Die Upfronts, also die Verkündungen von Verlängerungen, Absetzungen, Pilot-Bestellungen und Schedules der amerikanischen TV-Saison 2022/23, werfen ihre Schatten voraus. ABC hat nun innerhalb kurzer Zeit bei gleich zwei Serien das Lebenslicht gelöscht: Sowohl die Musikserie „Queens“ als auch das Drama „Promised Land“ enden nach jeweils einer Staffel. Vor allem in letztgenanntem Fall kommt die Entscheidung nicht überraschend.
Queens
Als großer Hoffnungsträger in der letztjährigen Pilot-Season galt die Serie „Queens“, die im Oktober an den Start ging. Die zunächst guten Quoten mit 1,78 Millionen Zuschauern (Live+Same Day) konnten allerdings nicht gehalten werden, das Finale Mitte Februar sahen nur noch 1,07 Millionen.
Im Zentrum stehen Brianna, Jill, Valeria und Naomi, die mit ihrer Hip-Hop-Band „Nasty Bitches“ in den 1990er Jahren große Erfolge feierten und als eine der wichtigsten Girl-Groups ihrer Generation galten. Doch das ist lange her und inzwischen haben die ehemaligen Band-Mitglieder sich auseinandergelebt. Mittlerweile in ihren Vierzigern, wollen sie es nun noch einmal wissen und planen, mit einem Comeback an ihrem damaligen Ruhm anzuknüpfen.
„Queens“ wurde von Autor und Produzent Zahir McGhee für das zu Disney Television gehörige Studio ABC Signature entwickelt. Als weitere Produzenten waren Sabrina Wind und Tim Story an Bord. In Deutschland ist die 13-teilige Serie mittlerweile vollständig via Star bei Disney+ verfügbar.
Promised Land
Nach nur fünf ausgestrahlten Episoden hatte ABC sein Winzerdrama „Promised Land“ im Februar aus dem Programm genommen – kein Wunder, war es doch die quotentechnisch erfolgloseste neue Serie der aktuellen Saison, die noch dazu größtenteils schlechte Kritiken erhielt. Die restlichen Folgen der zehnteiligen ersten und nun einzigen Staffel waren nur noch beim Streamingdienst Hulu zu sehen. Die Entscheidung gegen eine Fortsetzung dürfte dem Sender somit nicht schwergefallen sein.
„Promised Land“ dreht sich wortwörtlich um das Land unter den Füßen der Hauptfiguren, nämlich das Weingut Heritage House im kalifornischen Sonoma Valley. Das generationenübergreifende Drama erzählt die Geschichte der Familien Sandoval und Rincón, die in ständiger Konkurrenz nach Reichtum, Macht und einem besseren Leben streben.
Bellamy Young verkörpert Margaret Honeycroft, eine Hotel-Magnatin und die langjährige Widersacherin von Weingut-Besitzer Joe Sandoval (John Ortiz). Der hatte einst einem Rivalen den kleinen Weinberg weggeschnappt und hat diesen seitdem mit harter Arbeit und persönlichem Einsatz zu einem Imperium ausgebaut. Dabei hat er sich zahlreiche Personen zum Feind gemacht, auch unter den Mitgliedern seiner eigenen Familie.
Entwickelt wurde „Promised Land“ von Matt Lopez („Gone“). Die verantwortlichen Produktionsstudios waren Lit Entertainment Group und ABC Signature. In Deutschland hat die Serie bislang noch keine Heimat.