„Herr der Ringe“-Serie und „Cowboy Bebop“ kehren in Neuseeland zur Produktion zurück

    Drehstart für zwei Prestige-Projekte von Amazon und Netflix

    Ralf Döbele – 29.09.2020, 12:00 Uhr

    Die „Herr der Ringe“-Serie von Amazon hat die Dreharbeiten wieder aufgenommen

    Mit Corona-bedingter Verspätung werden nun in Neuseeland die Dreharbeiten zur neuen „Herr der Ringe“-Serie fortgesetzt. Um dies möglich zu machen, musste die dortige Regierung Ausnahmegenehmigungen zur Einreise für Schauspieler und Crew erteilen. Auch die Anime-Neuverfilmung „Cowboy Bebop“ von Netflix steht laut Deadline Hollywood kurz vor dem Drehstart, der am morgigen Mittwoch erfolgen soll.

    Für „The Lord of the Rings“, das im westlichen Auckland entsteht, war bereits vor dem Corona-Shutdown die erste Klappe gefallen. Zwei Episoden waren nahezu fertiggestellt, als die Produktion Mitte März im Angesicht der sich zuspitzenden Pandemie unterbrochen werden musste. Allerdings sollte das Format nach der Fertigstellung der ersten zwei Folgen ohnehin eine mehrmonatige Pause einlegen, auch um dem neuseeländischen Winter zu entgehen. Diese Zeit nutzen die Showrunner John D. Payne und Patrick McKay, um die Handlung der zweiten Staffel auszuarbeiten, die Amazon bereits im November 2019 frühzeitig bestellt hat (fernsehserien.de berichtete).

    Die neue „Der Herr der Ringe“-Serie wird in der von J.R.R. Tolkien geschaffenen Welt Mittelerde spielen, die Handlung spielt vor der des Films „Die Gefährten“.

    Auch „Cowboy Bebop“ hatte bereits zwei Episoden der ersten Staffel fertiggestellt, als eine längere Pause eingelegt werden musste. Diese hing hier allerdings mit der Knieverletzung von Hauptdarsteller John Cho zusammen, die sich der Schauspieler im vergangenen Oktober am Set zugezogen hatte. Cho verkörpert in „Cowboy Bebop“ Spike Spiegel, den Anführer der Crew des Raumschiffs Bebop und damit die zentrale Hauptrolle. So war es kaum möglich, die Dreharbeiten ohne ihn fortzusetzen. Durch die Corona-Krise dauerte die Pause aber nun deutlich länger als zunächst für die Heilung des Darstellers gedacht.

    „Cowboy Bebop“ spielt als Real-Verfilmung des Anime-Kulthits in der Zukunft im Sonnensystem an Bord des Raumschiffs Bebop. Auf ihm flieht eine zusammengewürfelte Crew an Cowboys (Kopfgeldjäger) einerseits vor der eigenen Vergangenheit, andererseits sammelt sie Kopfgelder ein, die auf andere Flüchtige ausgesetzt sind. Und wenn Not am Mann ist, retten sie auch das Sonnensystem – „wenn der Preis stimmt“. Vor längerer Zeit wurde die Erde nahezu unbewohnbar, was die Menschheit über das Sonnensystem verstreut hat.

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