Folge 332

  • Unguilty Pleasure: Schlauer Wohnen

    Folge 332 (45 Min.)
    Unsere Wohnungen sollen schön, praktisch und gemütlich sein. Doch statt ständig mehr zu kaufen, lohnt ein neuer Blick auf das, was längst da ist – und überraschend viel Potenzial hat. Clevere Raumlösungen schaffen oder Möbel aufarbeiten, Gegenstände teilen statt neu anzuschaffen: Mit kreativen Ideen entstehen aus alten Lieblingsstücken individuelle Lösungen. Das verlängert ihre Nutzungsdauer, spart Ressourcen und entlastet den Geldbeutel. 57 Quadratmeter, zwei Erwachsene, ein Kleinkind – und der Wunsch nach etwas mehr Platz: Laura und Konstantin leben mit ihrer zweijährigen Tochter in einem Berliner Altbau. Eine größere bezahlbare Wohnung ist nicht in Sicht. Deshalb muss jetzt eine andere Lösung her – auch weil die drei sich in ihrem Kiez sonst wohlfühlen. Die junge Familie macht sich auf die Suche nach einer Idee, wie aus ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung ein Zuhause werden kann, das mitwächst. Unterstützung bekommen sie von Architekt Van Bo Le-Mentzel. Der Berliner gilt als Vordenker für kluges Wohnen auf kleinem Raum. Er selbst lebt mit seiner Frau und drei Kindern auf 90 Quadratmetern. Mit seinem Wohnungsbau-Unternehmen „Gemeinwohlbau“ entwickelt der 49-jährige neue Modelle für
    gemeinschaftliches und bezahlbares Wohnen. Laura und Konstantin schlägt er vor, mit einem selbst gebauten Raumteiler neue Rückzugsräume zu schaffen. Einziges Manko: Die beiden bringen wenig handwerkliche Vorerfahrung mit. Gelingt der Plan, die kleine Wohnung im DIY-Projekt familientauglich umzubauen? Für Kim Kaldasch beginnt die Suche dort, wo andere aussortieren. Für ihren Vintage-Shop „Schönes Ding“ in Haan sucht sie nach Möbeln aus den 60er-Jahren, die sie dann mit ihrem Team in liebevoller Handarbeit wiederaufarbeitet. So wird aus dem vermeintlichen Sperrmüll ein Möbelstück mit Geschichte, das nochmal 60 Jahre hält – ein Gegenentwurf zur Wegwerfgesellschaft. Warum etwas kaufen, das man nur wenige Male im Jahr benutzt? Genau diese Frage stellte sich auch Najine Ameli. Erst schrieb sie eine Doktorarbeit über „Bibliotheken der Dinge“, dann gründete sie in Bochum selbst eine. In der „bib der dinge“ können Mitglieder für 100 Euro Jahresbeitrag fast alles ausleihen: von Bohrmaschine über Schokobrunnen und Kindersitz bis hin zu Nähmaschine und Fitnessgeräten. Ihr Antrieb: Neuanschaffungen vermeiden, stattdessen mehr gemeinsam nutzen statt besitzen – das spart Geld, Platz und Rohstoffe. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 27.09.2026 ZDF

Sendetermine

So. 27.09.2026
15:30–16:15
15:30–
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