„Supernatural“-Regisseur Kim Manners gestorben

    52 Episoden „Akte X“ und 30 Jahre hinter der Kamera

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 28.01.2009

    "Supernatural"-Regisseur Kim Manners gestorben – 52 Episoden "Akte X" und 30 Jahre hinter der Kamera

    Es ist ein trauriger Tag für alle Fans von Mulder, Scully und den Winchester-Brüdern. Kim Manners, der Regisseur, der mit seinem wunderbar düsteren Stil sowohl „Akte X“ als auch „Supernatural“ visuell prägte wie wohl niemand sonst, ist am vergangenen Sonntag überraschend im Alter von 58 Jahren verstorben. Er litt an Lungenkrebs.

    Kim Manners wurde 1950 in eine Showbiz-Familie hineingeboren. Sein Vater Sam Manners arbeitete bereits für Fernsehserien wie The Wild Wild West“ und „Route 66“. Kim Manners trat dann ab Ende der 70er Jahre in seine Fußstapfen. Als Production Manager arbeitete er zunächst bei „Drei Engel für Charlie“ und gab dort auch wenig später sein Regiedebüt. Danach folgten unter anderem Episoden von „Star Trek – The Next Generation“, „Die Abenteuer des Brisco County Jr.“, „Hunter“, „21 Jump Street“ und dem 80er Jahre Remake von „Mission: Impossible“.

    Dem größten Publikum ist Manners vermutlich für seine Arbeit an „Akte X“ bekannt. 1994 inszenierte er mit „Satan“ erstmals eine Episode der Kultserie, 51 weitere sollten in den nächsten sieben Jahren folgen. In dieser Zeit stieg Manners nicht nur zum Ausführenden Produzenten auf, sondern inszenierte einige der bekanntesten und auch kontroversesten Episoden: „Blutschande“, „Krieg der Koprophagen“, „Häutungen“ und das Serien-Finale „Die Wahrheit“ sind nur ein paar Beispiele.

    Nach dem Ende von „Akte X“ befand sich Manners eigentlich bereits im Ruhestand, doch er ließ sich für ein neues Format begeistern. „Supernatural“-Erfinder Eric Kripke holte ihn an Bord um erneut den düsteren Abenteuern eines phänomenalen Duos seinen Stempel aufzudrücken: denen von Sam und Dean Wichester. Manners inszenierte viele der bedeutendsten Episoden von „Supernatural“, vor allem auch sämtliche Staffel-Premieren und -Finale. Die letzte Episode, die er fertigstellen konnte war „Metamorphosis“, die am 9. Oktober in den USA ausgestrahlt wurde.

    Eric Kripke veröffentlichte am heutigen Dienstag das folgende Statement: „Alle von uns bei ‚Supernatural‘ laufen wie in Trance herum, sind geschockt und erschüttert. Kim war ein brillanter Regisseur; doch mehr als das, er war ein Mentor und Freund. Er war einer der Patriarchen der Familie und wir vermissen ihn furchtbar. Er gab ‚Supernatural‘ so viel und alles was wir von nun an in der Serie tun wird jetzt und für immer geschehen um die Erinnerung an ihn aufrecht zu erhalten.“

    Auch Frank Spotnitz, Ausführender Produzent von „Akte X“ erinnert sich an seinen Freund: „Kim hatte eine wahnsinnige Intensität, die jeden inspirierte – Autoren, Produzenten, Schauspieler und die Crew. ‚Tretet ihm in den A….‘ sagte er zu uns. Und ‚Ich liebe euch‘, und er meinte es wirklich. Kim hatte so viel Lebensenergie, es ist schwer für mich zu glauben und zu akzeptieren, dass es ihn nicht mehr gibt.“

    Auch nach Kim Manners’ Tod wird seine Familie weiter hinter den Kulissen das Geschehen bei Fernsehserien mitbestimmen. Seine Schwester Tana Manners arbeitete lange Zeit für ihn als Regieassistentin und sein Bruder Kelly arbeitet momentan als Produzent bei der neuen FOX-Serie „Dollhouse“.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      Das ist schade, ich habe seine Arbeit wirklich gern gesehen!

      Na dann, ruhe in Frieden!

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