„The Endgame“: Zügiger Deutschlandstart für Verschwörungsthriller mit Morena Baccarin

    Undurchsichtige Unterwelt-Königin in Katz-und-Maus-Spiel mit FBI-Agentin

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 21.04.2022, 09:10 Uhr

    Gegenspielerinnen in „The Endgame“: Elena Federova (Morena Baccarin, l.) und FBI-Agentin Val Turner (Ryan Michelle Bathe) – Bild: NBC/Universal TV
    Gegenspielerinnen in „The Endgame“: Elena Federova (Morena Baccarin, l.) und FBI-Agentin Val Turner (Ryan Michelle Bathe)

    Vor kurzem erst in den USA gestartet, hat die actionreiche Verschwörungsserie „The Endgame“ nun auch bereits einen Termin für die Deutschlandpremiere: Ab dem 29. Mai zeigt Sky One das Format mit Morena Baccarin als mysteriöse Unterweltgröße auf einem Feldzug gegen das korrupte US-Establishment. Immer sonntags ab 20:15 Uhr gibt es Doppelfolgen aus der zehnteiligen Auftaktstaffel.

    „The Endgame“ ist in den USA beim Sender NBC am 21. Februar an den Start gegangen. Mit der Serie wollte der Sender augenscheinlich an den Erfolg seiner Serie „The Blacklist“ anknüpfen – diese Serie kauft man aber bei Sony Pictures TV ein, „The Endgame“ produziert Schwesterstudio Universal TV selbst. In beiden Serien steht ein kriminelles Mastermind im Zentrum, das einen unbedarften US-Bundesagenten mit in sein Spiel zieht. Zum Zeitpunkt des Deutschlandstarts von „The Endgame“ wird sich in den USA bei NBCs Upfronts bereits entschieden haben, ob es mit einer zweiten Staffel weitergeht – aktuell sprechen die Einschaltquoten bei NBC am Montagabend nicht gerade dafür.

    Als die US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörden die frisch ins Netz gegangene Schwerkriminelle Elena Federova (Baccarin) in eine black site bei New York City schleppen, glauben sie, eine Waffenhändlerin und Söldnerführerin geschnappt zu haben. Doch schnell wird den Zuschauern klar, dass Federova nie die Kontrolle verloren hat: Als selbsternannte Königin hält sie nun in ihrem Gefängnis Hof, während draußen – eingeleitet durch eine Reihe von gleichzeitigen Banküberfällen in New York City – ihr Endgame abläuft.

    Dabei instrumentalisiert Federova die FBI-Agentin Val Turner (Ryan Michelle Bathe), die durch ein großes Opfer bewiesen hatte, dass ihr Wahrheitsliebe über alles geht: Als Val bei Ermittlungen darüber stolperte, dass ihr eigener, ebenfalls als Bundesagent angestellter Ehemann Owen (Kamal Angelo Bolden) korrupt sei, meldete sie dies ihren Vorgesetzten. Statt Lob erntete Val dafür aber einen Platz auf dem Abstellgleis: Niemand wollte glauben, dass Val an seiner Korruption wirklich unbeteiligt war. Vielmehr vermutet etwa Vals Vorgesetzter Doak (Noah Bean), dass die Turners das Beste aus der Situation gemacht haben, als Owen überraschend und mit belastenden Aussagen gegen sich in Überwachungsaufnahmen auftauchte – er nahm die Schuld auf sich, sie blieb frei.

    So oder so: Federova ist eine Frau mit einer Mission. Und ihre Gefolgsleute sind nicht bloße Söldner, sondern eine Privatarmee, die ihr aus Überzeugung folgt. Vordergründig richtet sich ihr Kampf gegen Korruption in höchsten Stellen – für deren Vorhandensein in New York und Washington, D.C. sie zahllose Beweise gesammelt hat, denen sich auch Turner nicht verschließen kann. Doch was ist ihr wahres Endspiel? Gerechtigkeit oder persönliche Rache, die mit dem Tod ihrer „Adoptivfamilie“ zusammenhängt, bei der das verwaiste brasilianische Mädchen einst in der Ukraine aufgewachsen war? Klar ist, dass Federova ein strategisches Genie ist und die meisten Züge ihrer Gegner schon vor ihrer „Gefangennahme“ vorausgesehen hat, so dass jeder Schritt von Turner und dem FBI Federovas Plänen in die Hände spielt.

    Weitere Rollen haben: Costa Ronin als Elenas verstorbener Ehemann Sergey Vodianov, Jordan Johnson-Hinds als Vals Untergebener, FBI-Agent Anthony Flowers, und Mark D. Espinoza als FBI Director Rogelio Réal.

    Action-Spezialist Justin Lin („Fast & Furious Five“, auch Serienpiloten zu „Scorpion“, „S.W.A.T.“ und „Magnum P.I.“) inszenierte den Serienauftakt, Jake Coburn und Nicholas Wootton entwickelten das Format.

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