„In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“: Christian Beermann und Milena Straube im Interview

    Neue Folgen des Klinik-Dauerbrenners ab heute im Ersten

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 22.04.2021, 09:00 Uhr

    Die Halbschwestern Rebecca Krieger (Milena Straube, l.) und Julia Berger (r.) mit Dr. Marc Lindner (Christian Beermann, 2.v.l.) in der Notaufnahme ARD/​Jens Ulrich Koch

    fernsehserien.de: Gibt es noch etwas, worauf die Zuschauer in nächster Zeit vielleicht besonders achten sollten? Oder gibt es etwas, was ihr euch besonders für die Zukunft der Serie wünscht?

    Christian Beermann: Ich glaube, wir haben ohnehin extrem aufmerksame Zuschauer. Die achten wirklich schon auf alles, das ist sehr beeindruckend, wenn ich manchmal Kommentare lese und Post bekomme. Ich bin jetzt Ende 40, und ich wünsche mir, dass ich das bis zur Rente machen kann!

    Milena Straube: (lacht)

    (lacht) Wenn sich die ARD ein Vorbild an der Mutterserie nimmt, dann sind die Chancen gar nicht so schlecht!

    Christian Beermann: Nein, ich wünsche mir tatsächlich, dass wir die Qualität halten können, dass Corona bald vorbei ist und dass wir uns wieder in den Arm nehmen können. Hinter der Mattscheibe, vor der Mattscheibe.

    Stichwort Corona. Die Pandemie sorgte im letzten Jahr für eine längere Pause bei den Dreharbeiten und auch bei der wöchentlichen Ausstrahlung. Mich würde wirklich interessieren: Wir war das letztes Jahr zwischen Januar und März am Set bis hin zu dem Punkt, wo der Laden dann vorübergehend dichtgemacht wurde?

    Christian Beermann: Ich glaube, es war bei uns nicht anders, als bei vielen, vielen anderen Menschen und Arbeitsstätten auch. Man hat nach und nach immer mehr erfahren, neue Informationen bekommen, keiner konnte es richtig einschätzen. Viele Fragen natürlich, Sorgen, aber auch Hoffnungen, also das volle Programm. Das, was wir eigentlich jeden Donnerstag den Zuschauern bieten (lacht).

    Milena Straube: Es hatte auch etwas wahnsinnig Effizientes, denn aus Leipzig, wo die Mutterserie gedreht wird, wurden wir verstärkt betreut und alle waren im Dialog und im Kontakt . . .

    Es war also so, wie wenn in der Serie das Traumazentrum aktiviert wird und dann Verstärkung aus der Sachsenklinik zu euch kommt . . .

    Milena Straube: Komplett, ja.

    Ein Grund zu feiern: Die 250. Folge der „jungen Ärzte“ läuft am 29. April. ARD/​Markus Nass/​Montage Frey

    Als dann im April Das Erste eine siebte Staffel bestellt hat und feststand, okay, es geht auf jeden Fall weiter – war das eine große Erleichterung?

    Christian Beermann: Na klar, man wusste ja nicht, was das alles bedeutet. Ich erinnere mich daran, wie wahnsinnig mir das vorkam, dass plötzlich eine komplette Gesellschaft runterfahren kann, dass sowas geht, die ganze Dimension. Natürlich hat man da auch Ängste um den Job, um alles andere auch, macht sich Sorgen um die Familie und ich war sehr, sehr dankbar, als dann klar war, wir nehmen die Arbeit wieder auf.

    Zum Abschluss hab ich noch eine wichtige Frage für mich ganz persönlich. Was muss ich tun, um selbst als Patient ins Johannes-Thal-Klinikum eingeliefert zu werden?

    Milena Straube: Hinfahren und umkippen (lacht)!

    Stimmt, das hat sich schon öfters bewährt.

    Milena Straube: Und noch jemanden mitnehmen, der dann auch noch umkippt und das Schlimmere hat!

    Christian Beermann: Genau. Und am Besten an einem Tag, an dem wir auch drehen, denn sonst könnte das traurig enden.

    Und das wollen wir auf keinen Fall! Ich danke euch für das muntere und äußerst spannende Gespräch!

    Die neuen Folgen von „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ sind ab dem 22. April wieder zur gewohnten Zeit donnerstags um 18:50 Uhr im Ersten zu sehen.

    zurück

    Über den Autor

    Ralf Döbele ist Jahrgang 1981 und geriet schon in frühester Kindheit in den Bann von "Der Denver-Clan", "Star Trek" und "Aktenzeichen XY…ungelöst". Davon hat er sich als klassisches Fernsehkind auch bis heute nicht wieder erholt. Vor allem US-Serien aus allen sieben Jahrzehnten TV-Geschichte haben es ihm angetan. Zu Ralfs Lieblingen gehören Dramaserien wie "Friday Night Lights" oder "The West Wing" genauso wie die Prime Time Soaps "Melrose Place" und "Falcon Crest", die Comedys "I Love Lucy" und "M*A*S*H" oder das "Law & Order"-Franchise. Aber auch deutsche Kultserien wie "Derrick" oder "Bella Block" finden sich in seinem DVD-Regal, das ständig aus allen Nähten platzt. Ralf ist als freier Redakteur für fernsehserien.de tätig und kümmert sich dabei hauptsächlich um tagesaktuelle News und um Specials über die Geschichte von deutschen und amerikanischen Kultformaten.

    Lieblingsserien: Six Feet Under, Star Trek – Enterprise, Aktenzeichen XY… Ungelöst

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

      weitere Meldungen