„Das Buch von Boba Fett“: Große Geheimhaltung vor dem Serienstart

    Geschichte will für das Franchise neue Wege gehen

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 28.12.2021, 17:00 Uhr

    „Das Buch von Boba Fett“ – Bild: Disney+
    „Das Buch von Boba Fett“

    Am morgigen Mittwoch (29. Dezember 2022) geht die von „Star Wars“-Fans mit Spannung erwartete neue Serie „Star Wars: Das Buch von Boba Fett“ bei Disney+ an den Start (voraussichtlich um 9:01 Uhr deutscher Zeit). Im Vorfeld kamen einige neue Details zur Geheimhaltung um die Serie ans Licht.

    The Hollywood Reporter berichtet nach einem Interview mit Showrunner Robert Rodriguez, dass die Serie von Anfang an von großer Geheimhaltung umgeben war – was von der Ankündigung bis zum Vorabend der Veröffentlichung gilt. So wurden in den vorab veröffentlichten Trailern nur Szenen aus der ersten Hälfte der Auftaktepisode verwendet, um die eigentliche Serienhandlung nicht zu spoilern.

    Vor Produktionsbeginn – der wie bei vielen Dreharbeiten unter einem Codenamen begann – war Darstellern nicht enthüllt worden, dass man hier für eine neue Serie drehte: Etwa Ko-Star Ming-Na Wen dachte vorab, sie komme für die dritte „The Mandalorian“-Staffel zum Dreh und erkannte erst bei Beginn der Dreharbeiten im November 2020, dass es sich um eine neue Serie handelte. Auch eine Woche vor der Enthüllung von „Das Buch von Boba Fett“ in einer Post-Credit-Szene der zweiten Staffel von „The Mandalorian“ wurde das Projekt bei der großen Ankündigung der kommenden „Star Wars“-Serie durch Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy verschwiegen (fernsehserien.de berichtete).

    Inhaltliches

    Gegenüber THR fasst Showrunner Rodriguez zusammen, dass man sich inhaltlich vom im „Star Wars“-Franchise bisher Gewesenen unterscheiden möchte. So seien die bisherigen Filme immer ein Kampf der Jedi gegen die Sith gewesen, während „The Mandalorian“ letztendlich ein „Space-Western“ sei. Über „Das Buch von Boba Fett“ ist bereits bekannt, dass sich der frühere Kopfgeldjäger Boba Fett (Temuera Morrison) den Thron seines ehemaligen Auftraggebers Jabba der Hutte auf Tatooine gesichert hat und nun sein eigenes „Reich“ aufbauen will.

    Rodriguez konkretisiert, dass seine Inspiration für die Handlung etwa „Der Pate“ gewesen sei. Einerseits geht es in die Unterwelt der Galaxis, zu den Verbrecher-Clans und -Organisationen (also weg von Jedi und Sith). Andererseits wird es in den sieben Folgen um Boba Fetts Bestreben gehen, an der Macht zu bleiben: Es ist einfach, sich auf den Thron zu setzen. Es ist nicht einfach, auf dem Thron zu bleiben! Der bisherige Einzelkämpfer müsse Führungsqualitäten entwickeln, die er noch nie brauchte. Und: Welche Vision hat Boba Fett von seinem Reich?

    Weiterhin lobte Rodriguez den Einsatzwillen seiner beiden Hauptdarsteller, Morrison (gerade 61 Jahre alt geworden) und Wen (58 Jahre), die trotz ihres Alters mit vollem Einsatz die Vorbereitungen angegangen sind, so dass man ihnen in den Action-Szenen ihrer Figuren auch das Alter nicht ansehe.

    Auch die Zukunft von „Das Buch von Boba Fett“ ist übrigens noch ein Geheimnis: Wenn man den Worten von Rodriguez denn Glauben schenken darf, steht noch nicht fest, ob es über die erste Staffel hinaus noch weitere Folgen geben wird – er sei zunächst nur für diese Staffel unter Vertrag. Aber, wenn den Fans die Serie gefällt, dürfte Disney+ schon einen Nachschlag bestellen. Wie bei „The Mandalorian“ muss man sich dann aber wohl auf eine geringe Veröffentlichungsfrequenz der Staffeln gefasst machen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Fand ich jetzt auf ungefähr dem qualitativen Niveau von "The Mandalorian", nur ohne süßen Baby-Yoda. Und mich hat es - wie "The Mandalorian" - jetzt nicht gerade umgehauen. Viel Bohei um Durchschnittsware...
      • am

        Freu mich echt drauf aber was mich wieder betrübt ist das es nur 7 Folgen sind und wohl wieder nur ala 30 Min. lang sein werden.

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