Folge 347

    • Sternenstaub und Lebensbringer: Was uns Meteoriten verraten

      Folge 347 (30 Min.)
      Addi Bischoff ist ein deutscher Mineraloge. Er ist ein Experte für auf der Erde gefundene Meteoriten. Diese werden auf Entstehungsprozesse untersucht. – Bild: ZDF und Doris Ammon.
      Addi Bischoff ist ein deutscher Mineraloge. Er ist ein Experte für auf der Erde gefundene Meteoriten. Diese werden auf Entstehungsprozesse untersucht.
      Meteoriten gehen öfter über Deutschland nieder, als man glaubt. Doch nur die wenigsten Himmelssteine werden gefunden. Dabei können die Feuerkugeln viel über die Erdgeschichte erzählen. Meteoriten gehören zu den ältesten Gesteinen unseres Universums, haben die Ur-Erde geformt. Sie könnten sogar alles Wasser zur Erde befördert und einen entscheidenden Anteil an der Entstehung des Lebens auf unserem Planeten haben. Dabei können Meteoriten auch gefährlich sein, beim Einschlag auf die Erde katastrophale Verwüstungen hervorrufen und sogar alles Leben im Umkreis der Aufprallstelle auslöschen. Kilometerweite Krater zeugen von früheren Kollisionen. Der größte Meteoriten-Krater in Deutschland ist das Nördlinger Ries mit beeindruckenden 25 Kilometern Durchmesser. Viele Meteoriten tragen Aminosäuren und andere präbiotische Strukturen mit sich – die Bausteine des Lebens auf der Erde quasi frei Haus aus dem Kosmos geliefert. In der Neuzeit gefundene Meteoriten helfen Wissenschaftlern dabei, die Ursprünge der Erde zu rekonstruieren. Weil Meteoriten-Materie die Basis für viele Erkenntnisse liefert, organisiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein „Feuerkugelnetzwerk“,
      bestehend aus 15 Hochleistungskameras, die Nacht für Nacht den gesamten Himmel über Deutschland erfassen. Anhand der Aufnahmen werden Flugbahn und Einschlagsort bestimmt. Aber nicht nur Forscher sind von den Himmelskörpern fasziniert. Meteoriten-Sammler in aller Welt jagen den seltenen Steinen nach und zahlen Unsummen für besonders rare Stücke, etwa Meteoriten-Fragmente vom Mars. In den USA gibt es sogar eine App, mit der man seine Beobachtungen melden kann. Sogar im Ewigen Eis wird eifrig nach den kostbaren Himmelsboten gesucht: Jährlich finden internationale Expeditionen in die Antarktis statt, um Meteoriten zu suchen. Denn dort und in Wüsten sind die dunklen Steine besonders gut auffindbar. Viele Sternenfans versuchen, mit ihren Kameras Bilder von herabstürzenden Himmelssteinen einzufangen. Am 12. September 2019 gelang einem Windsurfer an der Nordseeküste eine spektakuläre Aufnahme des Meteoriten Flensburg. Forscher fanden in dem golfballgroßen Stein anschließend die ältesten Spuren von flüssigem Wasser in unserem Sonnensystem. „planet e.“ geht mit begeisterten Meteoritenjägern auf die Jagd nach dem Himmelsgestein und blickt mit Forschern Milliarden Jahre zurück zu den Anfängen des Lebens. (Text: ZDF)
      Deutsche ErstausstrahlungSo 12.12.2021ZDF

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    Mo 21.02.2022
    07:15–07:45
    07:15–
    So 12.12.2021
    16:30–17:00
    16:30–
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