• Folge 460 (45 Min.)
    Die Dokumentation zeigt, wie Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und politische Interessen miteinander verwoben sind und warum die Antworten auf die Klimakrise so unterschiedlich ausfallen. Zur COP31 beleuchtet die ZDF-Dokumentation, welche Herausforderungen die Klimakrise in Äthiopien, Indien und Deutschland mit sich bringt. – Bild: ZDF und imago
    Die Dokumentation zeigt, wie Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und politische Interessen miteinander verwoben sind und warum die Antworten auf die Klimakrise so unterschiedlich ausfallen. Zur COP31 beleuchtet die ZDF-Dokumentation, welche Herausforderungen die Klimakrise in Äthiopien, Indien und Deutschland mit sich bringt.
    Deutschland, Indien, Äthiopien – drei Länder, drei Ausgangslagen, dieselbe Herausforderung: Klimawandel. Und doch könnten die Strategien unterschiedlicher kaum sein. Deutschland ringt um die Transformation seiner Industrie, Indien um Wachstum und steigenden Energiebedarf. Äthiopien hat die Klimakrise kaum verursacht, spürt ihre Folgen aber schon heute. Pünktlich zum Auftakt der Weltklimakonferenz COP31 fragt die Dokumentation: Wie begegnen diese drei Länder den Herausforderungen durch den Klimawandel? Deutschland und die Europäische Union verstehen sich als Vorreiter der Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Die Ziele sind ambitioniert, die gesellschaftlichen Spannungen wachsen. Zwischen Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit wird zunehmend kontrovers über den richtigen Weg gestritten. Mit einem Tankrabatt will die Politik das Fahren mit Verbrennerautos für die Bevölkerung bezahlbar halten. Parallel wächst bei Autokunden die Nachfrage nach E-Autos. Immer mehr chinesische Modelle beanspruchen ihren Platz in deutschen Autohäusern, machen bei Neuverkäufen von Stromern und Hybriden zuletzt einen Anteil von rund 20 Prozent aus. So wie sich Verbraucher zwischen dem Alten und dem Neuen entscheiden müssen, steht die Industrie vor einer ähnlichen Frage: Wie konsequent richten Unternehmen ihre Geschäftsmodelle auf die Energiewende aus? Welche Rolle werden fossile Energieträger künftig noch spielen? Indien ist die bevölkerungsreichste Nation – und die am schnellsten wachsende große Volkswirtschaft der Welt. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg steigt auch der Energiehunger. Millionen Menschen zuverlässig und günstig versorgen, dabei die ehrgeizigen Ziele der Regierung Modi im Ausbau erneuerbarer Energien. Der Film besucht eines der spektakulärsten Energieprojekte des Landes: den Pinnapuram Integrated Renewable Energy Park in Andhra Pradesh. Dort werden Solar- und Windenergie mit moderner Speichertechnologie kombiniert, um erneuerbaren Strom rund um die Uhr verfügbar zu machen. In krassem Gegensatz zu diesem Hightech-Projekt steht der traditionelle Abbau von Kohle in den riesigen Tagebauminen von Jharkhand. Kohle bleibt mit rund 70 Prozent das Rückgrat der indischen Stromversorgung und steht sinnbildlich für den Zielkonflikt zwischen Wachstum und Dekarbonisierung. Indien verfolgt dabei einen eigenen Weg. Die Energiewende soll möglichst „Made in India“ sein und eine heimische Industrie für Zukunftstechnologien schaffen. Doch wie erfolgreich wird diese Strategie sein, wenn der große Rivale China bei vielen grünen Technologien bereits den Weltmarkt dominiert? Berührungsängste mit chinesischen Produkten hat Äthiopien auf seinem Weg in die Zukunft nicht. Im Gegenteil – man nutzt sie. Zum Beispiel für die Mobilitätsstrategie: Das Land setzt auf E-Autos, den Ausbau der Ladesäulen und den Aufbau einer entsprechenden Industrie. Kernelement ist ein Importverbot von Autos mit Verbrennungsmotor – mithin das Gegenteil des europäischen Verbrenner-Aus. In den Autohäusern der Hauptstadt Addis Abeba werben heute chinesische E-Autos um Kunden. Deutschland, Indien und Äthiopien stehen vor derselben globalen Herausforderung, wählen jedoch unterschiedliche Wege. Die Dokumentation zeigt, wie Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und politische Interessen miteinander verwoben sind und warum die Antworten auf die Klimakrise so unterschiedlich ausfallen. Im Hintergrund spielt dabei ein Akteur eine zentrale Rolle: China – das dank strategischer Planung für fast jedes Problem die passende Lösung im Angebot hat. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 06.11.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 08.11.2026 ZDF
  • Folge 461
    Weltklimakonferenzen bringen zu wenig Erfolge, sagen Kritiker. Doch bislang gibt es keine Alternative. Was hat das Klima wirklich von den Verhandlungen? Anlässlich der Weltklimakonferenz COP31 beschreibt und analysiert der Film die Verhandlungen und Austauschprozesse. Die Dokumentation begleitet Konferenzteilnehmer und spiegelt das Geschehen in Antalya. Dazu besuchen wir einige Umweltschutzprojekte in verschiedenen Regionen und gleichen ab: Wo liegen die Probleme bei der Umsetzung? Ein großes Thema sind die Nationalen Klimaziele (NDCs). Um das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten, müssten die Pläne verschärft und konkretisiert werden. Auch die Finanzierung der Klimaschutzmaßnahmen und der Umbau zu erneuerbaren Energien werden diskutiert. In vielen Ländern gibt es darüber gesellschaftliche und politische Diskussionen. In diesem Spannungsfeld bewegen sich Institutionen, die sich mit Umwelt- und Klimaschutzprojekten beschäftigen. Sie sind häufig von langwierigen politischen Entscheidungen und öffentlichen Geldern abhängig. Und sie müssen dazu noch mit ganz praktischen Problemen umgehen. Dabei zeigen sich die Folgen der Klimaveränderung gerade in diesem Jahr deutlich. Welche Entscheidungen braucht es, um die Auswirkungen zu beherrschen? Wo und wie schnell müssen sie getroffen werden? Wie weit klaffen Debatten und Ergebnisse auseinander? Darüber spricht in der Dokumentation auch Bundesumweltminister Carsten Schneider und eine der bekanntesten Klimadiplomatinnen, Jennifer Morgan. Als positives Gegenbeispiel zu den oft schwierigen Klimaverhandlungen wird häufig das Ozonloch genannt. In den 1980er-Jahren stellten Wissenschaftler fest, dass Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) die Ozonschicht zerstören. Die Staatengemeinschaft reagierte überraschend schnell: Mit dem Montrealer Protokoll von 1987 verpflichteten sich nahezu alle Länder der Welt, diese Stoffe schrittweise zu verbieten. Heute gilt das Abkommen als eine der erfolgreichsten internationalen Umweltvereinbarungen überhaupt. Autor Andreas Weise beschreibt die Situation der Wälder. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der CO2-Reduktion, da sie als gigantische Kohlenstoffspeicher dienen. Auf der Klimakonferenz 2025 in Brasilien stand der Regenwald im Fokus. Mit Hilfe eines Fonds (TFFF) sollen Länder belohnt werden, die ihren tropischen Regenwald bewahren. Noch ist die Finanzierung nicht gesichert. Ob das von Brasilien und Norwegen gewünschte Anschubkapital von 10 Milliarden Dollar bis Ende 2026 erreicht wird, ist fraglich. Die Dokumentation führt auch nach Mexiko. Dort will ein Zementhersteller tonnenweise CO2 einsparen. Unterstützt wird er dabei von einem KI-Start-up aus Berlin. Mit Hilfe deutscher Computerexperten sollen Industrieprozesse in Lateinamerika klimafreundlicher werden. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 13.11.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 15.11.2026 ZDF

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