2023 hatte RTL einen Geniestreich, der eigentlich recht naheliegend war: Der Sender rief den „tödlichen Dienst-Tag“ ins Leben und setzte auf das Lieblingsgenre der Deutschen: Krimis. Diverse neue Reihen wurden getestet, von denen sich einige richtig gut geschlagen haben. Unter den geplanten Formaten befand sich auch „Mord im Revier – Ein Ruhrpott-Krimi“. Erstmals vor drei Jahren angekündigt, blieb es danach jedoch verdächtig ruhig um das Projekt von UFA Fiction – bis jetzt: In wenigen Wochen wird die neue Reihe ausgestrahlt, jedoch nicht bei RTL, sondern stattdessen überraschend im Ersten.
Die beiden produzierten 90-Minüter von „Mord im Revier“ werden im ARD-Hauptprogramm am Samstag, den 5. Dezember, ab 20:15 Uhr im Doppelpack ausgestrahlt. Offenbar kam es also seit der ursprünglichen RTL-Ankündigung des Formats im Hintergrund zu Ungereimtheiten. Die Dreharbeiten fanden bereits im Sommer 2023 statt. Was letztendlich dazu führte, dass RTL die Krimireihe abgab, anstatt sie selbst zu zeigen, ist unbekannt.
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Die Hauptrollen in dem Ruhrpott-Krimi spielen Eidin Jalali („Der Schwarm“) und Caro Cult („Babylon Berlin“) als ungleiches Ermittlerduo. Kerem „Gianni“ Ergin (Jalali) ist ein erfahrener und stilsicherer Kommissar mit außerordentlichem Hang zur La Dolce Vita. Er liebt Espresso und Italo-Pop und ermittelt seit mehreren Jahren erfolgreich im Revier. Eines Tages wird ihm Lou Baum (Cult) als neue Kollegin an die Seite gestellt. Sie wurde aus Berlin in den Ruhrpott strafversetzt, trägt Hoodie, Minirock und bauchfrei. Die Kollegin weiß sich jedoch zu behaupten und scheut auch im Pott nicht davor zurück, mit ihrer Meinung anzuecken. Die selbstbewusste Berlinerin stellt dennoch bald fest, dass das Ruhrgebiet in vielen Dingen anders tickt.
Gemeinsam ermittelt das unkonventionelle Ermittlerduo in der kleinsten Polizeiwache der Republik, im fiktiven Örtchen Lipphafen. Zum Team der Polizeistation gehört auch noch die lässige Dienststellenleiterin Franziska Reusch (Andreja Schneider) und die topfitte Polizeischülerin Fine Lobrecht (Gloria Odosi).
In ihrem ersten Fall „Die tote Braut“ wird die frischvermählte Lena (Sina Tkotsch) nach ihrer Hochzeitsnacht auf dem Boot tot am Ufer aufgefunden. Der Bräutigam ist spurlos verschwunden. Gianni und Lou nehmen die Ermittlungen auf. Enno (Peter Kremer), der Vater des Bräutigams, geht von einer Entführung aus – und macht mit harschen Tönen gewaltig Dampf. Bei Lou gerät er jedoch an die Falsche. Sie ermittelt in alle Richtungen – und findet ein Video auf dem Handy der Toten, das zu einem weiteren Verbrechen führt. Ins Visier geraten die Trauzeugen Ben Penzel (Moritz Heidelbach) und Greta Meiners (Amy Benkenstein), doch erst spät erkennen Lou und Gianni, wer wirklich ihr Endgegner ist …
Der zweite Fall trägt den Titel „Das Horrorhaus von Hünxe“. Lou feiert exzessiv in ihren Geburtstag hinein – und bemerkt nicht, dass jemand auf dem Weg zu einem Überraschungsbesuch zu ihr ist. Am nächsten Morgen wird Lou von Gianni zu einem Leichenfund auf einer Müllhalde gerufen. Die Tote ist für die Polizeibeamtin zunächst eine Unbekannte, doch ein Foto auf deren Handy lässt Lou erschaudern: Das Opfer Daisy (Tijan Marei) ist die neue Partnerin ihrer „Ex“ Peri Günes (Sevda Polat) – und von der fehlt jede Spur! Die Ermittlungen beginnen im „Truckstopp 49“, wo jedoch niemand die beiden Frauen gesehen haben will. Doch die Köchin sieht aus wie jemand, der eine Leiche zerstückeln könnte! Lou ermittelt in Rambo-Manier und riskiert dabei ihren Job. Währenddessen bekommt Gianni wegen einer Lappalie Ärger mit der Dienstaufsicht. Die Chancen, Peri lebend zu finden, sinken mit jeder Minute, bis eine zufällige Begegnung Lou auf eine neue Spur springt – und in eine gefährliche Situation.