WM-Quotenrekord: 17 Millionen Zuschauer für Deutschland gegen Spanien

    „Tatort“-Wiederholungen schlagen sich wacker, „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ punktet am Nachmittag

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 28.11.2022, 10:49 Uhr

    WM-Quotenrekord: 17 Millionen Zuschauer für Deutschland gegen Spanien – "Tatort"-Wiederholungen schlagen sich wacker, "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" punktet am Nachmittag – Bild: ZDF/Brand New Media

    Nachdem die Quoten während der ersten Woche der kontroversen Fußball-WM aus Katar deutlich hinter den Zahlen früherer Weltmeisterschaften blieben, ging es am gestrigen Sonntagabend beim zweiten Deutschland-Vorrundenspiel erstmals deutlich nach oben: 17,05 Millionen Menschen verfolgten ab 20 Uhr im ZDF die Partie zwischen Deutschland und Spanien, was einem überragenden Marktanteil von 49,3 Prozent entsprach. Es handelte sich in diesem Jahr um das erste Spiel der Fußball-WM, das es in Deutschland auf mehr als zehn Millionen Zuschauer brachte. Auch in der jungen Zielgruppe siegte König Fußball mit weit überdurchschnittlichen Werten: 5,96 Millionen 14- bis 49-Jährige sorgten für starke 58,8 Prozent.

    Von den Quoten profitierte auch das Rahmenprogramm. So kam das „heute journal“ in der Halbzeitpause auf 15,33 Millionen Zuschauer bei 44,1 Prozent. Die Nachberichterstattung im Anschluss an das Spiel sahen immerhin noch 7,17 Millionen Menschen bei 29,1 Prozent. Der WM-Boykott scheint also nicht mehr ganz so stark ausgeprägt zu sein, dennoch bleibt festzuhalten: Die überragenden Werte der Weltmeisterschaft 2018 werden längst nicht erreicht, als selbst deutsche Vorrundenspiele Marktanteile zwischen 85 und 90 Prozent erzielten. Die weiteren WM-Partien des gestrigen Sonntags waren auch deutlich weniger gefragt. So sahen den Sieg Costa Ricas über Japan ab 11 Uhr 2,36 Millionen Zuschauer bei 20,8 Prozent (22,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen), Belgien gegen Marokko verfolgten ab 14 Uhr 3,71 Millionen Menschen bei 26,2 Prozent (28,0 Prozent 14–49-J.) und Kroatien gegen Kanada ab 17 Uhr 4,95 Millionen Menschen bei 24,8 Prozent (28,9 Prozent 14–49.J.).

    Stärkster WM-Verfolger war der „Tatort“ im Ersten, der es selbst mit einer Wiederholung aus dem Jahr 2015 auf eine Reichweite von 5,08 Millionen und einen Gesamtmarktanteil von 14,5 Prozent brachte. Beim jungen Publikum waren allerdings nur verhältnismäßig überschaubare 8,4 Prozent für die Episode „Erkläre Chimäre“ drin. Direkt im Anschluss legte die ARD mit einer weiteren „Tatort“-Konserve nach. Für den Fall „Du allein“ aus dem Jahr 2020 blieben um 21:45 Uhr noch 3,32 Millionen bei 13,6 Prozent dran. Bereits am Nachmittag eröffnete die erste von noch zahlreichen kommenden Ausstrahlungen von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ die Adventszeit. Der Märchenklassiker aus dem Jahr 1973 brachte es um 15:35 Uhr auf 2,05 Millionen Zuschauer bei 13,0 Prozent – davon waren 500.000 aus der jungen Zielgruppe, wo sogar 13,3 Prozent erreicht wurden.

    Wenig zu holen gab es am Sonntagabend für die großen Privatsender. Sportlich ging es auch auf ProSieben zu, allerdings blieb „ran Football: NFL“ mit der Partie zwischen den Cincinnati Bengals und den Tennessee Titans eine Nischensendung. 540.000 Zuschauer wurden erreicht, davon 290.000 14- bis 49-Jährige, die für 4,7 Prozent sorgten. Sat.1 blieb um 20:15 Uhr mit der romantischen Komödie „Manhattan Queen“ bei 690.000 Zuschauern sowie 2,8 Prozent Marktanteil in der jungen Zielgruppe hängen. „Promi Big Brother“ konnte sich anschließend auf 1,18 Millionen Zuschauer steigern – der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen betrug solide 8,0 Prozent. RTL schickte den Sci-Fi-Film „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ ins Rennen und brachte es damit auf 1,23 Millionen Zuschauer sowie 4,4 Prozent beim jungen Publikum.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1979) am

      Das ein Spiel das um 20 Uhr läuft an nem Sonntag mehr Quoten hat als ein Spiel an einem Mittwoch um 14 Uhr wundert doch jetzt bitte keinen oder ?

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