[UPDATE] „Drei Engel für Charlie“-Star Tanya Roberts am Montagabend verstorben

    Manager verbreitete am Sonntag eine verfrühte Todesnachricht

    Ralf Döbele – 05.01.2021, 11:21 Uhr

    Tanya Roberts kämpft in einem Krankenhaus in Los Angeles um ihr Leben

    UPDATE: Nach neuesten Medienberichten ist der frühere „Drei Engel für Charlie“-Star Tanya Roberts nun doch am Montagabend im Cedars-Sinai-Krankenhaus in Los Angeles verstorben. Sie war 65 Jahre alt. Dem voraus ging eine verfrühte Todesmeldung, die Roberts’ Manager Mike Pingel bereits am Sonntag verfrüht an die US-Medien verbreitet hatte.

    Todesursache sei laut Pingel eine Harnwegsinfektion gewesen, die sich bis zu ihren Nieren, der Gallenblase, Leber und in die Blutbahn ausgebreitet hatte. Der Manager berief sich bei seiner falschen Todesmeldung vom Sonntag auf fehlerhafte Informationen von Roberts’ Lebensgefährten Lance O’Brien, der sie aufgrund der verschärften Corona-Lage aber nicht persönlich im Krankenhaus habe besuchen können. Roberts befand sich stattdessen weiterhin in kritischer Verfassung auf der Intensivstation, wo sie nun am Montagabend um 21:30 Uhr verstarb. Dies bestätigte auch O’Brien am Dienstag gegenüber der New York Times.

    Tanya Roberts wuchs in New York City als Victoria Leigh Blum auf und startete ihre Karriere als Model, bevor sie schließlich in zahlreichen Off-Broadway-Stücken mitwirkte. Ihre ersten Auftritte in Hollywood hatte sie in mehreren B-Filmen, bevor sie von Produzent Aaron Spelling durch eine Gastrolle in „Vegas“ für die Hauptrolle in „Drei Engel für Charlie“ entdeckt wurde. Als früheres Model Julie Rogers war sie allerdings lediglich in der fünften und letzten Staffel Teil des Hauptcasts.

    Bekannt ist Tanya Roberts außerdem durch die Hauptrolle in dem Actionfilm „Beastmaster – Der Befreier“ und als eine Art weiblicher Tarzan in „Sheena – Königin des Dschungels“ (1984). 1985 folgte dann Roberts’ Paraderolle als Seismologin Stacey Sutton im 14. 007-Abenteuer „Im Angesicht des Todes“. An der Seite von Roger Moore verhinderte sie, dass der Industrielle Max Zorin (Christopher Walken) und seine Helfershelferin May Day (Grace Jones) das Silicon Valley durch ein künstlich ausgelöstes Erdbeben zerstörten.

    Weitere Gastauftritte in Fernsehserien folgten, bevor Tanya Roberts dann ab 1998 als Midge Pinciotti in der Hit-Sitcom „Die wilden Siebziger“ zu sehen war. Als attraktive ältere Frau wurde die Mutter von Donna (Laura Prepon) zu einem Objekt der Begierde für deren Teenager-Freunde Eric (Topher Grace) und Michael (Ashton Kutcher). In den ersten drei Staffeln gehörte Roberts zum Hauptcast, danach verließ sie die Serie, um sich um ihren kranken Ehemann kümmern zu können, der schließlich 2006 verstarb. In den Staffeln sechs und sieben war sie dann aber noch mit Gastauftritten zu sehen.

    Roberts’ letztes Engagement war schließlich 2005 eine wiederkehrende Rolle in der kurzlebigen Showtime-Serie „Barbershop“.

    ZUVOR: Tanya Roberts kämpft derzeit im Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles um ihr Leben – doch entgegen entsprechender Berichte ist sie nicht verstorben. Zahlreiche US-Medien beriefen sich am Montag auf ein Statement von Roberts’ Manager Mike Pingel, der die Todesnachricht veröffentlicht hatte. Es folgten zahllose Nachrufe, vor allem auch von Branchenportalen wie Variety, Deadline Hollywood und The Hollywood Reporter. Auf diese Quellen berief sich wiederum auch fernsehserien.de.

    Mir wurde ihr Tod bestätigt, allerdings von einer vollkommen aufgelösten Person, so Pingel in einem aktuellen Interview mit The Hollywood Reporter. Bei dieser Person habe es sich wohl um Roberts’ langjährigen Lebensgefährten Lance O’Brien gehandelt. Am Montagmorgen um 10:00 Uhr rief mich dann das Krankenhaus an, um mitzuteilen, dass sie noch am Leben ist, aber es sieht nicht gut aus. Wir werden hoffentlich bald weitere Informationen haben. Es ist verstörend.

    Mehr noch: Scheinbar wusste auch Lance O’Brien zunächst nicht, dass seine Lebensgefährtin noch am Leben ist. Der Moment, in dem er davon erfährt, wurde durch Zufall sogar aufgezeichnet. O’Brien befand sich gerade mitten in einem Interview mit dem CBS-Newsmagazin Inside Edition, als er den entsprechenden Anruf erhielt.

    Aufgrund der aktuellen Sicherheitsbestimmungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, konnte O’Brien Tanya Roberts nicht auf der Intensivstation des Cedars-Sinai Medical Center besuchen. Roberts sei nicht an Covid-19 erkrankt, müsse dort aber künstlich beatmet werden, nachdem sie am Heiligen Abend nach einem Spaziergang kollabiert war. So stellt sich die Frage, ob die Überlastung des Krankenhauses durch zahlreiche Covid-Patienten zu einer Verwechslung und der falschen Benachrichtigung geführt hat.

    Eine unabhängige Bestätigung des Zustands von Tanya Roberts ist aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht nicht möglich, sodass US-Medien weiterhin auf Statements von Lance O’Brien und Roberts’ Manager Mike Pingel angewiesen sind.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Ja, Sie sorgte in den 80ern, aber auch schon Spät 70ern, für einige feuchte Träume. Egal ob an der Seite von James Bond, Charlies letzter Engel oder vor allem in Beastmaster (1982) und Sheena (1984). Und diese Augen erst.
      R.I.P.

      Ps: Ironischerweise ist Sie nun als erste Leading Lady der Moore-Bond-Ära verstorben und ausgerechnet aus Moores letztem Bondfilm. Lediglich Carole Bouquet aus "In tödlicher Mission" (1981) ist noch etwas jünger. Alle anderen, also Jane Seymour, Brit Ekland, Barbara Bach, Lois Chiles und Maud Adams sind über 70.
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      • (geb. 1963) am melden

        Eine der schönsten Frauen der 80-er.
        "Die wilden Siebziger" hatte ich bisjetzt noch nicht gesehen, habe aber alle Folgen auf DVD-Video...
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        • am melden

          Auf RTL wurde vorhin berichtet das Sie nun leider doch verstorben ist.
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