„Green Hornet“-Darsteller Van Williams gestorben

    Serie von 1966 an der Seite von Bruce Lee

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 06.12.2016, 11:53 Uhr

    Van Williams (l.) mit Bruce Lee in „Green Hornet“ – Bild: 1966 ABC
    Van Williams (l.) mit Bruce Lee in „Green Hornet“

    Als „Die grüne Hornisse“ kämpfte Van Williams in den 1960er Jahren an der Seite von Bruce Lee gegen das Verbrechen. Obwohl die Serie lediglich eine Staffel lang überlebte, hat „Green Hornet“ bis heute Kultstatus, genau wie ihr Hauptdarsteller. Nun wurde bekannt, dass Williams bereits am 29. November im Alter von 82 Jahren an Nierenversagen verstorben ist.

    Van Zandt Jarvis Williams wuchs in Texas auf einer Ranch auf. Ende der 1950er Jahre arbeitete er auf Hawaii als Tauchlehrer, als er von dem Filmproduzenten Michael Todd entdeckt wurde. Der war damals mit Elizabeth Taylor verheiratet. In Los Angeles unterschrieb Williams schließlich einen Vertrag bei Warner Bros. und absolvierte seine ersten Gastauftritte in Fernsehserien.

    Schon bald erhielt Van Williams seine erste feste Serienrolle als Privatschnüffler Kenny Madison in dem ABC-Krimi „New Orleans, Bourbon Street“. Nach nur einer Staffel wurde das Format eingestellt, doch Williams und seine Figur wechselten aufgrund seiner Beliebtheit zu einer anderen Serie. In „Surfside 6“ ermittelte Kenny Madison nun zwei Staffeln lang in Miami. Eine weitere Hauptrolle folgte als junger Geschäftsmann Pat Burns in der kurzlebigen Sitcom „The Tycoon“.

    1966 war die „Batman“-Serie von Produzent William Dozier auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs. So entschlossen sich Dozier und ABC auch „Green Hornet“ auf dem Bildschirm zu bringen und verpflichteten Van Williams für die Hauptrolle des Playboys und Zeitungsbesitzers Britt Reid. Der damals noch unbekannte Bruce Lee schlüpfte in die Rolle von Reids Diener Kato. Gemeinsam brachten sie, auch dank ihrem mit allerlei Überraschungen gespickten Auto Black Beauty, Verbrecherbanden zur Strecke. „Green Hornet“ basierte auf einer Radioserie aus den 1930er Jahren, von der Williams als Kind selbst ein Fan gewesen war.

    Letztendlich brachte es „Die grüne Hornisse“ aber lediglich auf eine Staffel mit 26 Episoden. Van Williams schlug sich danach mit weiteren Gastauftritten in Formaten wie „Kobra, übernehmen Sie“, „Mannix“ und „Der Chef“ durch. 1975 erhielt er noch einmal eine Hauptrolle als Unterwasser-Fotograf Steve Andrews in der Kinderserie Westwind , die nach 13 Folgen wieder eingestellt wurde.

    Nach weiteren vereinzelten Gastauftritten, unter anderem in „Die Straßen von San Francisco“ und „Detektiv Rockford: Anruf genügt“, entschloss sich Williams 1982 schließlich aus dem Schauspielgeschäft auszusteigen. In den Jahren danach war er als Deputy der Reserve für das Sheriff’s Department in Malibu tätig, arbeitete für dessen Such- und Rettungsteam und zeitweise auch als Feuerwehrmann.

    2007 sprach Williams in einem Interview über seine Gründe für die Entscheidung: „Ich mochte das Schauspielgeschäft nicht sehr. Ich mochte die Leute darin nicht, wie sie sich verhielten, die ganzen Schwindeleien und Intrigen. Das war keine angenehme Schule für einen Typ aus Texas, für den ein Handschlag ein Versprechen war. Ich hatte die Schauspielerei auch immer eher als Geschäft gesehen, ich wollte nicht unbedingt berühmt werden“.

    Van Williams hinterlässt seine Ehefrau Vicki, mit der er 57 Jahre lang verheiratet war, drei Töchter und fünf Enkelkinder. Vicki Williams sagte nach seinem Tod gegenüber Variety: „Er hatte ein liebevolles und gütiges Herz. Er war ein wundervoller Ehemann, ein großartiger Vater und ein aufopfernder Großvater“.

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