„Gossip Girl“ erhält Reboot bei HBO Max

    Acht Jahre später taucht ein neues Gossip Girl auf

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 18.07.2019, 10:30 Uhr

    Der Cast der sechsten Staffel von „Gossip Girl“ – Bild: The CW
    Der Cast der sechsten Staffel von „Gossip Girl“

    Der kommende Streaming-Dienst HBO Max (fernsehserien.de berichtete) hat zehn Episoden einer indirekten Fortsetzung der Serie „Gossip Girl“ bestellt. Dieses neue „Gossip Girl“ (Arbeitstitel) spielt wohl in der selben Welt, in der acht Jahre nach dem Verschwinden der ursprünglichen Gossip Girl-Webseite ein Nachfolger auftaucht.

    Die Serie wird erneut produziert von Fake Empire, der Firma von Josh Schwartz und Stephanie Savage (auch „Marvel’s Runaways“, „Der Denver-Clan“), als Autor wurde „Quantico“-Schöpfer Joshua Safran gewählt, der beim Original-“Gossip Girl“ bereits mehrere Staffeln zu den Produzenten gehört hatte. Weiterhin mit im Boot sind Alloy Entertainment (beim Alloy-Verlag erschien die Jugendbuch-Vorlage von Cecily von Ziegesar) sowie Warner Bros. TV und CBS Television Studios.

    Das Serienoriginal interpretierte die Geschehnisse und Charaktere der Bücher neu und lief zwischen 2007 und 2012. Es handelte von den Schülern zweier Privatschulen an der Upper Eastside von New York City, wo insbesondere der eher nicht so wohlhabende Dan Humphrey und seine Schwester Jenny mit den wohlhabenden Teens aus der High Society in Kontakt kommen, während das geheimnisvolle Gossip Girl das Leben der Heranwachsenden auf seiner Webseite enthüllt.

    Die neue Serie will zeigen, wie sich Social Media, aber auch New York City selbst seit damals verändert haben, als das acht Jahre zuvor verschwundene Gossip Girl wiederbelebt wird.

    Die Originalserie machte Darsteller wie Blake Lively, Leighton Meester, Penn Badgley, Chace Crawford, Ed Westwick und Taylor Momsen bekannt, die in der Folge in den USA Karriere in der Unterhaltungsindstrie machen konnten. Kristen Bell steuerte die Voice-over-Kommentare des anonymen Gossip Girl bei.

    US-Sender The CW hatte damals unter seiner Chefin Dawn Ostroff vor allem auf Soap-Formate gesetzt und auch „90210“ sowie die Neuauflage von „Melrose Place“ am Start. Für „Gossip Girl“ war damals ein Spin-Off namens „Valley Girls“ angetestet worden, das die Jugend der Mutter von Serena van der Woodsen in den 1980ern in Los Angeles ins Zentrum stellen wollte – Brittany Snow hatte damals die Rolle, während Krysten Ritter als deren Schwester engagiert worden war.

    Das Finale des Original-“Gossip Girl“ gehört mit seiner Enthüllung, wer sich denn nun hinter dem Alias verbirgt, zu den umstritteneren Serienfinals. Dass es trotzdem keine große Wellen schlug, sondern allenfalls zu Schulterzucken führte, zeigte damals, dass die Serie massiv an Zuschauergunst und popkultureller Bedeutung verloren hatte.

    HBO Max ist der kommende, eigene Streamingdienst des Medienkonzerns Warner, zu dem auch HBO als Tochterfirma gehört, und der auch 50 Prozent Anteil an The CW hat. Ende 2019 soll in den USA eine Beta-Version starten, Anfang 2020 soll dann der richtige Start erfolgen. Zum Auftritt in Deutschland wurde noch nichts bekannt.

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