Quoten: „Wilsberg“ und „Das Duell um die Welt“ triumphieren

    „Supertalent“-Finale hat nur noch halb so viele Zuschauer wie im Vorjahr

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 12.12.2021, 11:28 Uhr

    „Das Duell um die Welt“ mit Klaas Heufer-Umlauf (l.) und Joko Winterscheidt (r.) – Bild: ProSieben/Benedikt Müller
    „Das Duell um die Welt“ mit Klaas Heufer-Umlauf (l.) und Joko Winterscheidt (r.)

    Am gestrigen Samstag bestätigten sich zwei Dinge einmal mehr: Die besten Quoten-Zeiten hat „Das Supertalent“ längst hinter sich und „Wilsberg“ ist nach wie vor für das ZDF ein verlässlicher Zuschauermagnet. Der mittlerweile 74. Fall mit Leonard Lansink und Rita Russek konnte beachtliche 7,4 Millionen Zusehende vor den Fernsehern versammeln. So wurde bei allen Zuschauern ab drei Jahren ein Gesamtmarktanteil von äußerst starken 24,7 Prozent erzielt. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen konnte sich das Zweite mit 10,9 Prozent ebenfalls über ein gutes Ergebnis freuen.

    Zeitgleich konnte auch das „Quiz ohne Grenzen“ mit Jörg Pilawa im Ersten überzeugen. 4,64 Millionen Zuschauer wollten wissen, wer denn nun der oder die Schlauste in ganz Europa ist, was zu einem Gesamtmarktanteil von 16,9 Prozent führte. Bei den Jüngeren zog man mit 11,2 Prozent am ZDF vorbei.

    Die Show-Konkurrenz bei RTL kürte zeitgleich „Das Supertalent“ des Jahres 2021, wobei die Wahl auf die zehnjährige Sängerin Elena Turcan fiel. Das Finale setzte allerdings den Niedrig-Trend der aktuellen Staffel fort, mit dem der Kölner Sender keinesfalls zufrieden sein kann. Lediglich 1,3 Millionen wollten die Abschluss-Folge sehen, was 4,8 Prozent aller Zusehenden ab drei Jahren entsprach. Vor allem bei den 14- bis 49-Jährigen fällt das Resümee mit 6,5 Prozent einmal mehr ernüchternd aus. Als Vergleich: Im vergangenen Jahr saßen beim „Supertalent“-Finale noch 2,7 Millionen Zuschauer vor dem Bildschirm, also mehr als doppelt so viele.

    Deutlich erfolgreicher verlief für ProSieben das jüngste „Duell um die Welt“, für das Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf unter anderem Linda Zervakis und Tommi Schmitt im Gepäck hatten. Hier entsprach die Sehbeteiligung in der werberelevanten Zielgruppe satten 17,0 Prozent. 1,32 Millionen Zuschauer waren insgesamt mit dabei, wodurch hier der Marktanteil bei 5,9 Prozent lag.

    Sat.1 setzte einmal mehr auf familienfreundliche Hollywood-Unterhaltung und konnte mit der Real-Verfilmung des Disney-Klassikers „Die Schöne und das Biest“ satte 1,69 Millionen Zuschauer begeistern. Auch hier lag der Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen höher als bei der RTL-Konkurrenz, 11,0 Prozent wurden erreicht. Am Gesamtmarkt standen 5,9 Prozent zu Buche.

    VOX blickte unterdessen drei Stunden lang auf Leben und Karriere von Helene Fischer zurück. Die Dokumentation „15 Jahre im Rausch des Erfolgs“ sicherte sich 1,14 Millionen Zuschauer und 4,1 Prozent Sehbeteiligung insgesamt. In der Zielgruppe konnten so 6,0 Prozent erzielt werden.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1976) am

      Wenn ich all das lese, was gezeigt wurde, frage ich mich, warum überhaupt noch Jemand fern sieht.
      • am via tvforen.de

        TV Wunschliste schrieb:
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        > Zeitgleich konnte auch das "Quiz ohne Grenzen" mit
        > Jörg Pilawa im Ersten überzeugen. 4,64 Millionen
        > Zuschauer wollten wissen, wer denn nun der oder
        > die Schlauste in ganz Europa ist, was zu einem
        > Gesamtmarktanteil von 16,9 Prozent führte. Bei
        > den Jüngeren zog man mit 11,2 Prozent am ZDF
        > vorbei.
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        "QoG" hat ganz solide, durchschnittliche Unterhaltung geboten. Der Quizteil ist manchmal etwas langatmig ausgefallen, aber die Aktionsspielrunden waren nett gestaltet und haben zum Mitraten animiert (Länder anhand der Sprachen von Nachrichtensendungen erkennen; Filmtitel erkennen anhand von Tenören gesungener Soundtrackts etc.) und das Teilnehmerfeld durchaus prominent und abwecshlungsreich besetzt. Natürlich hat man aber nicht den "Schlauesten in ganz Europa" ermittelt, sondern einfach den besten Spieler der teilnehmenden Nationen...

        Etwas kurios war diesmal der Umgang mit der goldenen ARD-Regel, dass in Samstagabendshows auf keinen Fall gesungen werden darf, weil Leute dann womöglich umschalten könnten. Stattdessen wurden ca. 90 Sekunden Ausschnitt aus dem neuen Musikvideo von Rea Garvey gezeigt, während dieser am Ratepult stand und wartete. Bescheuerter gehts ja wohl kaum. Sind so dann deshalb mehr Zuschauer drangeblieben, als wenn er kurz einen Titel live angestimmt hätte?!
        • am

          Die Show-Konkurrenz bei RTL kürte zeitgleich „Das Supertalent“ des Jahres 2021, wobei die Wahl auf die zehnjährige Sängerin Elena Turcan fiel. Das Finale setzte allerdings den Niedrig-Trend der aktuellen Staffel fort, mit dem der Kölner Sender keinesfalls zufrieden sein kann.


          Wundert mich nicht, hatte ich auch so erwartet.
          Ich habe ein paar mal kurz reingeguckt, hat mir gereicht.
          DSDS wird es genauso gehen.

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