[UPDATE ] „House of the Dragon“: 17 Drachen, Zeitsprünge und dramatische Geburten

    Die jüngsten Informationen und ein „Extended Trailer“ zum „Game of Thrones“-Prequel

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 25.07.2022, 12:30 Uhr

    „House of the Dragon“: Matt Smith als Prince Daemon Targaryen – Bild: HBO
    „House of the Dragon“: Matt Smith als Prince Daemon Targaryen

    Mit viel Tamtam ist die neue HBO-Serie „House of the Dragon“ bei der San Diego Comic-Con aufgelaufen – allerdings haben Fans zu Hause davon erst einmal nicht viel.

    BISHER: Denn die Verantwortlichen hatten entschieden, ihren epischen Trailer bereits vor dem Auftritt, am Mittwoch, zu veröffentlichen (Trailer), so dass es kein neues Bildmaterial zu präsentieren gab. Auf der Comic-Con ist ein großes Gelände zudem der immersiven Fan Experience DracARys gewidmet, die Fans per Kulissen mit nach Westeros nimmt und dort per Augmentet-Reality-App (AR) am Schlüpfen von jungen Drachen teilnehmen lässt – die App wird außerhalb der SDCC aber erst nach dem Wochenende verfügbar sein, am 25. Juli.

    Natürlich wollten die anwesenden Darsteller und Produzenten – inklusive George R. R. Martin – vor dem Serienauftakt nicht viel spoilern und hielten sich mit ihren Aussagen zurück, vieles bezog sich auf die Grundkonstellation von „House of the Dragon“, die auch schon in der Buchvorlage Feuer und Blut – Aufstieg und Fall des Hauses Targaryen von Westeros etabliert wird.

    Eine kurze Zusammenfassung dessen, was zuletzt bekannt wurde: In der Serie herrscht Viserys Targaryen (Paddy Considine) auf dem Eisernen Thron. Der ist ein eher „gütiger König“, der im Amt mehr die Pflichten und Verantwortungen sieht als die Rechte. Die Targaryen sind auf einem Höhepunkt ihrer Macht – in der Serie tauchen insgesamt 17 Drachen unter ihrer Kontrolle auf.

    Komplizierte Familienverhältnisse

    Viserys hat es in seiner Gutmütigkeit versäumt, frühzeitig über seine Nachfolge Klarheit zu schaffen. Dieser Konflikt wird dann durchaus in epischer Länge erzählt. Allein in der Auftaktstaffel soll es mehrere Zeitsprünge geben, darunter einer von satten zehn Jahren. Für die Rollen von Viserys Tochter Rhaenyra Targaryen sowie für die Tochter seiner Hand des Königs, Alicent Hightower, wurden jeweils zwei Darstellerinnen engagiert, die sie in der ersten Staffel in jüngeren Jahren beziehungsweise als Erwachsene porträtieren.

    Rhaenyra macht sich als Tochter aus erster Ehe von Viserys – sein ältestes, überlebendes Kind – Hoffnungen auf den Thron, auch wenn der traditionell nicht an Frauen vergeben wird. Alicent Hightower wird als Erwachsene die zweite Ehefrau von Viserys und bringt auch einen Sohn zur Welt – dem fehlt aber zum „offiziellen Erben“ die Tatsache, dass seine Mutter keine Targaryen ist. „Reines Blut“ befähigt die Mitglieder der Targaryen-Familie aber dazu, Drachen zu kontrollieren, so dass Alicents Kinder eigentlich bei der Thronfolge per Tradition außen vor sind.

    Somit bleibt Viserys jüngerer Bruder als der mutmaßliche Erbe, Prince Daemon Targaryen (Matt Smith), der mit diesem Wissen die letzte Jahre verbracht hat. Smith sagt, dass er die Rolle des etwas finsteren Daemon bewusst gesucht habe, da er nach dem allgemein beliebten und positiven Doctor in „Doctor Who“ auch gerne mal etwas anderes spielen wollte.

    Ebenfalls mit im Mix der Targaryen ist die von Eve Best gespielte Rhaenys Targaryen: Die war seinerzeit in einer ähnlichen Situation wie Viserys Tochter Rhaenyra jetzt ist – ihr wurde der Thron vorenthalten, nur weil sie weiblichen Geschlechts (ihr eigener Vater war vor seinem Vater verstorben, der Großvater ernannte daraufhin schließlich den jüngeren Bruder des Verstorbenen zum Erben, statt dessen Tochter). Mehr noch, Rhaenys erhielt in ganz Westeros den Spitznamen the queen that never was (etwa die ungekrönte Königin), womit ihr das schlechte Schicksal immer wieder vor Augen gehalten wird. Rhaenys heiratete den wagemutigen Seefahrer Corlys Velaryon (Steve Toussaint), der sich eine Handelsflotte und ein gewaltiges Vermögen erarbeitet hatte.

    Wie schon weitestgehend bei „Game of Thrones“ soll keiner der Hauptcharaktere rein gut oder böse sein: Sie alle seien zu Größzügigkeit aber auch zu finsteren Taten fähig. Anders als etwa in der ersten Staffel von „Game of Thrones“ gibt es keine „Arya“, die als unschuldige Identifikationsfigur für die Zuschauer tauge.

    Dramatische Geburten statt blutigen Hochzeiten

    Mit dem Thema Erbfolge rücken in der Serie anfangs Geburten ins Zentrum – wie es bei „Game of Thrones“ Hochzeiten waren. Im mittelalterlichen Setting sei trotz der Handlung im Adel bei jeder Geburt nur eine 50/​50-Chance auf das Überleben des Neugeborenen gegeben. Und die Geburten in der Serie verliefen so unterschiedlich, dass man ihnen jeweils eine eigene Dramaturgie gegeben habe.

    Weitere Kapitel aus „Feuer und Blut“ am Horizont?

    Anders als „Game of Thrones“, das es auf acht Staffeln brachte (laut Berichten aber nach Martins Willen lieber hätte zehn Staffel gehen sollen), zeichnet sich ab, dass die anfängliche Handlung von „House of the Dragon“ (so wie dieser Konflikt im genannten Buch beschrieben wird) vielleicht drei oder vier Staffeln andauern kann. Es sei langfristig auch möglich, dass im Rahmen der Serie weitere Episoden aus der Geschichte der Targaryen aus Feuer und Blut abgehandelt würden.

    Ausstrahlung

    Die erste, zehnteilige Staffel von „House of the Dragon“ steht zeitgleich zur US-Premiere am 21. August noch in der Nacht zum 22. August über WOW und Sky Q auf Abruf zu Verfügung. Die lineare Ausstrahlung erfolgt am Abend des 22. August auf Sky Atlantic.

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