Prosit, „Landarzt“!

    Vor 25 Jahren startete der ZDF-Dauerbrenner – von Ralf Döbele

    Ralf Döbele – 10.02.2012, 12:31 Uhr

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    Lang lang ist’s her: Christian Quadflieg als „erster“ Landarzt Dr. Karsten Mattiesen

    Seit nunmehr 25 Jahren ist er aus dem ZDF-Programm nicht wegzudenken: „Der Landarzt“. 268 Episoden in bislang 20 Staffeln, aber nur drei Ärzte, die in einem einzigen Ort in Schleswig-Holstein praktizierten. Und noch immer liefern die Bewohner von Deekelsen jede Menge unterhaltsamer Geschichten für den Vorabend. Nach Christian Quadflieg und Walter Plathe praktiziert seit 2009 Wayne Carpendale in dem alten Landhaus und hat, wie seine Vorgänger auch, seine eigenen Freunde und Familienmitglieder mitgebracht. Am Jahrestag der ersten ZDF-Erstausstrahlung vom 10. Februar 1987 ist es Zeit, einen Blick zurück zu werfen. Prosit, „Landarzt“!

    Annemarie und Karsten sind glücklich miteinander
    ZDF-Zuschauer verdanken den „Landarzt“ dem Erfolg einer anderen Arztserie: der „Schwarzwaldklinik“. Deren Autor Herbert Lichtenfeld lieferte auch hier die Vorlage und schrieb bis 1997 sämtliche Drehbücher seiner Serie. Die Geschichte des „Landarztes“ beginnt 1987 mit einer Ehe, die gerade geschieden wird. Dr. Karsten Mattiesen (Christian Quadflieg) lebt allein mit seiner Mutter Olga in einem alten Bauernhaus in Deekelsen, in dem sich die Räume seiner Praxis befinden. Seine Kinder Eike (Hendrik Martz) und Kerstin (Katharina Lehmann) leben bei seiner Ex-Frau, der Lehrerin Annemarie (Gila von Weitershausen) in Hamburg. Natürlich beginnt es, ausgerechnet pünktlich zur Scheidung zwischen Karsten und Annemarie wieder zu knistern. Am Ende der ersten, bereits sehr erfolgreichen Staffel steht dann auch fest: Die Scheidung hätten sich die Beiden sparen können. Erneut wird geheiratet und die Familie Mattiesen ist wieder in Deekelsen unter einem Dach vereint.

    Das neue, alte Glück kann Mattiesen nur helfen, schließlich gibt es für ihn und seine Nachfolger in Deekelsen stets jede Menge zu tun. Verantwortlich dafür sind nicht zuletzt die mitunter exzentrischen Bewohner der Kleinstadt. Zu denen gehört von Anfang an der Naturheilkundler Alfred Hinnerksen (Gerhard Olschewski), zunächst durchaus ein Konkurrent für den „Landarzt“ bei den eher skeptischen Patienten. Für das seelische Gleichgewicht des Ortes sorgt bis zu seinem Tod 2011 Heinz Reincke als Pfarrer Eckholm, der später sogar zum Bürgermeister aufsteigt. Für den Tratschfaktor in der Gemeinde sorgt lange Zeit Berta Jacobsen (Gerda Gmelin), zu Beginn unterstützt durch Evelyn Hamann alias Freundin Thea. Für Eleganz steht dagegen die Gräfin Bea Cornelsen, über 20 Jahre lang verkörpert von Gisela Trowe. Dann ist da noch Bauunternehmer und Hotelbesitzer Bruno Hanusch (Gert Haucke) und seine Frau Barbara (Angelika Milster), die manchmal unter dem strengen Regiment seiner Mutter zu leiden hatte – und unter den nicht immer ganz legalen Machenschaften ihres Mannes.

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