Quoten: Allzeit-Tief für „The Voice of Germany“-Auftakt, neue „Ein Fall für zwei“-Staffel holt Tagessieg

9/​11-Doku „September“ und „heute-show“ in der jungen Zielgruppe stark

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 12.09.2026, 10:56 Uhr

Die Coaches der 16. Staffel von „The Voice of Germany“: (v. l.) Nico Santos, Rea Garvey, Shirin David, Michi Beck & Smudo; – Bild: Joyn/Christoph Köstlin/Dung
Die Coaches der 16. Staffel von „The Voice of Germany“: (v. l.) Nico Santos, Rea Garvey, Shirin David, Michi Beck & Smudo;

Gestern startete die 16. Staffel von „The Voice of Germany“ unter veränderten Vorzeichen. Nicht nur handelt es sich um die erste Staffel mit Matthias Killing als neuem Moderator an der Seite von Melissa Khalaj, sondern erstmals begann eine „The Voice“-Staffel nicht an einem Donnerstagabend auf ProSieben, sondern an einem Freitagabend in Sat.1. Mit nur 1,29 Millionen Zuschauern fiel die erste Folge jedoch direkt auf ein neues Allzeit-Tief. Noch bitterer: Lediglich 200.000 davon stammten aus der jungen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen, die nur für sehr enttäuschende 6,3 Prozent Marktanteil reichten – der schlechteste Wert überhaupt in der inzwischen 15-jährigen „The Voice of Germany“-Geschichte. Kein allzu gutes Omen für den weiteren Verlauf der Show, die schon heute Abend auf Schwestersender ProSieben fortgesetzt wird.

ProSieben selbst hatte am Freitagabend ebenfalls mit Problemen zu kämpfen. Für den Marvel-Film „Venom“ entschieden sich um 20:15 Uhr lediglich 440.000 Zuschauer. Mehr als 160.000 14- bis 49-Jährige und 4,9 Prozent in der jungen Zielgruppe sprangen nicht heraus. „Deadpool 2“ rettete sich zu späterer Stunde immerhin auf 7,8 Prozent. Besser lief es für die Konkurrenz aus Köln: Nachdem RTL kurzfristig den Show-Flop „Gladiators“ vorzeitig aus dem Programm genommen hatte (fernsehserien.de berichtete), wiederholte der Sender stattdessen die Doku „70 Jahre BRAVO – Das große Jubiläum“. Damit wurden immerhin 940.000 Zuschauer erreicht, davon 310.000 Werberelevante, die für solide 10,3 Prozent am Markt sorgten.

Ein unübliches Programm zeigte die ARD am Freitagabend. Anstelle einer seichten Komödie strahlte der Sender um 20:15 Uhr anlässlich des 25. Jahrestags der Terroranschläge vom 11. September 2001 die 90-minütige Dokumentation „September“ aus. Die stieß auf großes Interesse: 2,99 Millionen Zuschauer waren im Schnitt dabei und sorgten für 15,5 Prozent Gesamtmarktanteil. Besonders gefragt war die Sendung vor allem beim jungen Publikum: Hier reichte es mit 630.000 14- bis 49-Jährigen gar für weit überdurchschnittliche 19,9 Prozent. Die 20-Uhr-Ausgabe der „Tagesschau“ sahen zuvor 3,98 Millionen Menschen bei 21,6 Prozent.

Der Tagessieg ging allerdings an das ZDF, wo um 20:15 Uhr die vorletzte neue Staffel von „Ein Fall für zwei“ an den Start ging. 4,14 Millionen Zuschauer entschieden sich für den Krimi-Klassiker und bescherten dem Mainzer Sender tolle 21,4 Prozent Marktanteil. Eine Wiederholungsfolge von „SOKO Leipzig“ hielt direkt im Anschluss noch 3,04 Millionen Zuschauer bei 15,8 Prozent. Beim jungen Publikum konnten die beiden Krimiserien mit nur 4,6 bzw. 5,2 Prozent hingegen vergleichsweise wenig reißen. Dieses war dafür umso mehr ab 22:30 Uhr bei der „heute-show“ vertreten, wo mit 810.000 14- bis 49-Jährigen satte 25,3 Prozent und damit auch der Zielgruppen-Sieg erzielt wurden. Auch insgesamt war die Nachrichtensatire mit Oliver Welke mit 3,18 Millionen Zuschauern und 20,9 Prozent wieder eine sichere Bank. Davon profitierte auch der „ZDF Comedy Sommer“ mit Till Reiners, der es im Anschluss noch auf 1,65 Millionen Zuschauer sowie 14,0 Prozent insgesamt und 18,7 Prozent in der Zielgruppe brachte.

Von den Sendern der zweiten Reihe konnte am Freitagabend am meisten RTL Zwei punkten. Der Actionkracher „The Mechanic: Resurrection“ kam auf insgesamt 610.000 Zuschauer und konnte vor allem in der jungen Zielgruppe mit 5,2 Prozent überzeugen. Weniger zu holen gab es für VOX, wo die neue Doku-Soap „Auswanderer sucht Liebe“ immer noch nicht in Schwung kam. Die zweite Folge musste sich mit 440.000 Zuschauern und 4,0 Prozent in der Zielgruppe begnügen. Das Schlusslicht bildete wieder einmal Kabel Eins, wo zwei Wiederholungsfolgen von „Navy CIS: Origins“ auf ganzer Linie versagten. Mehr als 200.000 bzw. 290.000 Zuschauer waren nicht drin. Bei den 14- bis 49-Jährigen kamen verheerende 0,8 und 1,5 Prozent zustande.

Kommentare zu dieser Newsmeldung

  • am

    Kein Wunder, bei so viel Werbung wartete man lieber auf die Veröffentlichung bei Joyn und wenn man am Laptop oder PC einen guten Ad Blocker hat, kann man es sogar total ohne Werbung schauen.
    • am

      Man kann daher ein einfaches Fazit ziehen. Das die x-te Wiederholung von Venom keinen mehr zum Einschalten bewegt. Das Sat.1 seine Voices bald von Freitag auf einen anderen Tag legen wird und das Bravo doch noch so Kult ist, das man sich diese Sendung gern nochmal anschaute. Auch das 9/11 noch viele Interessiert, was die Welt veränderte, ist, durch seinen Schrecken, erfreulich.

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