Schauspielerin Kelly Preston mit 57 Jahren gestorben

    „Jerry Maguire“-Darstellerin und John-Travolta-Ehefrau erlag Krebsleiden

    Bernd Krannich – 13.07.2020, 10:49 Uhr

    Kelly Preston im Film „Jerry Maguire“

    Hollywood-Darstellerin Kelly Preston ist im Alter von 57 Jahren verstorben. Das bestätigte ihr Ehemann John Travolta. Demnach hatte Preston zuvor längere Zeit mit einer Brustkrebserkrankung gerungen. Filmfans kennen Preston vor allem aus dem mehrfach Oscar-nominierten Film „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“ von Cameron Crowe.

    Darin spielte Preston an der Seite von Tom Cruise die oberflächliche, anfängliche Lebensgefährtin des Titelcharakters, die ihn nach seinem beruflichen Rückschlag hängen lässt. In den USA ist Prestons Rolle neben Kevin Costner in „Aus Liebe zum Spiel“ bekannt, einem Baseballer-Drama. Zudem war die Darstellerin neben Ehemann Travolta im Film-Flop „Battlefield Earth – Kampf um die Erde“ nach L. Ron Hubbard zu sehen und spielte die zentrale Rolle im Musikvideo zum Maroon-5-Hit „She Will Be Loved“, das im Jahr 2004 enorm populär war.

    Preston wurde als Kelly Kamalelehua Smith auf Hawaii in eine Familie mit multikulturellen Wurzeln aus Europa geboren. Nach dem frühen Tod ihres Vaters wurde sie vom zweiten Ehemann ihrer Mutter adoptiert, unter dessen Familiennamen sie als Kelly Palzis ihre Karriere begann. Mit 16 startete sie mit ersten Modelling-Jobs, ab Anfang 20 war sie regelmäßig in Schauspielrollen zu sehen. Ihren Durchbruch hatte sie nach einigen Serienrollen in den 1980ern schließlich 1988 mit der weiblichen Hauptrolle in der Filmkomödie „Twins – Zwillinge“ an der Seite von Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito.

    Zu der Zeit lernte Preston ihren späteren Ehemann John Travolta bei Dreharbeiten zu „Die Experten“ kennen. Mit ihm hatte Preston drei Kinder. Der 1992 geborene älteste Sohn entwickelte allerdings eine schwere Erkrankung mit epileptischen Anfällen und starb 2009 im Alter von 17 Jahren nach einem schweren Sturz.

    Mitte der 1990er Jahre war Prestons Karriere mit „Jerry Maguire“ und Parts in „Jack Frost“ und „Aus Liebe zum Spiel“ auf ihrem Höhepunkt, bevor „Battlefield Earth“ im Jahr 2000 zum Karriereknick führte. In den 2000ern trat Preston nach der Geburt ihres zweiten Kindes dann beruflich kürzer und nahm auch einige Serienrollen an, darunter in „Joey“, „fat actress“ und „Medium – Nichts bleibt verborgen“. Für Showtime stand sie 2008 im Serienpiloten „Suburban Shootout“ vor der Kamera, einem nicht in Serie geschickten US-Remake einer schrägen britischen Kult-Comedy. 2013 folgte ein weiterer, nicht in Serie gegangener Serienpilot bei ABC: „Keep Calm and Karey On“, in dem Preston die Titelrolle als Karey hatte. 2016 besuchte sie in einer wiederkehrenden Rolle als Privatermittlerin „CSI: Cyber“. Ihr letzter Film, das Mafia-Bio-Pic „The Life and Death of John Gotti“ mit Prestons Ehemann Travolta in der Titelrolle, wurde zum kritischen und kommerziellen Misserfolg.

    Aufgrund der Erfahrungen mit ihrem Erstgeborenen engagierte sich Kelly Preston für zahlreiche wohltätige Zwecke.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Das ist wirklich tragisch.

      Möge sie in Frieden ruhen.
      • (geb. 1966) am melden

        Diese Nachricht macht mich traurig. Wieder einmal muss ein mitten im Leben stehender Mensch und wieder einmal eine Mutter eines minderjährigen Kindes viel zu früh gehen. Und wieder einmal ist Krebs der Killer.
        Ich frage mich wirklich wie man an einen gerechten Gott glauben kann, angesichts der vielen A...löcher die alt werden dürfen. Das wird sich mir nie erschließen.
        Ich fand es wirklich unglaublich, dass ein so bekannter Filmschauspieler so lange Zeit mit derselben Frau verheiratet war. Das ist in dieser Branche etwas Besonderes. Vielleicht auch weil Kelly Preston nie ganz so berühmt wurde und die beiden nicht im Popularitätswettkampf standen. Aber bestimmt war sie eine großartige Frau, die diesen Mann begeistern konnte. Und sie war angesichts ihrer eigenen Familiengeschichte bestimmt ein Familienmensch.
        Seit Jerry Maguire war ich ein bisschen in Kelly Preston verliebt. Für mich war sie eine der schönsten Frauen Hollywoods.
        In den letzten Jahren mussten zu viele Berühmtheiten in meinem Alter und jünger sterben. Das nimmt mich doch zunehmend mit.
        Ruhe in Frieden, liebe Kelly!
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        • (geb. 1979) am melden

          Eine Krankheit, die ich nicht einmal meinem größten Feind wünschen würde. Sehr traurig
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          • am melden

            Rest in peace, dear Kelly.
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              Das ist wirklich furchtbar :-(

              Snake
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                Sehr traurig. Der nächste schwere Schicksalsschlag für Travolta.
                • (geb. 1967) am melden

                  Deswegen war Sie auch kaum noch in Filmen zu dsehen....wegen ihrer Krebs Krankheit...mein Gott, was für eine so hübschr Frau!
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