[UPDATE] ESC-Songs aus Österreich, Schweiz und Niederlande stehen fest

    Soul, Retrofunk und eine französischsprachige Ballade

    Lukas Respondek – 04.03.2020, 15:11 Uhr

    Jeangu Macrooy, Gjon’s Tears und Vincent Bueno (v.l.)

    Update: Das Musikvideo zum österreichischen Beitrag „Alive“ von Vincent Bueno wurde veröffentlicht und dem Artikel weiter unten beigefügt.

    Wenige Tage vor Erreichen der Deadline für Einreichungen haben die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Österreichs, der Schweiz und der Niederlande die Songs für den diesjährigen „Eurovision Song Contest“ bekanntgegeben. Wie auch der deutsche Beitrag wurden die drei Songs nicht im Rahmen einer Vorentscheid-Show bestimmt, sondern intern ausgewählt.

    Die Schweiz beim „Eurovision Song Contest“ vertreten wird der 21-jährige Sänger Gjon’s Tears. Der Musiker, der Wurzeln in Albanien und im Kosovo hat, nahm bereits an den Talentshows „Albania’s Got Talent“, „Switzerland’s Got Talent“ und „The Voice France“ teil. Nebenbei malt er und begeistert sich für Kino und Theater.

    In seinem französischsprachigen Song „Répondez-moi“ stellt sich der Fribourger mit der hohen Gesangsstimme persönliche, aber auch universelle Fragen, die insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund bewegen. Auf Französisch sang ein Schweizer ESC-Vertreter zuletzt vor zehn Jahren, als Michael von der Heide auf dem letzten Platz im Halbfinale scheiterte. Ob es in diesem Jahr besser läuft, wird sich am 14. Mai 2020 zeigen.

    Das Musikvideo zu „Répondez-moi“ von Gjon’s Tears

    Für die Niederlande schickt der Rundfunksender Avrotros den Sänger Jeangu Macrooy ins Rennen. Der 26-jährige Musiker, der bereits mehrere Singles und Alben veröffentlicht hat, stammt gebürtig aus dem südamerikanischen Surinam. Macrooys musikalische Biografie begann im Alter von 13 Jahren, als ihm seine Eltern eine Gitarre schenkten. Inzwischen ist er – auch aufgrund seiner Homosexualität – in die Niederlande gezogen und lebt dort seit 2014. Sein Erfolg als Modern-Soul-Musiker führte bereits zu zwei Nominierungen für den Edison Award, der gemeinhin als niederländisches Äquivalent zu den „Grammy Awards“ gilt.

    Medienberichten zufolge wird Macrooy beim ESC in Rotterdam die Soul-Ballade „Grow“ singen, die am Morgen bereits auf der Streamingplattform Apple Music geleakt wurde und heute Abend um 19:15 Uhr offiziell veröffentlicht werden soll. Als Vertreter des letztjährigen Siegerlandes ist Jeangu Macrooy automatisch für das Finale am 16. Mai 2020 qualifiziert.

    Das Musikvideo zu „Grow“ von Jeangu Macrooy

    Der ORF hat sich bereits vor längerer Zeit auf einen Kandidaten festgelegt: Vincent Bueno wird Österreich in diesem Jahr beim „Eurovision Song Contest“ vertreten. Der gebürtige Wiener fing bereits im Alter von sechs Jahren an zu musizieren und schloss 2007 die Ausbildung „Musikalisches Unterhaltungstheater – Musical“ am Konservatorium in Wien ab. Als Sieger des ORF-Wettbewerbs „Musical! Die Show“ und späterer Teilnehmer an „Dancing Stars“ wurde er einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Nun verschlägt es ihn beim ESC auf die weltweite Bühne.

    Buenos Beitrag mit dem Titel „Alive“ erzählt, so der ORF, „vom Lebendigwerden durch die Befreiung vom eigenen Ego“ und vereint die Musikrichtungen, die dem 34-jährigen Wiener am meisten am Herzen liegen: Funk und R&B. Der Retrofunk-Song feiert morgen in der Radio-Morningshow „Ö3-Wecker“ seine öffentliche Premiere. Wie auch der Schweizer Act wird der österreichische ESC-Vertreter zunächst im zweiten Halbfinale am 14. Mai 2020 versuchen, sich für einen Auftritt im Finale zu qualifizieren. Das deutsche Publikum ist in diesem Halbfinale nicht abstimmungsberechtigt.

    Das Musikvideo zu „Alive“ von Vincent Bueno

    Der „Eurovision Song Contest“ findet am 12., 14. und 16. Mai 2020 in Rotterdam statt. One wird die Halbfinals live übertragen, das Finale ist dann wie gehabt auch im Ersten zu sehen. „Unser Lied für Rotterdam“ steuert diesmal Ben Dolic bei, der mit „Violent Thing“ bereits für das Finale qualifiziert ist (fernsehserien.de berichtete).

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Wir werden doch nicht letzter. Australien und die Schweiz klingen schlimmer.

      Der Sänger der Niederlande hat eine tolle Stimme. Der Song ist nur langweilig.

      Irland ist ganz erträglich, allerdings nichts, dass ich mir anhören würde.

      Weißrussland: Erinnert mich an die Anfänge von Sarah Connor
      Kroatien: Tolle Stimme, Lied weiß ich nicht

      Island: Bleibt seinem Ruf treu und ist völlig irre

      Der Rest ist nicht wirklich bei mir hängen geblieben. Insgesamt sind die Lieder sehr depressiv. Also den schlechtesten Beitrag schicken wir, meiner Meinung nach, nicht.
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        Gjon's Tears gibt mir irgendwie einen Flashback wie vor Jahren Gotye, halt nur auf französisch. Persönlich mag ichs aber nicht wirklich, aber ist immerhin nicht grundsätzlich schlecht.
        Wo ich von schlecht spreche, da fällt mir dann doch eher Alive (oder der deutsche Beitrag) ein. Alive hört sich an wie etwas, was so die Jugend von heute vielleicht mögen könnte, könnte mir gut als Fortnite Hintergrundsgedudel vorstellen. Aber Kids gucken ja nicht den ESC, mal gespannt, wo der also am Ende landet.

        Jeangu Macrooys Lied hört sich stellenweise echt gut an, allerdings hat das Lied imo ein paar längere Stellen, die mir so gar nicht gefallen.
        • am via tvforen.demelden

          TV Wunschliste schrieb:
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          >
          > Der "Eurovision Song Contest" findet am 12., 14.
          > und 16 Mai 2020 in Rotterdam statt.

          Das glaube ich ehrlich gesagt nicht mehr. wenn überhaupt dann nur auf kleiner Bühne ohne Publikum.

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