„Heiter bis tödlich“: ARD verpasst Vorabendserien einheitlichen Titel

    Neue Regionalkrimis werden umbenannt

    Michael Brandes – 26.08.2011, 17:20 Uhr

    Heiter bis tödlich in Büdringhausen – Bild: ARD/Frank Dicks
    Heiter bis tödlich in Büdringhausen

    Ab Oktober wird der 18.50 Uhr-Sendeplatz im Ersten wie geplant mit regionalen Krimiserien belegt. Inzwischen stehen die ersten Starttermine fest. Die dazugehörige Marketingstrategie ist allerdings zumindest in inhaltlich-kreativer Hinsicht gewöhnungsbedürftig: Der Senderverbund hat entscheiden, den bislang unter den Arbeitstiteln „Nordisch herb“, „Henker und Richter“ sowie „Hubert und Staller“ bekannten Serien den einheitlichen Titel „Heiter bis tödlich“ zu verpassen.

    In „Nordisch herb“ (bisher: „Friesisch herb“) geht ab dem 25. Oktober jeweils dienstags um 18.50 Uhr ein ungleiches Paar auf Verbrecherjagd. Der alte Haudegen Jon Peterson (Frank Vockroth) bekommt Verstärkung aus Berlin: Die attraktive Nora Neubauer (Loretta Stern) soll die Husumer Polizei gehörig aufmischen.

    In „Heiter bis tödlich in Oberbayern“ (bisher: „Hubert und Staller“), ab dem 2. November für den Mittwoch eingeplant, stehen ebenfalls zwei ungleiche Ermittler im Vordergrund: Hubert (Christian Tramitz) macht Dienst nach Vorschrift, Staller (Helmfried von Lüttichau) macht Dienst ohne auf die Vorschriften zu achten. Mit dem Lösen ihrer Fälle sind Hubert und Staller regelmäßig überfordert.

    Die Serie „Heiter bis tödlich in Büdringhausen“ (bisher: „Henker und Richter“), ab dem 10. November jeweils donnerstags um 18.50 Uhr, spielt in einem fiktiven Ort im Münsterland. Die ehrgeizige Staatsanwältin Saskia Henker (Rike Schmid) wechselt von Düsseldorf in die Provinz, um in einem kleinen Amtsgericht zu arbeiten. Der behäbige Amtsrichter Klaus Wagenführ (Martin Lindow) will sich allerdings nicht an ihr hohes Arbeitstempo gewöhnen. Von allen drei Serien-Neuzugängen wurden jeweils 16 Folgen produziert.

    Hinter dem bemüht-lustigen Titel ’Heiter bis tödlich in … “ steckt eine simple Vermarktungsstrategie. In Branchenkreisen würde man vermutlich offiziell von einer „Orientierungshilfe“ für die Zuschauer sprechen, die aus Sicht der quotenfixierten Sender ja möglicherweise mit all den neuen Titeln und TV-Terminen heillos überfordert sein könnten. Bleibt zu hoffen, dass sich hinter dem Einheitstitel nicht auch noch ein Einheitsbrei verbirgt, der diese Maßnahme nachträglich rechtfertigt.

    Durchatmen können immerhin die Freunde des „Großstadtreviers“. Die Crew um Dirk Matthies alias Jan Fedder darf ihren Serientitel behalten und ermittelt im Rahmen der neuen Krimi-Schiene ab dem 24. Oktober jeweils montags um 18.50 Uhr in neuen Folgen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Sagt mal: Könnt Ihr im deutschen Fernsehen nichts anderes mehr als Krimis produzieren? Auf allen ARD-Kanälen laufen (gefühlt) nahezu täglich Tatortkrimis,. Im ZDF Soko 5113, Der Alte, Ein Fall für Zwei, usw und usw. Es ist immer derselbe langweilige Schrott: Am Anfang des wird eine Leiche gefunden, danach sieht man die Spurensicherung und eine Gerichtsmedizinerin bei deren Tätigkeiten. Anschließend ermitteln zwei Kommissare knapp eine Dreiviertelstunde lang im Umfeld des Mordopfers mit den Fragen "wo waren Sie am 02.08. zwischen 21.00 und 23.00 Uhr? Kurz vor Ende der Sendung wird dann der Täter festgenommen und legt nach anfänglichem Leugnen dann ein Geständnis ab. Einer der verhörenden Kripobeamten sagt dann zum anwesenden Wachmann "Abführen!" Ende der Sendung. Ich frage mich: W e r will das wirklich tagtäglich sehen? Ich jedenfalls nicht mehr. Ich werde meinen Fernseher bald abschaffen!

      ZDF Soko 5113,
      R
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      • am via tvforen.demelden

        Dauern die Krimiserien dann 25 oder 50 min?

        Ich frag deswegen, da ja ab Januar 2012 Gottschalk täglich um 19.25 Uhr kommen soll!

        Hoffentlich wird Verbotene Liebe nicht wieder auf 25 min. verkürzt

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