Quoten: Zweiter Teil von „Gotthard“ erfolgreich, aber Nachrichten gefragter

    ProSieben punktet bei den Jüngeren mit „Herr der Ringe“

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 22.12.2016, 09:38 Uhr

    „Gotthard“: Maxim Mehmet, Miriam Stein, Marie Bäumer und Pasquale Aleardi (v.l.n.r.) – Bild: ZDF/Marcus Gyger
    „Gotthard“: Maxim Mehmet, Miriam Stein, Marie Bäumer und Pasquale Aleardi (v.l.n.r.)

    Auch der zweite Teil des TV-Events „Gotthard“ bescherte dem ZDF am gestrigen Mittwochabend gute Quoten: Mit 4,51 Millionen Zuschauern und 13,8 Prozent beim Gesamtpublikum lief es nur wenig schwächer als noch vor zwei Tagen. Damit lag man zur besten Sendezeit auch vor allen anderen Sendern. Nur der Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen fiel mit 5,4 Prozent reichlich ernüchternd aus. Die anschließende Doku zum Film kam dann noch auf 4,19 Millionen Zuschauer und 13,5 Prozent bei allen. Das Erste setzte am Mittwoch ebenfalls auf Filmkost und lockte mit „Der weiße Äthiopier“ insgesamt 3,73 Millionen Zuschauer an, womit ordentliche 11,4 Prozent erzielt wurden. Bei den Jüngeren war man mit richtig guten 9,0 Prozent sogar deutlich erfolgreicher als die Mainzer Konkurrenz.

    Das Nachrichtenangebot wurde derweil auch am gestrigen Abend wieder verstärkt von den Zuschauern genutzt. Meistgesehene Sendung des Tages waren die „Tagesthemen“, die kurz nach 22:00 Uhr von 4,89 Millionen Menschen (17,2 Prozent) gesehen wurden. Der Marktanteil in der Zielgruppe fiel mit 12,4 Prozent ebenfalls deutlich höher aus als gewöhnlich. Das „heute journal“ musste sich kurz zuvor mit 3,07 Millionen Zuschauern und 11,4 Prozent beim Gesamtpublikum begnügen. Am Vorabend punkteten bereits die „Tagesschau“ mit 4,75 Millionen und „heute“ mit 4,65 Millionen Zuschauern.

    Die meisten Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren entschieden sich um 20:15 Uhr für ProSieben, das noch einmal „Herr der Ringe: Die Gefährten“ hervorkramte und 1,32 Millionen junge Zuschauer ansprach. Die erzielten 13,4 Prozent lagen recht deutlich über dem aktuellen Senderschnitt. Insgesamt hatten 1,99 Millionen Menschen eingeschaltet, die 7,1 Prozent entsprachen. Schwestersender Sat.1 musste dagegen deutlich kleinere Brötchen backen und kam zur Primetime mit „Santa Clause 3 – Eine frostige Bescherung“ nicht über äußerst mäßige 8,3 Prozent in der Zielgruppe hinaus, ehe die Reportage-Reihe „Mega! Hotels“ sogar nur desaströse 5,6 Prozent erreichte. Gerade mal 570.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 saßen zu diesem Zeitpunkt noch vor dem Fernseher. Bitterer Tiefpunkt war allerdings die „SAT.1 Reportage“ mit dem Thema „Auswandern um jeden Preis? Deutsche auf Gran Canaria“, die kurz vor 23:00 Uhr mit völlig indiskutablen 3,8 Prozent versagte.

    Doch auch RTL kann mit der Performance von „Spektakulär – Meine unglaubliche Geschichte“ nicht zufrieden sein. Mit insgesamt 2,43 Millionen Zuschauern und 11,2 Prozent bei den Jüngeren lief es reichlich unspektakulär, „stern TV“ fiel im Anschluss sogar auf 10,1 Prozent zurück. „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ stellte sich am Vorabend dafür mit 16,6 Prozent erneut als erfolgreichste Sendung bei den werberelevanten Zusehern heraus. Bei RTL II liefen gar drei neue Folgen der „Wollnys“ ab 20:15 Uhr mit 5,9, 5,6 und 6,1 Prozent zwar solide, aber schwächer als binnen Wochenfrist, während bei VOX sowohl die Wiederholungen von „Rizzoli & Isles“ als auch „How to Get Away with Murder“ die 6-Prozent-Marke klar verfehlten. Die knackte auch kabel eins nicht, zum Start in den Abend sah es mit 4,9 Prozent für den Film „Terminal“ allenfalls durchwachsen aus. „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ steigerte sich nachfolgend jedoch auf gute 5,8 Prozent.

    Am späten Abend übernahm beim Gesamtpublikum wieder Das Erste das Ruder, wo die „Sportschau“ u.a. über den Ausgang der mit Spannung erwarteten Bundesliga-Partie zwischen Bayern München und RB Leipzig berichtete. 4,46 Millionen Fußballfans (20,3 Prozent) hatten insgesamt eingeschaltet, bei den Werberelevanten sah es zwar schwächer aus, mit 12,1 Prozent darf man dennoch zufrieden sein. In direkter Konkurrenz musste Urban Priols Jahresrückblick „Tilt! – Tschüssikowski 2016“ dagegen im Vergleich zu den Vorjahren Verluste hinnehmen. Lediglich 2,16 Millionen Zuschauer ließen sich unterhalten, mehr als 10,7 Prozent waren beim Gesamtpublikum damit nicht drin. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurde mit 5,4 Prozent exakt der Marktanteil erreicht, den auch „Gotthard“ zum Start in den Abend vorzuweisen hatte.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1989) am

      @Navida
      Die Quoten von "Der weiße Äthiopier" wurden im ersten Absatz zusammengefasst. ;-) (DB)
      • am via tvforen.de

        Den 2. Teil von "Gotthard" habe ich mir aufgezeichnet, weil ich im Ersten den
        "Weißen Äthiopier" mit Jürgen Vogel sehen wollte, was sich absolut gelohnt hat.
        Was für eine großartige Schauspielerleistung!
        Mich wundert es, dass diese Sendung oben nicht erwähnt wurde.
        Aber vielleicht habe ich da auch nur etwas überlesen.

        Nachrichten kann man doch jederzeit sehen bzw. lesen.
        • am via tvforen.de

          Navida schrieb:
          -------------------------------------------------------
          > Den 2. Teil von "Gotthard" habe ich mir
          > aufgezeichnet, weil ich im Ersten den
          > "Weißen Äthiopier" mit Jürgen Vogel sehen
          > wollte, was sich absolut gelohnt hat.
          > Was für eine großartige Schauspielerleistung!
          > Mich wundert es, dass diese Sendung oben nicht
          > erwähnt wurde.
          > Aber vielleicht habe ich da auch nur etwas
          > überlesen.
          >

          Das hast du überlesen, vielleicht weil kein Link dabei war. Am Ende des ersten Absatzes hieß es:


          > Das Erste setzte am
          > Mittwoch ebenfalls auf Filmkost und lockte mit
          > "Der weiße Äthiopier" insgesamt 3,73 Millionen
          > Zuschauer an, womit ordentliche 11,4 Prozent
          > erzielt wurden. Bei den Jüngeren war man mit
          > richtig guten 9,0 Prozent sogar deutlich
          > erfolgreicher als die Mainzer Konkurrenz.

      weitere Meldungen