definiert sich stark über seine Leistung. Immer wieder sucht er die Grenze des Machbaren. In einem Bereich, wo es um Leben und Tod geht. Doch Ueli Steck spürt den Erfolgsdruck im Nacken. Er sucht die Hilfe des Sportpsychologen Jörg Wetzel. Dieser lehrt ihn, das Leistungs-Ich in Grenzen zu halten. Als Ueli Stecks Frau im Sommer verunfallt, wird dem Bergsteiger bewusst, wie wertvoll das Leben ist. (Text: SRF) Ueli Steck – Auf schmalem Grat
Ueli Steck sagte über sich selber: «Ich weiss, wer mich sieht, denkt, der Steck der spinnt.» In Rekordtempo und ohne Seil kletterte er die höchsten Nordwände der Alpen hinauf. Was hat ihn angetrieben, so ans Limit zu gehen?Im neuen «DOK»-Film erzählt seine Familie, wie sie als Zurückgebliebene seine risikoreiche Leidenschaft erlebten. Schon als Jugendlicher wusste Ueli Steck: Klettern ist sein Sport. Im Gegensatz zu seinen Brüdern war Eishockey als Mannschaftssport nichts für ihn. Seine Eltern und zwei Brüder beschreiben, wie er mit dem Berühmtsein umging, mit dem Druck der Öffentlichkeit. Und mit der eigenen Angst, es zu weit zu treiben. Ueli Stecks Eltern mussten damals vom Emmental nach Nepal reisen, um ihren toten Sohn zu bestatten. Im Everest-Gebiet wo Ueli Steck, erst 40-jährig, am Nuptse 2017 abgestürzt ist, kreuzen sich nach seinem Tod die Wege von drei engen Freunden. Fotograf Robert Bösch hätte Ueli Steck bei dessen letzter Expedition treffen wollen. Er kam am Tag an, als sein Freund abstürzte. «Im Bergsteigen gibt es nur einen schmalen Grat zwischen Leben und Tod», sagt Bösch. Warum stand für Ueli Steck das Wagen im Vordergrund, im Gegensatz zu unserem, von Versicherungsmentalität geprägten Denken? Helikopterpilot Maurizio Folini gelang als erstem Menschen im Himalaya eine Bergrettung über 7000 Metern. Nach dem Absturz musste er die Leiche seines Freundes bergen. Was hält er von Menschen, die wie Ueli Steck am Berg ihr Leben riskieren? David Göttler will ohne Sauerstoff auf den Everest. Obwohl er schon viele Freunde in den Bergen verloren hat, sucht er dort weiterhin die Herausforderung: «Wir Bergsteiger sind gut im Verdrängen.» «DOK»-Autorin Jacqueline Schwerzmann hat Ueli Steck während seiner ganzen Karriere begleitet und rückt in diesem biographischen Film den Menschen hinter dem berühmten Bergsteiger in den Vordergrund. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 21.05.2020 SRF 1 Ukraine: Das Geschäft mit der Leihmutterschaft
Die Coronakrise macht auch vor einem lukrativen Geschäft in der Ukraine nicht Halt: dem Geschäft mit Fruchtbarkeitsbehandlungen. Viele Paare, die keine Kinder bekommen können, versuchen mithilfe einer Leihmutter in der Ukraine ihr Glück. Als im Frühling 2020 die Pandemie Reisen in andere Länder verunmöglicht, hat dies auch hier Folgen: Die Neugeborenen bleiben allein in der Klinik zurück, in der sie zur Welt kamen. Die Leihmütter sind nach Hause zu ihren eigenen Familien zurückgekehrt, die neuen Eltern bangen im Ausland darauf, ihr Kind endlich in die Arme schliessen zu können.Der Film «Das Geschäft mit der Leihmutterschaft» beginnt mit diesen dramatischen Ereignissen. In seiner Reportage geht der finnische Autor Antti Kuronen aber dem Fruchtbarkeitsgeschäft in der Ukraine noch tiefer auf den Grund. In nur wenigen Jahren wurde das Land zu einem der grössten Anbieter von Schwangerschaften durch eine Leihmutter. Ein profitables Geschäft für spezialisierte Firmen. Den Leihmüttern ermöglicht dieses Geschäftsmodell zwar ein unverzichtbares Einkommen, aber in vielen Fällen werden die Frauen allein gelassen, wenn medizinische Probleme in der Schwangerschaft auftauchen. Kuronen lässt Anbieter von Leihmutterschaften, Leihmütter und Eltern zu Wort kommen und zeichnet ein tiefgehendes Bild eines Geschäftsmodells, das ethische Fragen aufwirft. (Text: SRF) Original-TV-Premiere So. 31.10.2021 SRF 1 Umbruch im Bergdorf – Von der Zukunft in den Alpen
95 Min.SRF DOK Umbruch im Bergdorf – Von der Zukunft in den Alpen. Kathrin Hönegger und Mona Vetsch in Ernen/VSBild: SRFGrindelwald BE setzt auf immer mehr Bahnen und Gäste – doch im Dorf wächst die Sorge, im Massentourismus die eigene Seele zu verlieren.Im Schächental UR dagegen, lange dem Stillstand geweiht, zeigt sich ein leiser Aufbruch: Trotz düsterer Prognosen wächst die Bevölkerung wieder, getragen von Tradition und Zusammenhalt. Braunwald GL, autofrei und idyllisch, ringt mit Abwanderung und Überalterung, hat seine Schule verloren und kämpft mit den Sportbahnen ums Überleben – ein Dorf, das nicht aufgibt. Ernen VS wiederum fand nach Krisen im Landschaftspark Binntal und neuen Konzepten frische Perspektiven und erlebte eine überraschende Wende. Vier Orte, vier Geschichten – und doch eine gemeinsame Frage: Was hält ein Bergdorf lebendig? Mona Vetsch und Kathrin Hönegger treffen Menschen, die kämpfen, bewahren und neu erfinden, und suchen nach Antworten auf die grosse Frage, wie sich Heimat bewahren lässt. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 25.09.2025 SRF 1 Der Umzugskoordinator – Abschied von der Wohnung
Bei einem UmzugBild: SRF«Sie können gut reden», sagt Frau Kunz, der der Umzug in eine Alterswohnung zusetzt. Und Herr Renggli trifft den Nagel auf den Kopf: «Zügeln ist ein Scheiss!» Andrea Capella, stets im Gilet und mit einer gewissen Grandezza, ist alles andere als ein sturer Beamter. Mit Empathie, Fingerspitzengefühl und Humor begleitet er seine Klientinnen und Klienten an einem Wendepunkt ihres Lebens. Zum Glück liegt hinter so viel Krempel oft ein Neuanfang – besonders wenn Capella den Umzug so umsichtig orchestriert. Ursula Brunners Film wirft einen liebevollen Blick auf die schwierige Phase in unserem Leben, wo es Zeit wird, Ballast loszuwerden, Abschied zu nehmen und den Schritt ins Unbekannte zu wagen. (Text: SRF)Original-TV-Premiere Do. 14.05.2026 SRF 1 Unbekanntes Arabien
Die drei Staaten der Arabischen Halbinsel könnten kaum unterschiedlicher sein: Katar, das reichste Land der Welt, gilt als konservativ und traditionsbewusst. Bahrain wiederum ist weltoffen und liberal – dort ist sogar uneingeschränkter Alkoholausschank erlaubt. Und Kuwait gilt als besonders ursprünglich. Ghanima al-Freh ist sich sicher: Kuwait hat das beste Essen der Arabischen Halbinsel.Ghanima muss es wissen – sie ist Chefin eines traditionellen Restaurants und hat schon in allen Nachbarländern gekocht. Ihr Restaurant in Kuwait-Stadt ist berühmt. Ghanima beschäftigt ausschliesslich Frauen und zu ihr kommt hauptsächlich weibliche Kundschaft. Einmal im Jahr ist in der Wüste Bahrains die Hölle los: Dann beginnt die viermonatige Campingsaison. Die Menschen in Bahrain lieben es, ihr Wochenende in der Wüste in Zeltlagern zu verbringen. Abu Ahmed hat dann jede Menge zu tun. Er vermietet vier Zeltlager und muss alles in Schuss bringen, bevor die Gäste anreisen. Die arabische Kultur ist voller Regeln und Bräuche. Hamad al-Amari hat daraus ein Geschäftsmodell entwickelt: Er gibt Kurse für Ausländer in arabischen Benimmregeln und übt mit ihnen den traditionellen Nasenkuss und das korrekte Anlegen des arabischen Gewandes. (Text: SRF) Unbekanntes Arabien – Bahrain, Katar, Kuwait – Bahrain, Qatar, Kuwait
Unbekanntes Arabien – Die kleinen Nachbarn – Bahrain, Qatar, Kuwait
Unbekanntes Arabien – Märchenland Oman
Die Reise beginnt in Musandam mit einem tiefblau schimmernden Meer und dem bis zu 2000 Meter aufragenden Hadschargebirge. Wie von der Welt abgeschnitten, existieren kleine Siedlungen in dieser grandiosen Felsenwüste. Etwa 400 Kilometer südlich von Musandam liegt Mussana, wo die grösste Segelschule des Landes ihren Sitz hat. Segeln ist ein Volkssport, und in Mussana trainieren die Spitzenteams. Die 26-jährige Ibtisam al-Salmi ist ein Aushängeschild für die Gleichberechtigung im omanischen Segelsport und trainiert für die Olympischen Spiele.In Barka wartet der Stier Toto ungeduldig auf seinen Einsatz. Das freitägliche «Bullendrücken» ist ein Grossevent. Züchter aus der ganzen Region bringen ihre Tiere zum Kräftemessen in die Arena. Bei der omanischen Version des Stierkampfes tritt Tier gegen Tier an. Sieger ist, wer sein Gegenüber wegstossen kann. Nur eine Autostunde von Barka entfernt liegt Maskat – die Hauptstadt Omans. Die Sultan-Kabus-Moschee erhebt sich schon von weitem über der Stadt. Sie ist eine der grössten Moscheen der Welt und hat für bis zu 20000 Gläubige Platz. Der Namensgeber Sultan Kabus gilt als vergleichsweise liberaler Herrscher. Nur wenige arabische Führer fordern und fördern so engagiert die Gleichstellung der Frauen. (Text: SRF) Unbekanntes Arabien – Vereinigte Arabische Emirate
Die Ausländer stellen fast 90 Prozent der Bevölkerung und haben aus den sieben kleinen Scheichtümern am Golf einen ansehnlichen Wirtschaftsstandort gemacht. Inzwischen werden die Ölreserven knapp, und die Araber besinnen sich mehr auf ihre eigenen Fähigkeiten.Luxus, spürt man beim Juwelier Amwadsch in Abu Dhabi, wo sich reiche Araber mit Edelsteinen und Geschmeiden eindecken, oder auf der Brautmesse in Dubai. Dort berichtet die Bloggerin Sinah über die neuesten Trends. Auf der Camelicious-Kamelmilchfarm beginnt die erste Schicht schon morgens um 05:00 Uhr. Um diese Zeit holen die letzten Fischer in Fudschaira ihre Netze ein. Auch Dr. Margit Müller, die Leiterin des Falkenkrankenhauses in Abu Dhabi, ist schon früh auf den Beinen. Bis zu 60 Tiere pro Tag hat sie in ihrem Hospital zu versorgen. Und Warren Baverstock vom Luxus-Hotel Burdsch al-Arab rettet im Jahr über 300 Schildkröten. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich zu einem Wirtschaftsstandort jenseits des Öls gemausert. Fast 90 Prozent Ausländer aus über 200 Nationen halten den Golfstaat am Laufen. Kein Wunder, dass sich Englisch inzwischen als heimliche Amtssprache etabliert hat. Sehr zum Leidwesen der Kinderbuchautorin Tata Aida. Sie versucht, einheimische Kinder mit humorvollen Geschichten wieder für ihre Muttersprache zu interessieren. (Text: SRF) Undercover bei den Rechtsextremen
Wer verkörpert die Alt-Right-Bewegung? Patrik Hermannson ist es gelungen, so tief ins Innere dieser Bewegung einzutauchen, wie wohl noch niemandem zuvor. Er ist Schwede, 25 Jahre alt, Antirassismus-Aktivist bei der Organisation «Hope not Hate». Patrik Hermannson hat sich unter Annahme einer falschen Identität in die Kreise der Alt-Right eingeschleust – ausgerüstet mit einer versteckten Kamera.Der Film von Bosse Lindquist begleitet Patrik bei seinem Unterfangen, das in London beginnt. Online erstellt Patrik das Profil eines fiktiven rechtsextremen Studenten – Erik Hellberg. Mit dessen Identität schafft es Patrik Hermannson erstaunlich rasch, in den innersten Kern der Rechtsextremen vorzudringen. Schlüsselfigur dabei ist Stead Steadman, der Patrik bald zu allen Aktivitäten mitnimmt – von Nachtessen im Kreise der Alt-Right bis zur Teilnahme an einem Forum der Bewegung, an dem Patrik sogar als Redner auftreten soll. Patrik Hermannson lebt fortan mit dem ständigen Risiko, aufzufliegen. Ganz besonders, als er für dieses Forum in die USA reist. Doch er will die Mechanismen der rechtsextremen Bewegung offenlegen. Und so ist Patrik ist mittendrin, als in Charlottesville die Demonstration «Unite The Right» der Rechtsextremen ausser Rand und Band gerät. Jene Demonstration, nach der Präsident Trump sich erklären musste, weil er die Gewalt der Rechtsextremen verharmloste. Ein Jahr lang war Patrik Hermannson undercover in der Alt-Right Bewegung. Sein gesammeltes Material zeigt, wer dazugehört: Weisse Rassisten im digitalen Zeitalter, organisiert, gefährlich und entschlossen, die westliche Gesellschaft zu verändern. (Text: SRF) Und wenn es mich trifft? – Und wenn es mich trifft?
Pierre-Yves war in leitender Stellung an einer Fachhochschule im Kanton Waadt tätig und verdiente monatlich fast 10 000 Franken – bis er entlassen wurde. Rita war Abteilungsleiterin in einem grösseren Geschäft, bevor sie von ihrem Chef zurückgestuft wurde und ein Drittel ihres Lohnes einbüssen musste. Und Mustafa fiel nach einer schwierigen Scheidung unter sein Existenzminimum.Diese Fälle sind beispielhaft für fast acht Prozent aller Schweizer Haushalte, oder 570 000 Personen, die heute überschuldet sind. Die Betreibungsämter haben alle Hände voll zu tun: Innerhalb von 25 Jahren hat sich die Anzahl der Zahlungsbefehle verdoppelt. Monatlich wird mehr als 100 000 Menschen der Lohn gepfändet, um die Tilgung ihrer Schulden zu erzwingen. Die Schweiz fasst Überschuldete nicht mit Samthandschuhen an, auch wenn sich langsam Alternativen abzeichnen. Pierre-Yves war sieben Jahre lang auf einem Leidensweg, bis er endlich auf Hilfe des im Jahr 2015 eingerichteten Waadtländer Entschuldungsfonds hoffen konnte. Rita erfüllte die strengen Selektionskriterien des Fonds nicht und musste Privatkonkurs anmelden. In der Schweiz eine schmerzliche Erfahrung, da hier, im Gegensatz zu den USA, Schulden durch einen Privatkonkurs nicht gestrichen werden. Im Fall von Mustafa hat schlicht das System versagt. Rein rechnerisch gesehen ist es nicht möglich, dass er sich etwas zu essen kaufen kann, wenn er die Alimente und seine Steuern bezahlt. Mit anderen Worten: Er ist jedes Jahr gezwungen, sich neu zu verschulden – wegen den Steuern. (Text: SRF) Un enfant à tout prix
Original-TV-Premiere Mi. 09.05.2018 SRF 1 Unerklärliche Heilungen – Von Wundern in Lourdes und der Schweiz
55 Min.Das Bild zeigt drei Hauptelemente: Links einen leeren Rollstuhl, in der Mitte eine Hand, die auf eine Oberfläche zeigt und rechts eine Figur mit einer Krone.Bild: SRFViele, die schwer erkranken, hoffen auf ein Wunder. Aber kaum jemandem wird eines zuteil. Im französischen Städtchen Lourdes sollen indes immer wieder welche geschehen. 72 mysteriöse Heilungen, die sich dort ereigneten, hat die katholische Kirche bis heute als Wunder anerkannt. Zuletzt bei Antonietta Raco aus Süditalien. Sie litt an primärer Lateralsklerose und sass im Rollstuhl. Bis sie 2009 in Lourdes wieder vollständig gesund wurde.Ein hochkarätiges Gremium von Ärztinnen und Ärzten befasste sich jahrelang mit dem Fall Raco – und kam zum Schluss: Mit dem heute zur Verfügung stehenden Wissen kann die Schulmedizin die Genesung nicht erklären. Wundersames passiert aber auch in der Schweiz. Etwa bei Esther Rathgeb. Sie litt an Krebs, Heilung ausgeschlossen. Die Ärztinnen und Ärzte des Berner Insel-Spitals gaben ihr nur noch wenige Monate. Heute, sechs Jahre später, ist der Krebs komplett verschwunden. Die Onkologen sind ratlos. Welche Kräfte wirken hier? «DOK» macht sich auf die Suche nach Antworten. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 11.12.2025 SRF 1 Ungarn: Demokratie auf der Kippe
Demokratie stirbt nicht immer durch Gewalt – manchmal wird sie durch die Werkzeuge zerstört, die sie selbst geschaffen hat. In Ungarn nutzt Premierminister Viktor Orbán freie Wahlen und gesetzliche Reformen, um demokratische Institutionen systematisch zu schwächen und eine Einparteienherrschaft zu etablieren.Die oppositionelle Politikerin Timea, die investigative Journalistin Babett und die Aktivistin Nikoletta stellen sich Orbáns autoritärem Regime entgegen. Ihre Geschichten zeigen die verschiedenen Perspektiven des Widerstands: Timea beleuchtet Orbáns politische Strategien von ihrer Position im Parlament, Babett deckt Korruption und Machtmissbrauch auf und Niko organisiert Proteste auf den Strassen Budapests. Der Film, unter der Regie der Oscar-nominierten Connie Field, gewährt einen intimen Einblick in die Methoden eines modernen Autoritarismus, der nicht nur Ungarn betrifft. Orbáns Politik wird weltweit von rechtsextremen Bewegungen bewundert und ist eine Blaupause für autokratische Führer in Ländern wie Brasilien, der Türkei und sogar den USA. Durch Archivmaterial, Interviews und bewegende Szenen dokumentiert der Film, wie Orbán es geschafft hat, die Verfassung zu seinen Gunsten zu ändern, Medien zu kontrollieren und gleichzeitig die Unterstützung grosser Teile der Bevölkerung zu behalten. Doch trotz der Übermacht gibt es Widerstand. Die Protagonistinnen des Films stehen stellvertretend für eine Bewegung, die sich für eine Rückkehr zu demokratischen Werten einsetzt. Ihre Entschlossenheit inspiriert und zeigt, dass die Hoffnung auf Freiheit auch in den dunkelsten Zeiten nicht erlischt. (Text: SRF) Original-TV-Premiere So. 02.02.2025 SRF 1 Ungelöste Verbrechen
- ursprünglich angekündigt: Verbrechen ohne Täter
Nicht jedes Verbrechen wird aufgeklärt. Das Aufkommen des DNA-Beweises war ein «Game Changer» für die Strafverfolgungsbehörden. Trotzdem werden die Täter nicht immer gefunden. Eine schwierige Situation: für die Hinterbliebenen, aber auch für die Ermittelnden.Es erinnert an Dürrenmatts Buch «Das Versprechen»: Es geschieht ein grausames Verbrechen. Aber die Tat wird nie aufgeklärt. Das lässt den Polizisten, der den Fall lösen wollte, nicht mehr los. Der Täter läuft weiter frei herum, aber wo? Die Aufklärungsrate bei Kapitalverbrechen ist sehr hoch in der Schweiz. In der Regel ist der Mörder im nächsten Umfeld des Opfers zu suchen – und wird auch gefunden. Besteht keine persönliche Verbindung zwischen Täter und Opfer, steigt die Chance, dass das Verbrechen nicht aufgeklärt wird, exponentiell. DNA-Beweise haben teilweise zu spektakulären Ergebnissen geführt in der Vergangenheit: Quasi per Zufall wurden Rätsel plötzlich gelöst. Aber nicht immer. Hinterbliebene und Ermittelnde erzählen. Am 27. Februar 2004 wird die 22-jährige Patricia W. tot an ihrem Arbeitsplatz in Altendorf im Kanton Schwyz aufgefunden. Die junge Frau wurde erschossen. Es fehlen ein paar hundert Franken aus der Kasse des Reisebüros. Der anfängliche Verdacht auf Raubmord wird immer unwahrscheinlicher. Chefermittler Stephan Grieder und Staatsanwalt Paul Schmidig suchen nach einem möglichen Motiv. Bis heute sind sie nicht fündig geworden. Grieder, der langjährige Chef der Kriminalpolizei Schwyz ist inzwischen im Kanton Nidwalden tätig. Beide können sich bis heute nicht erklären, was vor 18 Jahren genau geschah. Am Tatort finden die Ermittler Patronenhülsen einer Waffe, wie sie vor vielen Jahren in der damaligen Tschechoslowakei gebraucht wurde. Mindestens so mysteriös ist folgender Fall: Der erste Mord geschah am 15. Dezember 2010, der zweite auf den Tag genau fünf Jahre später. Zwischen den Opfern wurde keine Verbindung entdeckt, doch an den Tatorten Spuren derselben DNA. Wer ist der «Datums-Mörder»? Auch bei einem anderen Fall wurde bisher niemand gefasst und verurteilt: Der Mordfall Seewen gilt als grösstes ungeklärtes Verbrechen der neueren Schweizer Kriminalgeschichte. Er ereignete sich 1976 in Seewen im Kanton Solothurn. Die Ermordung von fünf Menschen, die einer Hinrichtung ähnelte, erschütterte die Öffentlichkeit. Das Verbrechen ist bis heute ungeklärt. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 26.01.2023 SRF 1
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