Ehemaliger ARD-Chefredakteur Martin Schulze verstorben

    Unter anderem moderierte er den „Bericht aus Bonn“

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 24.03.2014, 15:46 Uhr

    Martin Schulze – Bild: WDR/Fürst-Fastré
    Martin Schulze

    Der ehemalige ARD-Chefredakteur Martin Schulze ist am vergangenen Samstag, 22. März, nach langer Krankheit im Alter von 76 Jahren gestorben. Er leitete viele Jahre als Korrespondent die ARD-Studios in Bonn und Brüssel und moderierte unter anderem das renommierte Politmagazin „Bericht aus Bonn“.

    Martin Schulze, geboren am 7. Juli 1937 in Essen, absolvierte eine journalistische Ausbildung und das Studium der Physik und Philosophie. Anschließend arbeitete er zunächst als freier Journalist für diverse Tageszeitungen. Ab 1963 folgten Engagements als Reporter und Redakteur für das Fernsehen. So war er für das ARD-Politikmagazin „Report“ und das Auslandsmagazin „Weltspiegel“ tätig. Zwischen 1965 und 1971 arbeitete er als Redakteur bei „Monitor“ und berichtete zudem aus Ost- und Westeuropa, aus Afrika und Mittelamerika.

    Danach ging Schulze 1971 als Fernsehkorrespondent nach Brüssel und übernahm nach kurzer Zeit das dortige ARD/​WDR-Europastudio als Studioleiter. 1983 wechselte er als ARD-Koordinator für Politik, Gesellschaft und Kultur nach München, wo er 1989 ARD-Chefredakteur wurde. 1993 kam er als stellvertretender Studioleiter und Sonderkorrespondent in das ARD/​WDR-Studio nach Bonn, dessen Leitung er schließlich 1995 übernahm. Zur gleichen Zeit übernahm er die Moderation des „Berichts aus Bonn“, bis er am 1. September 1999 in Pension ging. Doch auch danach war Schulze weiterhin als Journalist aktiv und moderierte beim Ereigniskanal Phoenix diverse politische Formate, unter anderem die „Phoenix Runde“ und die Gesprächssendung „Im Dialog“.

    „Martin Schulze hat die politische Berichterstattung des WDR und der ARD mitgeprägt. Er war ein überaus beliebter Reporter und Kommentator, der unserem Publikum auch komplizierte politische Zusammenhänge verständlich näher brachte. Mit seinem Tod verlieren wir einen herausragenden und leidenschaftlichen Journalisten“, so WDR-Intendant Tom Buhrow.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      Habe ihn gerne gesehen, vor allem in den ersten Jahren von Phoenix mit seiner ruhigen Art zu Moderieren.

      weitere Meldungen