RTL nimmt Produktion von „GZSZ“ und „Unter uns“ wieder auf

    „Alles was zählt“ muss nach Corona-Fall weiterhin pausieren

    Dennis Braun – 28.03.2020, 12:01 Uhr

    „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Unter uns“ gehen weiter, „Alles was zählt“ muss noch warten

    Überwiegend gute Nachrichten für Fans der RTL-Soaps: Nachdem die Produktion von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, „Unter uns“ und „Alles was zählt“ vor knapp einer Woche aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt werden musste (fernsehserien.de berichtete), setzt der Kölner Sender die Dreharbeiten der beiden erstgenannten Dailys nun wieder fort. „Alles was zählt“ muss hingegen weiterhin pausieren.

    Wie eine Sprecherin der Produktionsfirma UFA Serial Drama RTL.de gegenüber verriet, hatte es im Team eine bestätigte Corona-Infektion gegeben: Ein positiver Corona-Befund eines Komparsen, der einen Dreheinsatz in der letzten Woche hatte, so dass zum Schutz aller die Quarantänezeit berücksichtigt wird. Der Drehbetrieb solle somit noch eine weitere Woche pausieren, ehe Ensemble, Kameraleute, Regisseure und Co. zum Set zurückkehren können – sofern nichts dazwischenkommt.

    Die Zwangspause wurde indes bei allen drei Formaten genutzt, um die Drehbücher und Sets den Sicherheitsmaßnahmen zur Risikominimierung weiter anzupassen. Die Verantwortlichen verweisen auf genaueste und strenge Hygienemaßnahmen, die so mit unseren Arbeitsschutzfachleuten im Einzelnen abgesprochen sind. So werden beispielsweise der Mindestabstand aller Personen durchgängig gewährt, die Verweildauer des Teams im Studio so gering wie möglich gehalten sowie Haarstyling und Make-up von den Schauspieler*innen selbst übernommen. Mitarbeitende aus Cast und Team, die zu Risikogruppen gehören, stellen die Produktionen darüber hinaus von der derzeitigen Arbeit am Set frei.

    Dank des Produktionsvorlaufs von acht bis zehn Wochen dürfte es somit für die Zuschauer auch keine Probleme beim Nachschub geben, weil noch einige fertig produzierte Folgen der Soaps zur Ausstrahlung vorliegen. RTL bestätigte bereits frühzeitig, dass das Jubiläum von „GZSZ“ auch wie geplant am 29. April mit der 7000. Folge gefeiert wird.

    Ebenfalls fortgesetzt werden können nach Informationen von DWDL die beiden RTL-Zwei-Formate „Berlin – Tag & Nacht“ und „Köln 50667“. Hier hat man mit weiteren Problemen zu kämpfen: Da die von Filmpool produzierten Serien viele Außendrehs beinhalten und an Locations wie Clubs produziert werden, diese jedoch inzwischen allesamt geschlossen wurden, ist eine Fortsetzung der Dreharbeiten vor Ort nicht möglich. Zudem gilt es natürlich auch, den empfohlenen Sicherheitsabstand einzuhalten – was sich bei Drehs in den WGs ebenfalls als schwierig darstellt. Daher entschied man sich nun dafür, vorerst komplett auf Außendrehs zu verzichten und weniger Darsteller als gewöhnlich in den einzelnen Szenen auftreten zu lassen. Man setze auf ein weitestgehend kontaktloses Drehen, bei dem kontinuierlich und tagesaktuell alle Prozesse neu hinterfragt werden.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Wurde auch Zeit.
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        Ohne mich jetzt allzusehr für eine der Serien zu interessieren: wie will man das machen in Zeiten von Corona? Wird Corona in die Handlung integriert (so richtig hört man das aus den oben beschriebenen Maßnahmen nicht heraus). Denn nur so ginge das überhaupt. Das sind Soaps, in denen geht es um Liebe, Freundschaft, Familie, wie will man da Mindestabstände einhalten? Soviel ich weiß, spielen da auch viele Szenen in Clubs oder Restaurants, da gibt es immer viele Menschen.

        Ich finde das ... nicht gut. Selbst wenn Maske und Frisur selbst selbst übernommen werden, es gibt Kameraleute, Ton, Regisseure, Statisten, Leute, die für die Requisiten zuständig sind und natürlich immer mindestens zwei Darsteller pro Szene.

        Warum lässt man diese Formate nicht pausieren? Davon dürfte die Welt nicht untergehen, aber wenn es dort zu einer Ansteckung kommt und das Folgen hat, an die keiner denken mag, wäre es schlimmer.

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