„True Blood“: HBO arbeitet an Reboot durch „Chilling Adventures of Sabrina“-Schöpfer

    Roberto Aguirre-Sacasa soll altem Ausnahmeerfolg neues Leben einhauchen

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 10.12.2020, 10:24 Uhr

    „True Blood“ – Bild: HBO
    „True Blood“

    Es ist schwierig, Vampire zu töten. Noch schwieriger scheint es, Vampir-Serien zu Grabe zu tragen: „True Blood“ etwa erweist sich gerade als „untot“. HBO lässt eine Neuauflage seines einstigen Serienerfolgs entwickeln – und wie TVLine meldet, laufen diese Bemühungen schon über ein Jahr. Designierte Autoren der Neuauflage sollen „Riverdale“- und „Chilling Adventures of Sabrina“-Schöpfer Roberto Aguirre-Sacasa und „NOS4A2“-Schöpferin Jami O’Brien sein.

    Für HBO war die Serie, die zwischen 2008 und 2014 lief, einer der herausragenden Erfolge der Sendergeschichte. Die Erzählung um Vampire und die mysteriöse Kellnerin Sookie Stackhouse (Anna Paquin) brachte seinerzeit diverse Senderrekorde und übernahm die Fackel als Aushängeschild bei HBO nach dem Ende von „Die Sopranos“ (2007) und vor dem Start von „Game of Thrones“ im Jahr 2011.

    Die Serie „True Blood“ basiert dabei lose auf den „The Southern Vampire Mysteries“-Romanen der Autorin Charlaine Harris – die erzählen die Geschichte einer alternativen Welt alleine aus den Augen von Protagonistin Sookie; viele Nebenhandlungen und Entwicklungen der Welt wurden dann in der Serie dazugedichtet.

    In der Serie sind die Vampire nach der Erfindung von True Blood aus den Schatten getreten: Dieses „künstliche Blut“ kann ihre Ernährungsbedürfnisse auch ohne Mord an Menschen befriedigen. Und so haben die Anführer der Vampire beschlossen, das Leben ihrer Spezies als nächtliche Räuber zu beenden und ihresgleichen stattdessen eine Existenz unter den Menschen zu verordnen. Nicht alle der teils Jahrhunderte oder über tausend Jahre alten Geschöpfe sind allerdings bereit, ihr Raubtierleben aufzugeben. Und unter den nun informierten Menschen herrscht in dieser Welt eine gespannte bis feindselige Vorsicht.

    Neben Vampiren gibt es in dieser Welt auch Werwölfe, Magie und Formwandler. Und die in jungen Jahren verwaiste Kellnerin Sookie, die nicht weiß, warum sie telepathisch begabt ist. Sie arbeitet in einem kleinen Nest in Louisiana und ist fasziniert, als dort mit dem in der Zeit des Bürgerkrieges geborenen Bill Compton zum ersten Mal ein Vampir auftaucht und True Blood bestellt – denn Bill ist gleichzeitig das erste Wesen, dessen Gedanken sie nicht lesen kann.

    In der Serie steht Sookie dank ihrer mysteriösen Abstammung und Fähigkeiten immer wieder im Zentrum der Geschehnisse um Vampire in Nordamerika und zudem auch im Zentrum diverser Liebesgeschichten.

    Langjährige Hauptrollen in der Serie, die seinerzeit von Alan Ball entwickelt wurde, hatten neben Paquin auch Stephen Moyer, Sam Trammell, Ryan Kwanten, Rutina Wesley, Chris Bauer, Jim Parrack, Carrie Preston, Alexander Skarsgård und der mittlerweile verstorbene Nelsan Ellis.

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