Dieter Bellmann („In aller Freundschaft“) ist gestorben

    Fernseh- und Theaterschauspieler wurde 77 Jahre alt

    Dieter Bellmann ("In aller Freundschaft") ist gestorben – Fernseh- und Theaterschauspieler wurde 77 Jahre alt – Bild: ARD/Jens Ulrich Koch
    Dieter Bellmann

    Der Schauspieler Dieter Bellmann ist am 20. November 2017 im Alter von 77 Jahren verstorben. Dies bestätigte seine Witwe. Die Todesursache ist nicht bekannt. Am bekanntesten war er für seine Rolle des Klinikdirektors Professor Gernot Simoni, den er seit 1998 in der ARD-Erfolgsserie „In aller Freundschaft“ verkörperte.

    Dieter Bellmann wurde am 24. Juli 1940 in Dohna bei Pirna geboren. Von 1958 bis 1961 besuchte er die Leipziger Theaterhochschule und wurde anschließend bis 1967 vom Theater Junge Generation in Dresden engagiert. In den darauffolgenden 30 Jahren wirkte er bis 1997 am Schauspielhaus Leipzig, wo er auch als Regisseur tätig war. Parallel trat er zwischen 1968 und 1982 in zahlreichen Inszenierungen des Fernsehtheaters Moritzburg auf, beispielsweise in „Dem Kater schmeckt zwar jede Maus … “, (1970), „Der Zaubersessel“ (1975), „Der Misstrauische“ (1976) und „Reif für ’ne Kur“ (1982).

    In den 1960er Jahren begann auch Bellmanns Filmkarriere. Er führte Regie bei DEFA-Produktionen von Kinder- und Märchenfilmen, darunter „Dornröschen“, „Hase und Igel“ sowie „Die verzauberten Brüder“. Er selbst stand in den 1970er und 1980er Jahren für das DDR-Fernsehen in vielen „Polizeiruf 110“-Episoden vor der Kamera. Ab der ersten Folge übernahm er dann 1998 schließlich in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ die Rolle des Professor Gernot Simoni, mit der er bundesweit bekannt wurde. Bis Ende 2014 gehörte er zum Hauptcast, danach war er immer wieder in Gastauftritten zu sehen, zuletzt am 10. Oktober 2017. Davon abgesehen spielte er in den Folgen 38 und 45 der Jugendserie „Endlich Samstag!“ den Bauern Lindemann und war 2016 in der ZDF-Familienserie „Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen“ zu sehen.

    Dank seiner markanten und sonoren Stimme wurde Bellmann auch als Sprecher in Dokumentarfilmen sowie Synchron- und Hörbuchproduktionen eingesetzt. Schon während seiner Studienzeit war er als Sprecher tätig und sprach für die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig literarische Werke auf Tonband. Als Synchronsprecher lieh er unter anderem James Mason, Alain Delon, Donald Sutherland, Jonathan Pryce, David Suchet, und Ennio Fantastichini seine Stimme.

    Dieter Bellmann war mit der Schauspielerin Astrid Höschel Bellmann verheiratet und hatte einen Sohn. Er war zudem ehrenamtlicher Botschafter der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e.V. in Tambach-Dietharz.

    „Dieter Bellmann hat von Anfang an unsere ARD-Serie ‚In aller Freundschaft‘ geprägt: zunächst als Chefarzt, dann lange Jahre als medizinischer Direktor der ‚Sachsenklinik‘ und nach Professor Simonis Pensionierung als Berater. Dieter Bellmann hat sich mit hoher Professionalität und viel Charme in die Herzen der Fans gespielt. Wir nehmen Abschied von einem guten Freund, der in seiner Rolle wie auch als Mensch eine ganz herausragende Figur bei ‚In aller Freundschaft‘ war“, so MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi.

    Sven Sund, Geschäftsführer der Produktionsfirma Saxonia Media: „Mit Dieter verlieren wir nicht nur einen wunderbaren Schauspieler und Kollegen, sondern noch viel mehr einen guten Freund. Ich danke Dieter von Herzen, dass er uns mit seinem Wesen bereichert hat, sowohl in der Sachsenklinik als auch privat. Das Team von ‚In aller Freundschaft‘ um seinen Freund und Kollegen Thomas Rühmann und die gesamte Saxonia Media sind unendlich traurig.“

    22.11.2017, 15:58 Uhr – Glenn Riedmeier/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Wicket am 24.11.2017 12:58 via tvforen.de

      Er ist nur friedlich eingeschlafen, dass hat sein Anwalt verkündet und hat nicht gelitten.

      R.I.P.

      Wicket
      • Wicket am 23.11.2017 12:32 via tvforen.de

        Ich bin traurig. :..( Er schien mir auch im Privatleben ein sehr angenehmer Mensch gewesen zu sein. :..(

        In der "Blah" schreiben sie von einer schweren Krebserkrankung, die er tapfer ertrug und die er gegenüber seiner Kollegen nicht erwähnte.

        Hoffentlich wird sein Tod ebenso in "In aller Freundschaft" eingefügt, wie es bei Hendrike Fritz der Fall war.


        Mein Beileid gilt seiner Familie. Möge er nun seinen Frieden finden.

        R.I.P.

        Wicket