„Die Helden der Nation“ von Disney+ nach einer Staffel abgesetzt

    Serie um den Weltraumwettlauf sucht nach neuem Zuhause

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 03.04.2021, 11:38 Uhr

    Szenenfoto aus „Die Helden der Nation“ mit den Astronauten der „Mercury Seven“ – Bild: National Geographic/Gene Page
    Szenenfoto aus „Die Helden der Nation“ mit den Astronauten der „Mercury Seven“

    Der Weltraum-Wettlauf zwischen USA und UdSSR zog sich mehr als ein Jahrzehnt lang hin – doch Disney+ gewährt seinem Historiendrama „Die Helden der Nation“ dennoch keine Verlängerung. Die Neuverfilmung des bekannten Romans „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ endet bei dem Streaming-Anbieter nach nur einer Staffel mit acht Episoden. Für Disney+ ist es die erste Absetzung einer Eigenproduktion.

    Warner Bros. Television, das „The Right Stuff“ (Originaltitel) als Studio verantwortet, ist nun laut Medienberichten dabei, nach einem neuen Zuhause für die historische Weltraumserie mit „Suits“-Veteran Patrick J. Adams zu suchen. Dafür bleibt Warner allerdings nicht Zeit. Laut Deadline Hollywood laufen die Verträge mit den Hauptdarstellern bereits an diesem Wochenende aus, wobei das Studio sich zuletzt um eine zweiwöchige Verlängerung der Frist bemüht hat, um einen Deal mit einem neuen Abnehmer auf die Beine zu stellen.

    Die Entscheidung von Disney+ hat sicher auch etwas mit den eher mittelmäßigen Abrufzahlen zu tun sowie der Tatsache, dass weitere Folgen das Fortschreiten des Weltraumprogramms auch mit zahlreichen neuen Darstellern und Hauptfiguren darstellen müssten. Für Disney+ war „The Right Stuff“ die zweite Eigenproduktion nach dem internationalen Hit „The Mandalorian“.

    Erzählt wird in „Die Helden der Nation“ die Geschichte der amerikanischen Raumfahrt in den späten 1950ern, als die Sowjets im Kalten Krieg im „Space Race“, dem Wettrennen der Supermächte um die „Eroberung“ des Weltraums, deutlich die Nase vorne hatten – 1957 hatten sie mit Sputnik 1 den ersten künstlichen Satelliten in eine Erdumlaufbahn gebracht. Ab 1958 und bis zur Vollendung 1963 unterhielten die US-Amerikaner das Project Mercury, dessen Ziel es war, einen Menschen ins All und sicher zur Erde zurück zu bringen.

    Dabei wurden die dafür ausgewählten Astronauten mitsamt ihren Familien unfreiwillig zu den ersten „Reality-Stars“: Während die Männer sich auf ihre Heldenreise begaben, die unsterblichen Ruhm oder einen frühen Tod als möglichen Ausgang haben konnten, wurde von der Presse mit Unterstützung der NASA auch das Familienleben der Astronauten beleuchtet.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Und ich dachte das Ganze sei ohnehin als Miniserie konzipiert gewesen. Das erklärt aber zumindest, warum das Ende Raum für weitere Handlung gelassen hatte.

      Schlecht war es nicht, aber so richtig Lust auf mehr hat es auch nicht gemacht.

      Wesentlich besser finde ich das mehr oder weniger fiktive Konkurrenzformat "For All Mankind", das trotzdem vergleichbare Schwächen aufweist.
      • (geb. 1964) am

        Sehr schade. Mir hat die Serie sehr gut gefallen und ich habe mich auf di neue Staffel gefreut.

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