Upfronts: Neue Staffeln für „Sullivan’s Crossing“, „Shoresy“, „Heated Rivalry“ und mehr
Upfronts: Neue Staffeln für „Sullivan’s Crossing“, „Shoresy“, „Heated Rivalry“ und mehr
Crave bestellt Neuauflage von Hunde-Drama „Der Vagabund“, Bärenbändiger-Comedy und Meerjungfauen-Dramedy
Bernd Krannich – 11.06.2026, 15:15 Uhr (erstmals veröffentlicht am 08.06.2026)
Demnächst bei CTV und Crave: „Shoresy“, „Sullivan’s Crossing“ und „Anna Pigeon“
Bild: Crave
Das kanadische Medienkonglomerat Bell Media hat seine Programmpläne für die Season 2026/27 konkretisiert. Zu dem Unternehmen gehören unter anderem der Sender CTV (Heimat von „Sullivan’s Crossing“) und das Streamingangebot Crave (Heimat des internationalen Hits „Heated Rivalry“).
Zu den größten Neuigkeiten gehört, neben der Verlängerung von „Sullivan’s Crossing“ für eine fünfte Staffel, die Bestellung der Serie „Thunder Point“: Wie „Sullivan’s Crossing“ und der Netflix-Erfolg „Virgin River“ basiert das Format auf einer Romanvorlage von Robyn Carr. In der neuen Serie wird der unstete Ex-Army-Hubschauberpilot Hank Cooper in der namensgebenden, malerischen Kleinstadt an der Küste Oregons heimisch. Ein Cast ist noch nicht bekannt, die erste Staffel soll zehn Folgen umfassen.
Frisch angekündigt wurde für Crave eine Neuauflage der Serie „Der Vagabund“ unter dem Originaltitel „The Littlest Hobo“: Basierend auf einem Spielfilm aus dem Jahr 1958 und der in Kanada populären Serie, die zwischen 1979 und 1985 mit mehr als 100 Folgen produziert wurde, steht ein durch das Land streunender Deutscher Schäferhund im Zentrum, der den Bewohnern hilft und dann weiterzieht. In Deutschland liefen davon lediglich 13 ausgewählte Episoden im ZDF; hierzulande ist ein ähnliches Setup um eine Promenadenmischung als „Boomer, der Streuner“ trotz nur 24 hergestellter Folgen populärer gewesen. Ebenfalls bemerkenswert: Hinter der Neuauflage stehen mit Seth Rogen und Evan Goldberg zwei Produzenten, die eher für derbere Serienware wie „Preacher“ und „The Boys“ bekannt sind. Da das Produktionsstudio Lionsgate involviert ist, kann man davon ausgehen, dass „The Littlest Hobo“ es auf den Internationalen Markt schaffen wird.
Verlängerungen
Neben der Bestellung der fünften Staffel für „Sullivan’s Crossing“ wurde noch die Verlängerung der Comedyserie „Shoresy“ für eine sechste Staffel bestätigt – hierzulande ist die Serie mit bisher drei Staffeln im Angebot von Netflix vertreten. Auch die Comedyserie „The Office Movers“ (hierzulande noch nicht erscheinen) wurde für eine dritte Staffel verlängert und „Acting Good“ für Staffel 5. Die Animationscomedy „Super Team Canada“ um die letzten fünf überlebenden Superhelden der Welt wird in eine zweite Staffel gehen.
Dass „Heated Rivalry“ (hierzulande bei HBO Max) eine zweite Staffel erhält, stand schon länger fest.
Die weiteren Neubestellungen
Jared Keeso, der bei Crave die später auch international erfolgreichen Comedyserien „Letterkenny“ und eben „Shoresy“ unterbringen konnte, bringt eine weitere, zunächst sechsteilige Comedyserie an den Start: In „Cats in the Plateau“ geht es um zwei Müllwerker aus Montréal, die es satt sind, in der sozialen und finanziellen Hackordnung ganz unten zu stehen – und daher eine Gang gründen.
„Bulges“: Mark-Paul Gosselaar führt den Cast der achtteiligen Comedyserie an, die sich um die ausschließlich männlichen Angestellten des namensgebenden Restaurants auf der kanadischen Seite der Niagarafälle dreht. Das hat seinen Namen daher, dass das Personal hier in knappen Uniformen aufläuft, um auch mit markanten „Ausbeulungen“ die weibliche Kundschaft bei Laune zu halten. In der Comedyserie geht es daneben um Alltagssorgen, Freundschaft, Liebesprobleme sowie die Rivalität mit einem anderen Restaurant in der Stadt.
„Golden Mile“: In dieser sechsteiligen Comedyserie versuchen drei Millennials, die als Sicherheitspersonal in einer verlassenen Mal arbeiten, den Verkauf dieser Immobilie zu verhindern: Sie fürchten den Verlust ihrer kleinen Gemeinschaft, wenn das Gebäude eingerissen würde und an seiner Stelle teure Wohnungen gebaut würden. Ein Cast ist noch nicht bekannt, die erste Staffel umfasst sechs Folgen.
„The Hidden Keys“: Ein nobler Dieb und eine reiche Drogensüchtige lernen sich kennen und werden über ein ungewöhnliches Abenteuer Freunde: Der Vater der Drogensüchtigen, ein Milliardär, hatte ihr zwar theoretisch sein Vermögen hinterlassen – aber auf dem Weg, um ihr Erbe anzutreten, muss sie eine Schnitzeljagd ablegen und zahlreiche Rätsel lösen. Hierzu nimmt sie ihren neuen Freund unter Vertrag. Die achtteilige Dramaserie hat bisher noch keinen Cast.
„I Can’t Save You“: When life throws punches, write punchlines. Eine mit dem Alltagsleben ringende, alleinerziehende Mutter stolpert in einen Comedy-Club und findet beim Stand-up einen neuen Lebenssinn. Eine Besetzung für die achtteilige Comedyserie ist noch nicht bestätigt.
„I Kill the Bear“: Diese sechsteilige Comedyserie mit Jared Keeso und Kristin Kreuk war schon zuvor angekündigt. Im Zentrum steht eine Familie mit langer Tradition, die seit 100 Jahren Bären für die Filmindustrie trainiert hat – nun haben die Familienmitglieder beschlossen, dass das Geschäft nach dem nächsten Film aufgegeben wird.
„Meatballs“: Die neue, achtteilige Comedyserie ist ein modernisiertes Remake des kanadischen Kultfilms aus dem Jahr 1979 mit dem gleichen Originaltitel, der hierzulande als „Babyspeck und Fleischklößchen“ veröffentlicht wurde. Es geht um ein heruntergekommenes Sommer-Camp, wo die 30 mittlerweile älter werdenden Betreuer ebenso zaghafte Schritte zum Erwachsenwerden nehmen wie die 200 Jugendlichen, die in diesem Jahr hier die Sommerwochen verbringen. Robbie GK (auch „Heated Rivalry“) übernimmt eine zentrale Hauptrolle, der restliche Cast wurde noch nicht bestätigt.
„Salty“: In dieser Buddy-Comedy kommen Callie und Serena, zwei Millennials, auf der Suche nach Liebe in eine kleine kanadische Stadt an der Atlantikküste. Das Besondere: Die beiden sind „Meerjungfrauen“. Ein Cast für die achtteilige Auftaktstaffel wurde noch nicht verkündet.
„Seoul Palace“: Angelehnt an reale Ereignisse um die Konzerthalle Lee’s Palace erzählt die Dramaserie in sechs Episoden die Geschichte von Lee Sang-Bin, einem in kanadischen Exil lebenden Koreaner in den frühen 1970er Jahren. Als er die Leitung des ersten koreanischen Nachtclubs von Toronto übertragen bekommt, kann er seine Chance ergreifen, Fehler der Vergangenheit auszubessern und erneut Popularität zu erlangen.
„Sigil“: In der Fantasy- und Horror-Serie verbinden die Serienschöpfer Devery Jacobs und Chris Lavis Live-Action und Animation, um ein erstaunliches und berauschendes Spektakel zu schaffen.
„Slo Pitch“: In dieser zehteiligen Mockumentary steht das Slo Pitch-Team (eine stark „entschärfte“ Hobby-Version von Baseball) von Coach Joanne (Jess Salgueiro) im Zentrum, wo der Spaß am Biertrinken größer ist als der an sportlicher Betätigung. Obwohl das LGTBQ+-freundliche Team The Public Lass Brovaries in den vergangenen sechs Spielzeiten total abgelost hatte, will Coach Joanne richtig Dampf machen – auch, weil ihre Ex-Freundin und Team-Co-Gründerin sie brutal verlassen hat und nun für ein Konkurrenzteam spielt. Joanne muss sich mit der schlechten sportlichen Leistung ihres liebenswerten Teams auseinandersetzen, potentiellen Sponsoren (die aber sehr konservativ sind), Versuchen, durch eine sexy Car-Wash-Aktion Geld zu sammeln – und natürlich damit, wie sie die Trennung von ihrer Ex als „Gewinnerin“ hinter sich bringt. Elliot Page fungiert mit seiner Produktionsfirma Pageboy Productions als Produzent.