„Downton Abbey“-Schöpfer findet neues Zuhause für episches Historiendrama

    Julian Fellowes’ „The Gilded Age“ wechselt überraschend den Sender

    03.05.2019, 13:00 Uhr – Ralf Döbele

    "Downton Abbey"-Schöpfer findet neues Zuhause für episches Historiendrama – Julian Fellowes' "The Gilded Age" wechselt überraschend den Sender – Bild: HBO

    Eigentlich hatte „Downton Abbey“-Schöpfer Julian Fellowes sein neues Serienprojekt „The Gilded Age“ bei NBC untergebracht. Im vergangenen Februar hatte das US-Network eine erste Staffel mit zehn Episoden bestellt, mit der Premiere wurde im Herbst 2019 gerechnet. Nun hat das Format aber überraschend das Zuhause gewechselt und ist bei HBO gelandet. Auch hier wurden nun zehn Folgen bestellt.

    Grund für den Wechsel soll der Produktionsaufwand für die Serie sein, die in den 1880er Jahren angesiedelt ist. Fellowes Drehbücher hätten wohl das von NBC vorgesehene Budget gesprengt. So sah sich das verantwortliche Produktionsstudio Universal Television noch einmal nach einem neuen Abnehmer um. HBO ging schließlich aus einem Bieterwettstreit als Sieger hervor. Zuletzt hatte Fellowes außerdem eine Pause in seiner Arbeit an „The Gilded Age“ eingelegt, um sich ganz auf den kommenden „Downton Abbey“-Film (fernsehserien.de berichtete) konzentrieren zu können.

    „The Gilded Age“ spielt im New York City der 1880er Jahre, in einer Zeit sozialer Umbrüche. Im Zenturm steht die Figur Marian Brook, der Spross einer alteingesessenen, konservativen Familie. Sie kommt mit einer Nachbarsfamilie in Kontakt, der der skrupellose Eisenbahn-Tycoon George Russell vorsteht. Dessen Sohn ist der schnittige und zugängliche Larry, daneben gehört die ehrgeizige Ehefrau Bertha zur Familie. Die Tatsache, dass die Russells eben erst „kürzlich“ zu ihrem Reichtum gekommen sind, bildet eine Barriere für den Einstieg in die höhere Gesellschaft, in der Familientradition groß geschrieben wird.

    Der Titel „The Gilded Age“ bezieht sich auf einen gängigen Begriff zur Beschreibung der damaligen Zeit. Damals gesellte sich zum alten „Geldadel“ an der amerikanischen Ostküste auch „neureiche“ Unternehmer. Zudem war es die Zeit, in der es üblich war, Verzierungen in den Häusern der Wohlhabenden nicht mehr aus Gold herzustellen, sondern nur noch mit Gold zu überziehen: auf Englisch „gilded“.

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