HBO: Ehemaliger Showtime-Chef Robert Greenblatt wird neuer Boss

    Personelle Neustrukturierung nach Übernahme von Warner durch AT&T

    29.03.2019, 09:12 Uhr – Bernd Krannich

    HBO: Ehemaliger Showtime-Chef Robert Greenblatt wird neuer Boss – Personelle Neustrukturierung nach Übernahme von Warner durch AT&T – Bild: NBC
    Robert Greenblatt

    Der amerikanische Pay-TV-Primus HBO hat einen neuen Verantwortlichen: Robert Greenblatt. Der fast 60-Jährige war in seiner langen Karriere auch schon Boss des kleineren Konkurrenten Showtime (2003 bis 2010). Von dort war er seinerzeit bei der Übernahme von NBCUniversal durch Comcast zu NBC gewechselt. Kürzlich hatte er seinen Job bei dem Network aufgegeben – dem Vernehmen nach auch, um sich darüber hinaus wieder der Produktion von Projekten widmen zu können (fernsehserien.de berichtete).

    Vor kurzer Zeit wurde die Übernahme von HBOs Mutterfirma Time Warner durch den Telefon- und Satellitenanbieter AT&T vollzogen (fernsehserien.de berichtete) – der Unternehmensteil wurde in WarnerMedia umbenannt. Als Folge dessen hat sich der langjährige HBO-CEO Richard Plepler Ende Februar 2019 schließlich verabschiedet. Berichte sprechen von unterschiedlichen Ansichten über die weitere Ausrichtung von HBO zwischen Plepler und seinem damals eingesetzten neuen Vorgesetzten, John Stankey. Der war im Zuge der Übernahme von AT&T als Boss zu WarnerMedia gekommen und wollte den Output des Senders wohl erhöhen, während Plepler weiter nur sehr ausgewählte Formate produzieren wollte.

    Wie gesagt, ein bisschen überrascht es, dass Greenblatt nun doch wieder einen ähnlichen Job wie den bei NBC angenommen hat. Allerdings hat er im neuen Aufgabenbereich wohl mehr kreative Freiheiten: Greenblatt unterstehen als CEO von WarnerMedia Entertainment (also den Unterhaltungssendern von Warner Media, in Abgrenzung zu Nachrichtensendern wie CNN) nicht nur HBO sowie die Schwestersender TNT und TBS, sondern auch der in Vorbereitung befindliche Streamingdienst von WarnerMedia (fernsehserien.de berichtete). Das hat Methode, denn bei dem Streamingdienst, der aus dem bisherigen HBO-Angebot erwachsen soll, werden dann auch die Serien der genannten Sender ihre langfristige Verwertung finden.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Lysander am 29.03.2019 15:33

      na, dann: good bye Qualitätsfernsehen ...
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