Die Berlinale im Fernsehen

    Ein Überblick über das TV-Programm

    Michael Brandes – 04.02.2009

    Die Berlinale im Fernsehen – Ein Überblick über das TV-Programm – Bild: 3sat

    Mit Tom Tykwers neuem Film „The International“ wird am Donnerstag (5.2.) die Berlinale eröffnet. Wie in den Vorjahren werden ARD und ZDF nicht nur umfangreich berichten – beide Sendeanstalten sind auch mit diversen Filmen in den verschiedenen Wettbewerben vertreten.

    Beide deutsche Filme, die es in den Hauptwettbewerb geschafft haben, sind ARD-Koproduktionen: Im Polit-Drama „Sturm“ (SWR/​WDR/​BR/​arte) von Hans-Christian Schmid geht es um eine engagierte Frau, die sich für die Aufklärung serbischer Kriegsverbrechen einsetzt. Schmid war schon 2006 mit „Requiem“ (am 15.3. in der ARD!) im Wettbewerb vertreten – Hauptdarstellerin Sandra Hüller gewann den Silbernen Bären. Ebenso erfreulich ist, dass Maren Ade nach ihrem überragenden Debütfilm „Der Wald vor lauter Bäumen“ schon mit ihrem Zweitwerk auf dem Goldenen Teppich stehen wird: „Alle anderen“ (SWR/​WDR/​arte) ist eine intime Beziehungsstudie über ein junges Paar im Sommerurlaub auf Sardinien.

    Wer nicht vor Ort sein kann, wird im TV umfassend informiert: Die von Katrin Bauerfeind moderierte Eröffnungsgala aus dem Berlinale-Palast überträgt 3sat live (Do., 5.2., 19:20 Uhr). Jury-Präsident Tilda Swinton wird mit einer 3sat-Filmreihe geehrt (beginnend mit „The Statement“, Do., 5.2., 21:00 Uhr). In der 3sat–„Kulturzeit“ gibt es werktäglich ab 19:20 Uhr das „Berlinale-Fenster“.

    Die Höhepunkte der Eröffnungsgala zeigt auch das ZDF (5.2., 0:35 Uhr), gefolgt von der Interview-Collage „Berlinale Taxi“ (1:05 Uhr). Dazu gibt es im ZDF zwei „aspekte“-Sonderausgaben (12.2., 0:35 Uhr + 14.2., 0:20 Uhr) und regelmäßige Berichte in vielen ZDF-Magazinen (u.a. „ZDF-Morgenmagazin“, „Volle Kanne – Service täglich“, „ZDF-Mittagsmagazin“, „hallo deutschland“, „Leute heute“, „nachtstudio“, „logo!“).

    In der ARD gibt es am 10.2. ein „ttt-extra“ zur Berlinale (0:00 Uhr), ansonsten eine umfangreiche Berichterstattung im Dritten Programm des RBB mit dem werktäglichen „Berlinale-Studio“ (ab ca. 22:30 Uhr), einer Filmreihe mit Berlinale-Klassikern früherer Jahrgänge (Auftakt am 5.2. um 23:55 Uhr mit „Buena Vista Social Club“) und dem nächtlichen Festival-Tagebuch. Für Nachtschwärmer werden traditionell ab ca. 2:00 Uhr die bisweilen sehr unterhaltsamen und turbulenten Berlinale-Pressekonferenzen gesendet.

    arte sendet zwei „Metropolis“-Sonderausgaben (7.2. + 14.2., 22:45 Uhr). Der ZDFdokukanal begleitet das Festival täglich im „Berlinale-Tagebuch“ um 21.15 und 0:30 Uhr. Ergänzend sendet der Spartenkanal am 7.2. von 21.45 bis 5:00 Uhr ein „Forum extra“ über große Schauspieler und Regisseure. Darüber hinaus nutzen ARD und ZDF ihre Digitalkanäle für eine Reihe von Wiederholungen der Sendungen aus dem Hauptprogramm.

    Hoffentlich bleibt im Berlinale-Programm der öffentlich-rechtlichen Sender auch wieder irgendwo ein Plätzchen für die Schauspielerin Anna Fischer, die im vergangenen Jahr als hyperaktiver Springfloh den Potsdamer Platz unsicher machte und für ihre unkonventionellen Interviews zahlreiche Kollegen vor das Mikro zerrte. Als „Webisoden“ sind ihre lustigen Kurz-Reportagen wie „Scarlett Johansson küssen“ und „Anna fischt Andreas Schmidt“ noch immer in der ZDF-Mediathek abrufbar.

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