„Pretty Little Liars“: Kommt schon ein Reboot?

    „Chilling Adventures of Sabrina“-Schöpfer soll an neuer Adaption arbeiten

    Bernd Krannich – 03.09.2020, 16:41 Uhr

    Die „Pretty Little Liars“ erinnerten in Staffel drei schon ein bisschen an die „Desperate Housewives“

    Warner verliert nach dem Ende des bisherigen „Pretty Little Liars“-Franchise keine Zeit und hat laut Hollywood Reporter mit einer Neuauflage der erfolgreichen Teen-Mystery-Serie begonnen. Hinter der steht niemand Geringeres als Roberto Aguirre-Sacasa, der „Riverdale“ und „Chilling Adventures of Sabrina“ sowie die jeweiligen Comicvorlagen auf Basis der Archie-Comics entwickelt hat.

    „Pretty Little Liars“ war zwischen 2010 und 2017 für den Sender Freeform ein ausgemachter Hit, der vor allem auch von der Online-Beteiligung der Fans zehren konnte. Für welchen Anbieter die Neuauflage in Frage käme, ist noch nicht bestätigt. Vermutlich würde man sich auch bei ähnlicher Prämisse auf neue Figuren konzentrieren.

    Vorgeschichte

    Die Serie „Pretty Little Liars“ basiert auf einer mehrteiligen Romanvorlage, die Autorin Sara Shepard als Auftragsarbeit für Alloy Entertainment geschrieben hat. Der Verlag entwickelte in Zusammenarbeit mit Warner und der Produktionsfirma Warner Horizon „Pretty Little Liars“, das 2010 ins Fernsehen kam – 2012 wurde Alloy von Warner aufgekauft und entwickelte zahlreiche weitere Serien für ein jüngeres Publikum, wie es die Sender Freeform und The CW ansprechen.

    Der Inhalt

    In „Pretty Little Liars“ steht eine Reihe von Schülerinnen im Zentrum, die einst „beste Freundinnen“ waren (dabei aber auch sehr gemein sein konnten), nach dem mysteriösen Verschwinden ihrer beliebten, aber auch manipulativen Cliquenführerin Alison aber auseinanderfiel.

    Zum Auftakt eines neuen Schuljahrs beginnen die vier Verbliebenen, geheimnisvolle Nachrichten auf ihre Smartphones zu erhalten, die von A. signiert sind. Bis sterbliche Überreste von Alison gefunden werden, hatten die vier gedacht, Alison sei zurückgekehrt.

    „Pretty Little Liars“ verknüpft die typischen Coming-of-Age-Geschichten mit dunklen Familiengeheimnissen, die durch A. sowie die Suche der vier drangsalierten jungen Frauen nach ihrem Peiniger ans Licht gebracht werden.

    „Pretty Little Liars“ traf mit seinen schockierenden Geheimnissen, aber auch herzzerreißenden Romanzen und dem Umgang mit damals noch für das TV frischen Themen wie einem unverkrampften Umgang mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen den Nerv der umworbenen jungen Zielgruppe.

    Über die Jahre nahm „Pretty Little Liars“ so manche Wendung, die selbst in einer Daily Soap überraschen würde. Nach sieben Staffeln kam die Serie zu einem geplanten Ende.

    „Pretty Little Liars“ – ein Franchise

    I. Marlene King übernahm die Adaption von „Pretty Little Liars“ und konnte sich durch deren Erfolg einen Namen machen. Sie entwickelte auch das übernatürlich angehauchte Spin-Off „Ravenswood“ sowie die Nachfolgeserie „Pretty Little Liars: The Perfectionists“. Letztere basierte ebenfalls auf einer Buchvorlage von Sara Shepard, brachte aber zwei Figuren aus „Pretty Little Liars“ in die Handlung. Beide Ableger überlebten nur eine Staffel, das Ende von „Pretty Little Liars: The Perfectionists“ wurde vor recht genau einem Jahr verkündet.

    Letztendlich ist anzumerken, dass „Pretty Little Liears“ eben eine Serie von Warner war, die beim Disney-Sender Freeform lief. Im gegenwärtigen Geschäftsklima wäre es wahrscheinlicher, dass eine Adaption dann auch bei einer Warner-Firma laufen würde, also entweder The CW oder HBO Max.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Kann mich nur anschließen..
      Wen will man da ansprechen - die Fans der alten Serie wird man nicht ins Boot holen, da die Charaktere und die SchauspielerInnen sehr gelungen waren und den Vergleich wohl kaum jemand gewinnen kann.
      Oder spricht man jene an, die die Serie nicht kannten oder mochten... na dann ist das aber wahrscheinlich das falsche Zielpublikum
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      • (geb. 1983) am melden

        Das kann nicht werden. Außerdem, ist das definitiv noch zu "früh". Das muss aber die Verzweiflung sehr groß sein. Wenn, man knapp 3 Jahre nachdem Ende einer erfolgreichen Serie, schon an eine Neuauflage denkt.

        Bei 10 Jahren würde ich ja nichts sagen. Aber nach 3. Das ist armselig.
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        • (geb. 1994) am melden

          Kommt das nicht etwas zu früh???
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