„Home Economics“: Sitcom mit Topher Grace („Die wilden Siebziger“) feiert Deutschlandpremiere

    Familiencomedy auf den Spuren der „Modern Family“

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 10.03.2022, 09:00 Uhr

    Die Hayworth-Geschwister mit ihren Ehepartnern in „Home Economics“ – Bild: ABC
    Die Hayworth-Geschwister mit ihren Ehepartnern in „Home Economics“

    Die US-amerikanische Sitcom „Home Economics“ findet im April ihren Weg nach Deutschland und zu Sky: Der Sender Sky Comedy nimmt das Format am 26. April ins Programm und zeigt dann dienstags ab 20:15 Uhr Doppelfolgen. Die Serie, die „Die wilden Siebziger“-Darsteller Topher Grace zu ihren Hauptdarstellern zählt, versucht, sich eine Scheibe vom Erfolg von „Modern Family“ abzuschneiden.

    Im Zentrum steht nämlich mal wieder eine Großfamilie, aufgespannt von drei erwachsenen Geschwistern und deren Familien. Die befinden sich in unterschiedlichen finanziellen Situationen. Während das anfänglich der Aufhänger ist – die beiden älteren Geschwister müssen ihren deutlich erfolgreichen jüngeren Bruder anpumpen -, verschwindet dieser Aufhänger bald aus dem Zentrum: Es geht um erwachsene Geschwister mit ihren Rivalitäten, Sorgen und Erfolgen sowie Eltern und diverse Kinder im Grundschulalter.

    Darum geht es in „Home Economics“

    Der älteste Bruder Tom (Topher Grace) ist ein Schriftsteller, der eigentlich ganz gut über die Runden gekommen ist, in letzter Zeit aber mit seinen Lebensumständen hadert: Nach seinem Erstlingsroman leidet er unter einer Schreibblockade. Da hilft es nicht, dass seine Frau Marina (Karla Souza) gerade Zwillinge als die Kinder zwei und drei der beiden zur Welt gebracht hat – und daher auch Marinas Gehalt als Anwältin ausfällt. So überlegt Tom, sich beim Bruder Geld zu leihen.

    Sarah (Caitlin McGee) – die Mittlere – ist eine Therapeutin für sozial schwache Kinder, die mit ihrer Ehefrau Denise (Sasheer Zamata) selbst zwei Kinder adoptiert hat – da auch Denise als Lehrerin in einem in den USA sehr mager entlohnten Beruf arbeitet, kommt die vierköpfige Familie in der generell teuren Gegend von San Francisco kaum über die Runden. Als der Arbeitgeber von Sarah ihr wegen gestrichener Förderung kündigen muss, sieht auch sie sich in der Zwangslage, sich wohl vom Bruder Geld leihen zu müssen – obwohl sie mit der Art, wie er sein Geld ohne soziales Gewissen verdient, nicht zufrieden ist.

    Dritter im Bunde ist Connor (Jimmy Tatro), der mit seinem Private-Equity-Unternehmen zu großem Reichtum gekommen ist, aber weder ein ausgeprägtes soziales Gewissen wie Sarah noch eine fundierte Bildung wie Tom hat. Gerade hat er sich wieder eine prächtige Villa in seiner Geburtsstadt San Francisco geleistet. Was seine Geschwister anfangs nicht wissen: Connor hat sich gerade von seiner Frau (Justine Lupe, „Cristela“) getrennt und will sich nun mit dem Hauskauf in der Heimatstadt wieder enger an seine Familie binden – insbesondere auch, um seiner kleinen Tochter Gretchen (Shiloh Bearman) Anschluss an ihre Cousinen und den Cousin zu geben.

    Ebenfalls mit im Cast sind Lidia Porto als Connors resolute Haushälterin Lupe sowie Nora Dunn und Phil Reeves als Muriel und Marshall, die als Eltern der drei erwachsenen Geschwister immer wieder mal zu Besuch kommen. Vor allem, um den Luxus zu genießen, den Connor bieten kann…

    Wie erwähnt hängt sich die Serie zunächst stärker an den finanziellen Unterschieden auf, ab der zweiten Staffel geht es dann aber auch stärker um die Alltagsgeschichten der drei Familien mit ihren Kindern.

    „Home Economics“ ist in den USA mit einer nur kurzen sechsteiligen Staffel im Frühjahr 2021 gestartet, mittlerweile läuft dort die 22-teilige zweite Staffel bei ABC. Allerdings ist das Format nicht der größte Quotenbringen und muss den Upfronts im Mai mit Sorgen entgegenblicken. Zumal sie eben nicht primär von ABC/​The Walt Disney Company hergestellt wird, sondern von Lionsgate TV.

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