phoenix persönlich Folge 307: Giovanni di Lorenzo (Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT)
Folge 307
Giovanni di Lorenzo (Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT)
Folge 307
„Die Menschen wissen, dass sich etwas verändern muss“ – Giovanni di Lorenzo zu Gast bei „phoenix persönlich“. Deutschland steht vor wichtigen Reformentscheidungen. Doch gelingt es Politik und Parteien, die drängenden Herausforderungen des Landes entschlossen anzugehen? Darüber spricht Theo Koll in der Sendung „phoenix persönlich“ mit dem Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT, Giovanni di Lorenzo. Mit Blick auf die aktuelle politische Lage warnt di Lorenzo vor einem Vertrauensverlust in die Handlungsfähigkeit der demokratischen Mitte: „Das Fatalste, was wir in der Politik jetzt erleben können, ist der sich immer weiter verbreitende Eindruck, dass die Parteien der Mitte ( …) nicht in der Lage sind, die
brennenden Probleme des Landes nicht nur nicht zu lösen, sondern anzupacken.“ Zugleich sieht er die Notwendigkeit grundlegender Reformen: „Die Menschen wissen, dass sich etwas verändern muss.
Sie wollen nur das Gefühl dafür haben, dass die Veränderungen Hand und Fuß haben.“ Entscheidend seien dabei Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die politischen Akteure. Trotz aller Krisen plädiert di Lorenzo für Zuversicht statt Resignation: „Zuversicht gründet ja darauf, dass man schon erfahren hat, dass sich Dinge auch verändern können – auch zum Guten.“ Giovanni di Lorenzo ist seit 2004 Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT. Seit 1989 moderiert er die Talkshow „3nach9“. Außerdem ist er Autor mehrerer Bücher. (Text: Phoenix)