In das Quotenrennen der großen Sender konnte sich am Samstagabend überraschend auch mal Kabel Eins einschalten, während RTL einen Fehlstart hinlegte.
Im Ersten konnte „Wer weiß denn sowas? XXL“ mit Moderator Kai Pflaume 14,9 Prozent der jungen Zuschauer*innen abholen und damit den Primetime-Sieg in dieser Zielgruppe einfahren. Insgesamt waren durchschnittlich 3,66 Millionen Zusehende bei der knapp über dreistündigen Show dabei, die 19,6 Prozent Marktanteil einbrachten. Zuvor kam die „Tagesschau“ ab 20:00 Uhr wie üblich auf noch bessere Werte: 4,43 Millionen Zuschauer*innen (23,8 Prozent Gesamtmarktanteil) und 22,8 Prozent bei den Jungen.
Der wöchentliche Samstagskrimi im ZDF konnte sich die Krone beim Gesamtpublikum aufsetzen, schnitt aber beim jungen Publikum deutlich schlechter ab: „Wilsberg“ holte 4,89 Millionen Augenpaare ab (MA: 23,5 Prozent), bei den 14- bis 49-Jährigen sprangen dagegen nur 6,8 Prozent heraus.
Bei den umworbenen Zuschauenden griffen mal wieder die seltener zum Einsatz kommenden Gesetze der Rangbildung: Auf ProSieben kam „The Voice of Germany“ auf durchschnittlich 320.000 junge Zuschauer*innen zwischen 20.15 und 22:50 Uhr, was für einen guten Marktanteil von 10,3 Prozent reichte. In Sat.1 lief „Oppenheimer“ zwischen 20.15 und 23:55 Uhr und hatte dabei durchschnittlich 300.000 Zuschauende zwischen 14 und 49 Jahren. Das entsprach in dem Zeitraum 10,6 Prozent. Bei der Frage „Welche Sendung lief besser?“ wird in der Regel die durchschnittliche Reichweite („Zuschauendenzahl“) bewertet, nicht der Marktanteil. „Intern“ bei der Sendergruppe hat ProSieben also das Rennen gemacht.
Platz 4 beim jungen Publikum belegte Kabel Eins unter denkwürdigen Umständen. Denn der Sender hatte aufgrund des Feiertags die Free-TV-Premiere von „9-1-1 Notruf L.A.“ zugunsten des Spielfilms „König der Löwen“ für eine Woche unterbrochen. Und der Spielfilm schlug sich mit 7,6 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen deutlich besser als die Serien-Free-TV-Premieren der letzten Monate, die sich je nach Programm-Konkurrenz zwischen 3,x und 4,x Prozent Marktanteil einordneten.
Für RTL wurde eine Aufzeichnung des Bühnenprogramms „Männer sind nichts ohne die Frauen“ von Mario Barth zum Flop: Nur 4,9 Prozent wurden in der umworbenen Zielgruppe erreicht. Damit konnte man VOX mit dem Märchenfilm „Hänsel und Gretel“ und seinen 4,6 Prozent bei den Jungen nur knapp toppen. Bei RTL Zwei kam eine dreistündige Folge von „Armes Deutschland“ lediglich auf einen Anteil an den umworbenen Zuschauer*innen von 3,5 Prozent.