Dietmar Schönherr ist tot [2. UPDATE]

    Programmänderungen bei ARD und ZDF

    Dietmar Schönherr ist tot [2. UPDATE] – Programmänderungen bei ARD und ZDF – Bild: ZDF/Georg Meyer-Hanno
    Dietmar Schönherr mit seiner damaligen Ehefrau Vivi Bach bei „Wünsch dir was“

    2. UPDATE: Zur Erinnerung an Dietmar Schönherr zeigt das ZDF am Samstag (19.7.) um 14.40 Uhr die Tragikomödie „Mein Vater und ich“ aus dem Jahr 2005.

    UPDATE: Das Erste ändert anlässlich des Todes von Dietmar Schönherr sein Programm und zeigt am Sonntag, 20. Juli, um 14.45 Uhr den Spielfilm „Brücke zum Herzen“ aus dem Jahr 2005. Schönherr ist darin mit Simone Thomalla als ein liebevoll zerstrittenes Vater-Tochter-Gespann zu sehen.

    ZUVOR: Dietmar Schönherr ist tot. Der beliebte Schauspieler, Moderator, Regisseur und Autor starb in der Nacht zum heutigen Freitag (18. Juli) im Alter von 88 Jahren auf Ibiza, wo er seit Jahren seinen Lebensmittelpunkt hatte. Das gab der von ihm mitgegründete Hilfsverein Pan y Arte e.V. bekannt.

    Der Österreicher dürfte vielen Fernsehzuschauern noch immer als Commander Cliff Allister McLane in der 1966 entstandenen ersten deutschen Science-Fiction-Serie „Raumpatrouille“ in Erinnerung sein. Außerdem moderierte er erfolgreiche Fernsehshows wie „Wünsch Dir was“ (1969–72, zusammen mit seiner Ehefrau Vivi Bach) und ab 1973 die erste Talkshow im deutschsprachigen Fernsehen „Je später der Abend“. Im Laufe seiner langen Karriere spielte er in über 100 Kinofilmen und noch mehr Fernsehfilmen mit, zuletzt stand er 2009 für den TV-Film „Zeit der Träume“ vor der Kamera.

    Schönherr wurde am 17. Mai 1926 als Dietmar Edler von Schönleiten in Innsbruck geboren. Ursprünglich hatte er begonnen, Architektur zu studieren, entschied sich aber nach Zwischenstationen als Sprecher, Autor, Reporter und Radiomoderator beim ORF und WDR, den Weg als Schauspieler einzuschlagen. Auf die Rolle, die ihn bei einem breiteren Fernsehpublikum bekannt machte, den hitzköpfigen Raumschiffkommandanten der Orion, wollte er später nicht mehr so gerne angesprochen werden – der anhaltenden Beliebtheit bei deutschsprachigen Science-Fiction-Fans tat das keinen Abbruch. Dass er nicht auf diese eine Rolle festgelegt werden wollte, ist verständlich, erschloss er doch immer wieder neue künstlerische Felder für sich: Er stand auf zahlreichen Theaterbühnen, schrieb Romane und Kinderbücher, übersetzte unter anderem Sartre. Als Synchronsprecher lieh er James Dean seine Stimme.

    Nachdem sich Schönherr bereits in der deutschen Friedensbewegung engagiert hatte, gründete er 1985 eine Hilfsorganisation für Nicaragua, die später in dem Verein Pan y Arte („Brot und Kunst“) aufging. Gemeinsam mit dem Dichter Ernesto Cardenal war er die treibende Kraft hinter dem Kulturzentrum für Kinder und Jugendliche „Casa de los Tres Mundos“ in der Stadt Granada. Der Name des Hilfsvereins geht auf ein Zitat Schönherrs zurück, das auch als sein Lebensmotto gesehen werden kann: „Brot und Kunst sind die wichtigsten Lebensmittel des Menschen. Wir kümmern uns um beides.“

    18.07.2014, 11:46 Uhr – Marcus Kirzynowski/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Manfred_aus_Piesendorf am 26.07.2014 09:44

      Warum wird keine einzige Folge von Wünsch dir was wiederholt, jeder Schmarrn wird Wiederholt, nur so eine Show nicht.
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      • kaztenkreis (geb. 1970) am 19.07.2014 10:12

        Schade um Schönherr. Ich habe ihn immer gerne gesehen. Allerdings eine Schande, dass der ARD nichts besseres einfällt, als eine Schmonzette von 2005 mit der Thomalla zu senden.
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        • Manfred_aus_Piesendorf am 19.07.2014 10:08

          Ich frage mich schon lange warum werden Sendungen wie Wünsch dir was nicht wiederholt, wie zum Beispiel Starparade, Disco oder Hitparade im ZDF Kultur Sender?
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