„Die Nanny“: Yetta-Darstellerin Ann Morgan Guilbert verstorben

    Beliebte Schauspielerin wurde 87 Jahre alt

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 16.06.2016, 09:50 Uhr

    Ann Morgan Guilbert (r.) als Yetta in „Die Nanny“ (zusammen mit Fernseh-Tochter Renée Taylor) – Bild: CBS
    Ann Morgan Guilbert (r.) als Yetta in „Die Nanny“ (zusammen mit Fernseh-Tochter Renée Taylor)

    Schauspielerin Ann Morgan Guilbert ist am Dienstag in Los Angeles verstorben. Das berichtet Variety unter Berufung auf die Tochter der Darstellerin. Für unsere Generation ist aus Guilberts mehr als 60-jähriger Karriere vermutlich die Rolle als Yetta Rosenberg ihre bekannteste Rolle, die vergessliche Großmutter von Fran Fine (Fran Drescher) in „Die Nanny“. Im Alter von 87 Jahren erlag sie nun einem Krebsleiden.

    Bereits in ersten Jahr ihrer Fernsehkarriere hatte die 1928 geborene Ann Morgan Guilbert die Rolle, die ihr den Durchbruch bringen sollte. Die im Fachbereich Drama and Speech in Stanford ausgebildete Schauspielerin spielte in der „Dick Van Dyke Show“ die Nachbarin Millie, die sich mit der von der jungen Mary Tyler Moore gespielten Laura anfreundete. In allen fünf Staffeln der von 1961 bis 1966 laufenden Serie und in 61 der 158 Episoden trat die Darstellerin auf.

    Nach zahlreichen Gastrollen gehörte Guilbert zum Cast der kurzlebigen „New Andy Griffith Show“ (1971). In den 1990ern erlebte ihre Karriere dann einen zweiten Frühling. Zusammen mit Joe Pantoliano und Christopher Meloni gehörte sie als Mutter der Titelfiguren zum Cast der Serie „The Fanelli Boys“ (hierzulande auch „Alles Pasta!“; 1991), es schloss sie die Rolle bei „Die Nanny“ an.

    Zuletzt gehörte sie als Birdy zu den Hauptfiguren von HBOs „Getting On – Fiese alte Knochen“. Daneben porträtierte Guilbert bei „Modern Family“ in der fünften Staffel einmal Cams Großmutter, die weder von seiner Homosexualität noch seiner Familie weiß. In diesem Jahr war sie bei der Comedy-Serie „Life in Pieces“ als Mutter der von Dianne Wiest gespielten Matriarchin der Familie.

    Daneben stand Guilbert im Verlauf ihrer langen Karriere auch immer wieder auf der Theaterbühne.

    Ann Morgan Guilbert war zweifach verheiratet. Aus der ersten Ehe (von 1951 und 1966) mit Fernsehproduzent George Eckstein („Auf der Flucht“, Mini-Serie „Masada“) stammen Guilberts beide Töchter. Nora Eckstein arbeitet als Schauspiellehrerin, Tochter Hallie Todd hat selbst eine erfolgreiche Schauspielkarriere (unter anderem Datas Tochter Lal bei „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“, Mutter der Titelfigur in „Lizzie McGuire“). In zweiter Ehe war Guilbert ab 1969 bis zu seinem Tod im Jahr 1997 mit Schauspielkollege Guy Raymond verheiratet.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Schade wieder ein echter Fernsehstar verstorben,nicht wie heute diese talentlosen,eingebildeten,selbstverliebten Darsteller.
      • am via tvforen.de

        Ich kannte sie vor allem aus den Fanelli Boys und der Nanny, und mir gefiel sie in beiden Rollen sehr gut.
        Anscheinend ist sie ja bis kurz vor ihrem Tod noch aktiv gewesen, war also noch in guter körperlicher und geistiger Verfassung bis weit über 80.
        Möge sie in Frieden ruhen!

        weitere Meldungen