„Der Palast“: ZDF startet mit Event-Dreiteiler ins neue Jahr

    Svenja Jung in Doppelrolle der historischen Familiengeschichte

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 16.11.2021, 17:32 Uhr

    „Der Palast“ mit Svenja Jung in einer Doppelrolle – Bild: ZDF/Mathias Bothor
    „Der Palast“ mit Svenja Jung in einer Doppelrolle

    Rund um den Jahreswechsel lässt es das ZDF krachen. Nach der Serien-Neuverfilmung von „In 80 Tagen um die Welt“ (fernsehserien.de berichtete) und dem Krimi-Zweiteiler „Mord in der Familie – Der Zauberwürfel“ (fernsehserien.de berichtete) steht Anfang Januar bereits ein weiteres prestigeträchtiges TV-Event auf dem Programm: Der historische Dreiteiler „Der Palast“, der vor der glamourösen Kulisse des Friedrichstadt-Palastes eine „emotionale, musikalische und höchst spannende“ deutsch-deutsche Familiengeschichte erzählt. Zu sehen sind die je 90-minütigen Teile an drei aufeinanderfolgenden Tagen: Am 3., 4. und 5. Januar 2022 jeweils um 20:15 Uhr. Schon ab dem 27. Dezember liegt die komplette Produktion in einer alternativen Fassung als sechsteilige Miniserie mit 45-minütigen Folgen vorab in der ZDFmediathek.

    Im Mittelpunkt stehen die Zwillingsschwestern Chris und Marlene, die sich Ende der 1980er Jahre das erste Mal in ihrem Leben gegenüberstehen. Durch diese schicksalhafte Begegnung der beiden Frauen werden nicht nur ihre eigenen Träume, Wünsche und Hoffnungen heraufbeschworen, sondern auch die Lust das Leben jenseits aller äußeren und inneren Mauern zu genießen.

    Im November 1988 bereitet die DDR die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Republik vor. Dementsprechend laufen auch im Friedrichstadt-Palast die Proben für die große Geburtstagsshow. Tänzerin Chris erhält endlich ihre Chance auf ein eigenes Solo. Doch auf einmal steht sie ihrer Doppelgängerin gegenüber: die ihr bislang unbekannten Zwillingsschwester Marlene, die jenseits des Eisernen Vorhangs, „im Westen“ aufgewachsen ist. So prallen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Wie wäre das Leben der beiden wohl verlaufen, wenn sie jeweils den Platz des anderen eingenommen hätten? Kurzerhand tauschen sie ihre Rollen und versuchen, hinter das Familiengeheimnis zu kommen, das zu ihrer Trennung kurz vor dem Mauerbau 1961 führte.

    Svenja Jung („Unter uns“, „Beat“) übernimmt die Doppelrolle der beiden Zwillingsschwestern – spätestens seit der „Wetten, dass..?“-Revivalfolge vom vorletzten Samstag kennt nicht nur Thomas Gottschalk ihren Namen. In weiteren Hauptrollen spielen Heino Ferch, Anja Kling, Friedrich von Thun, Matthias Matschke, Luise Befort, August Wittgenstein, Annabella Zetsch, Hannes Wegener, Jeanette Hain und Inka Friedrich mit.

    Zum ersten Mal überhaupt diente das Bauwerk des Friedrich-Stadtpalastes als Schauplatz einer fiktionalen Serie. Die Theaterbühne wurde weltweit als „Las Vegas des Ostens“ bekannt. Constantin Television steht als Produktionsfirma hinter der Event-Serie. Regie führte Uli Edel („Der Club der singenden Metzger“, „Das Adlon. Eine Familiensaga“) nach Drehbüchern von Rodica Doehnert („Das Sacher. In bester Gesellschaft“, „Das Adlon. Eine Familiensaga“).

    Abgesehen vom Friedrichstadt-Palast wurde auch noch in Bayern und Polen gedreht. Produzenten sind Rüdiger Böss, Kathrin Bullemer und Fritz Wildfeuer. Executive Producer ist Oliver Berben. „Der Palast“ wurde gefördert von Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB), FilmFernsehFonds Bayern (FFF) und German Motion Picture Fund (GMPF).

    Das erste Mal bringt eine Serie Varieté, Show, Tanz und Revue in einer großen emotionalen und packenden Geschichte zusammen ins deutsche Fernsehen, so Produzent Oliver Berben. Wir erzählen auf der großen, bunten und glamourösen Bühne des Friedrichstadt-Palastes eine deutsch-deutsche Familiengeschichte, in der gezeigt wird, welche außerordentliche Talente wir in diesem Land im Bereich der Schauspielerei, des Tanzes und der Choreographie haben.

    Frank Zervos, ZDF-Hauptredaktionsleiter Fernsehfilm/​Serie I, ergänzt: Auf der größten Bühne der Welt, im glamourösen Milieu des Showbusiness wird dramatisch und emotional, musikalisch und erotisch, unterhaltsam und komödiantisch über das Leben in der DDR erzählt. DER PALAST ist aber vor allem eine Geschichte über Menschen in einem getrennten und sich verändernden Deutschland. Einheit entsteht durch die Anerkennung des Trennenden und Respekt für die Biografie des anderen. Davon erzählt diese Geschichte.

    Zur Einstimmung zeigt das ZDF am 3. Januar 2022 um 19:25 Uhr „Der Palast – Die Dokumentation“, in der Geschichte des Unterhaltungstempels seit der Eröffnung 1984 des Neubaus nacherzählt wird. Wie frei konnten die Künstler zu DDR-Zeiten dort arbeiten? Was passierte im Herbst 1989 am Friedrichstadtpalast? Neben das Haus prägenden Künstlern von heute kommen auch Carmen Nebel, Wolfgang Lippert, Ute Lemper und Thomas Gottschalk zur Wort, die schon die größte Theaterbühne der Welt bespielt haben.

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