„The Family“: Kurzlebiges US-Mysterydrama feiert verspätete Deutschlandpremiere

    Totgeglaubter Sohn taucht nach zehn Jahren plötzlich wieder auf

    Glenn Riedmeier – 07.01.2021, 16:47 Uhr

    „The Family“

    Im Frühjahr 2016 hat der US-Sender ABC das Mystery-Drama „The Family“ an den Start geschickt. Erfolgreich war es allerdings nicht, so dass es schon nach einer zwölfteiligen ersten Staffel wieder beendet wurde. Wer sich dennoch ein Bild davon machen möchte, erhält nun die Gelegenheit dazu: Denn fast fünf Jahre nach der US-Ausstrahlung kommt die Serie nun erstmals auch nach Deutschland. Der Streamingdienst TVNOW wird die komplette Staffel am 1. Februar in sein Angebot aufnehmen.

    Im Zentrum steht die Politikerfamilie Warren um Matriarchin Claire (Joan Allen). Auf einmal kehrt Adam (Liam James), der entführte und totgeglaubte jüngste Sohn der Familie, nach über einem Jahrzehnt zurück. Seine Eltern und seine Geschwister können es nicht fassen und in der kleinen Gemeinde, aus der er stammt, sorgt seine Rückkehr für eine regelrechte Schockwelle. Neue Fragen über den Tathergang treten auf, die Nerven in der sich im Wahlkampf befindlichen Familie liegen blank.

    Der Nachbar etwa, der für den vermeintlichen Mord verurteilt wurde (Andrew McCarthy), wird entlastet und aus der Haft entlassen, während der damals ermittelnde Polizist seine Handlungen, Schlussfolgerungen und Ergebnisse auf Fehler untersuchen muss. Auf der anderen Seite gibt es Zweifel, ob der Zurückgekehrte wirklich der ist, der zu sein er vorgibt.

    Serienschöpferin ist Jenna Bans, die zuvor bereits Drehbücher für „Grey’s Anatomy“ und „Scandal“ geschrieben hatte. Unser Kritiker Gian-Philip Andreas kam zu dem Schluss: Fürs bloße Dranbleiben reicht es. Nur originell ist hier eben nichts. (zum Review) Das sahen wohl auch die US-Zuschauer ähnlich, weshalb die Serie nach einem noch vielversprechenden Start mit einer Reichweite von 5,7 Millionen rasch auf unter drei Millionen Zuschauer fiel.

    Trailer zur Serie (englisch)

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