Paramount Network nach nur drei Jahren vor erneutem Rebranding

    Heimat von „Yellowstone“ wird zum Spielfilmsender

    Bernd Krannich – 24.09.2020, 14:39 Uhr

    Kevin Costner in „Yellowstone“

    Nur drei Jahre nach dem Sendestart am 18. Janaur 2018 steht dem amerikanischen Sender Paramount Network ein Rebranding bevor: Als Paramount Movie Network soll es zukünftig die Heimat für Fernsehfilme werden. Die Reality-Formate des Senders werden eingestellt, Aushängeschild „Yellowstone“ soll im Zuge des Rebrandings cineastischer werden – die Serie war im Februar für eine vierte Staffel verlängert worden.

    Der neue Sender setzt dabei laut Variety vor allem auf Fernsehfilme, von denen im Wesentlichen einer wöchentlich oder 52 im Jahr gezeigt werden sollen. Jedes Quartal soll es dazu noch eine hochwertige Serie geben – entweder Serien mit dem finanziellen Engagement von „Yellowstone“ (das sich durch Dreharbeiten an Naturschauplätzen in Utah und Montana auszeichnet) oder entsprechende Miniserien. Dabei schwebt dem Sender auch eine Verzahnung seiner Filme und Serien an, etwa als Spin-Offs. „Yellowstone“ könnte etwa durch Doppelfolgen mit reduzierter Unterbrecherwerbung eher an ein Filmerlebnis angelehnt werden.

    Durchgezogen werden soll das Rebranding binnen des nächsten Jahres.

    Viacom, Viacom wechsel dich

    Schon seit dem Neustart 2006 war das Medienunternehmen Viacom auf der Suche nach Erfolg, die linearen Sender verloren überdurchschnittlich Zuschauer. Vor vier Jahren wurden die Weichen gestellt, dass sich der Anbieter auf seine Kernmarken konzentrieren solle: neben MTV, Comedy Central, Nickelodeon und BET sollte die Marke Paramount für fiktionale Inhalte stehen. Entsprechend wurde der damalige Viacom-Sender Spike zum Paramount Network. Dort war die Serie „Yellowstone“ mit Kevin Costner schließlich ein die Marke definierender Erfolg. Viacom wurde dann aber mit CBS wiedervereint.

    Erst 2005 waren beide Firmen zuletzt vom gemeinsamen Eigner National Amusements auseinanderdividiert worden. Doch das Aufkommen des Streamings sorgte dafür, dass National Amusements nun ein erneutes Zusammengehen seiner Firmen befürwortete. Als ViacomCBS schielt man nun vor allen auf eine irgendwie geartete weltweite Zukunft durch den Streaminganbieter Paramount+ (fernsehserien.de berichtete). Gleichzeitig werden die linearen Sender der beiden ursprünglichen Firmen nun erneut dahingehend neubewertet, ein zusammen passendes Angebot aufzustellen und gleichzeitig Content für Paramount+ zu liefern.

    Das wird aus dem bisherigen Paramount-Network-Programm

    Generell trennt sich der Sender von seinen nonfiktionalen Serien. Hits wie „Bar Rescue“ und „Lip Sync Battle – mit LL Cool J“ werden zu anderen Sendern geschoben – welche, wurde noch nicht bekannt. Beide Formate hatten übrigens auch schon das Ende von Spike überlebt.

    Nicht fortgesetzt werden der Tattookünstler-Wettbewerb „Ink Master – Tattoo Champion USA“, der „Frauentausch“ „Wife Swap“ und die Abnehmshow „Battle of the Fittest Couples“.

    Fernsehfilme

    Apropos Fernsehfilme: Zu einem früheren Zeitpunkt hatte ViacomCBS laut Variety durchblicken lassen, dass man jährlich über alle Sender und Dienste die Produktion von etwa 100 Fernsehfilmen plane. Davon gehen nun also 50 an das Paramount Movie Network. die anderen 50 werden sich demnach in einem Maß von je 20 bis 30 auf MTV und Comedy Central verteilen.

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