Quoten: Starker „The Masked Singer“-Auftakt zeigt den „Puppenstars“ die Grenzen auf

    „Frag doch mal die Maus“ beliebt, ZDF-Krimi deutlich erfolgreicher

    Vera Tidona – 02.10.2022, 10:51 Uhr

    „The Masked Singer“ ist zurück… und die erste Maske ist bereits gefallen – Bild: ProSieben/Willi Weber
    „The Masked Singer“ ist zurück… und die erste Maske ist bereits gefallen

    „The Masked Singer“ wartete am gestrigen Samstagabend mit einer neuen Staffel auf ProSieben auf und setzte sich in der Zielgruppe wie erwartet deutlich gegen die Show-Konkurenten durch. Während der Sender in der Vergangenheit die Taktung der Ausstrahlung seiner erfolgreichen Rateshow auf zwei Staffeln pro Jahr erhöht hatte, scheint sich das Interesse an der inzwischen siebten Staffel kaum abgenutzt zu haben.

    2,42 Millionen Zuschauer insgesamt waren im Schnitt zur Auftaktfolge dabei und wollten die Prominenten in ihren bunten und fantasievollen Kostümen sehen, wenn sie ihr Gesangstalent zum Besten geben. (Der Sender selbst spricht sogar von einer Nettoreichweite von insgesamt 5,27 Millionen Zuschauern). Der Gesamtmarktanteil betrug gute 10,3 Prozent. Damit liegt das Interesse der Zuseher auf einem ähnlichen Niveau gegenüber der Frühjahrsstaffel, allerdings waren über eine halbe Million weniger als zum Start der Herbstausgabe 2021 zu verzeichnen.

    Den haushohen Primetime-Sieg in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen fuhr man natürlich trotzdem ein: Mit 1,15 Millionen Umworbenen und einem Marktanteil von starken 21,2 Prozent setzte man sich deutlich von der Konkurrenz ab. Allerdings hatten auch hier die zurückliegenden Staffelstarts noch einige Prozentpunkte mehr eingefahren. Als erster Promi enttarnt wurde übrigens…

    Katja Burkard ist der BrokkoliProSieben/​Willi Weber

    Katja Burkard. Die RTL-Moderatorin des Mittagsjournals „Punkt 12“ trat als riesiger Brokkoli auf, der sie laut eigener Aussage mächtig ins Schwitzen gebracht hatte. Im anschließenden Interview verriet sie Moderator Matthias Opdenhövel und dem erneut von Ruth Moschner angeführten Rateteam mit den Gästen Linda Zervakis und Rapper Smudo, dass sie zwar traurig sei, so früh schon ausgeschieden zu sein, allerdings sei die Konkurrenz auch bärenstark.

    RTL hatte hingegen zur Primetime kaum etwas entgegenzusetzen. Die zweite Ausgabe von „Die Puppenstars“ erreichte gerade einmal 760.000 Gesamtzuschauer und verlor damit noch einmal massiv gegenüber der Vorwoche. In der Zielgruppe stürzte das Format auf 230.000 Neugierige und einen Marktanteil von katastrophalen 4,2 Prozent ab. Da konnte offensichtlich auch die Verpflichtung von Moderator und „Wetten, dass..?“-Showlegende Thomas Gottschalk nichts mehr retten.

    Im Ersten ging eine weitere Ausgabe der Familienshow „Frag doch mal die Maus“ auf Sendung und lockte insgesamt 3,19 Millionen Zuschauer ab drei Jahren vor den Bildschirm, davon entfielen 730.000 auf die klassische Zielgruppe. Der Marktanteil lag hier bei Jung und Alt bei erfreulichen 13,2 Prozent, womit man sich also im Gegensatz zu den Kölnern von „The Masked Singer“ ziemlich unbeeindruckt zeigte.

    Das ZDF konnte derweil mit einer neuen Folge von „Wilsberg“ locker den Tagessieg beim Gesamtpublikum einstreichen. 7,17 Millionen Zuschauer wollten den inzwischen 76. Krimi des langjährigen Quotenbringers sehen, was einem herausragenden Marktanteil von 27,4 Prozent entsprach. Bei den Jüngeren waren 620.000 mit ebenso überdurchschnittlichen 10,9 Prozent dabei. Der im Anschluss gezeigte Konzertfilm „Wenn alles durchdreht“ von Schlagerkönigin Helene Fischer erreichte noch 3,01 Millionen Zuschauer mit guten 13,1 Prozent, bei den Umworbenen waren 410.000 (7,3 Prozent) dabei.

    Sat.1 unterhielt mit dem beliebten Animationsfilm „Findet Dorie“ insgesamt 810.000 Pixar-Fans. Auf die Zielgruppe entfielen 370.000 bei durchwachsenen 6,4 Prozent. RTL Zwei generierte mit dem Actionthriller „Projekt: Peacemaker“ und 920.000 Zuschauern zwar mehr Interesse beim Gesamtpublikum, bei den Jüngeren waren hingegen nur 4,0 Prozent zu holen.

    Bei VOX wollten immerhin 760.000 Menschen ab drei Jahren den Actionfilm „Ghost Rider“ sehen, in der Zielgruppe reichte es allerdings nur zu mauen 5,1 Prozent. Zu guter Letzt verfolgten bei Kabel Eins insgesamt 540.000 Zuschauer die Reportage „Die geheime Welt der 6 Sterne-Luxusinseln“ und bescherten dem Sender immerhin 4,2 Prozent.

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    • am via tvforen.de

      TV Wunschliste schrieb:
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      > Im Ersten ging eine weitere Ausgabe der
      > Familienshow "Frag doch mal die Maus" auf Sendung
      > und lockte insgesamt 3,19 Millionen Zuschauer ab
      > drei Jahren vor den Bildschirm, davon entfielen
      > 730.000 auf die klassische Zielgruppe. Der
      > Marktanteil lag hier bei Jung und Alt bei
      > erfreulichen 13,2 Prozent, womit man sich also im
      > Gegensatz zu den Kölnern von "The Masked Singer"
      > ziemlich unbeeindruckt zeigte.
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      Die Maus hat mich von allen 3 Shows am ehesten angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht. Man hat am Konzept ja anscheinend leicht nachgebessert, so dass jetzt wieder insgesamt Punkte gesammelt werden bis zum Finale und die Sendung nicht mehr aus drei Vorrunden besteht, wovon dann die Punkte aus zweien davon am Ende absolut irrelevant waren. Auch hatte ich den Eindruck, das Ganze kam ziemlich ruhig daher. Für manche Themen/ Fragen wurde sich 20 Minuten Zeit genommen - es ging nicht so stark um Quizfragen, sondern die Erklärungen. Auch inhaltlich gab es wieder einiges Interessantes zu erfahren.

      Gefallen hat mir auch, dass sich die Promis nicht in den Vordergrund gedrängt haben, was ich bei einigen befürchtet hatte. Unsinnig und überflüssig fand ich lediglich den Auftritt der Ehrlich Brothers. Die werden als grosse Magier angekündigt - aber ich habe da jetzt keine Tricks oder Illusionen gesehen. Viel dummes Geplapper und dann wurden kleine Süssigkeiten ins Publukum geworfen. Also magisch kam mir das nicht vor. Ein David Copperfield hat seinerzeit wenigstens noch die Freiheitsstatue verschwinden lassen oder mal eine Jungfrau zersägt.

      Insgesamt hätte es auch gereicht, ein bis zwei Spiele weniger zu machen, und dafür früher aufzuhören. So bis max. 22:30, dann hat auch meine Konzentration nachgelassen. Das Duell "Mensch gegen Drohne" habe ich dann nur noch beiläufig verfolgt und gedacht "alles schon mal dagewesen...".

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