Das Schicksal der einst geretteten und weiterhin erfolgreichen Crime-Serie „Criminal Minds“ schlägt erneut zu: Nach dem kürzlichen Wechsel der Führungskräfte innerhalb von Paramount im Zuge der Warner-Übernahme räumt der neue Chef des Mutterkonzerns Skydance und ehemaliger HBO-Chef Casey Bloys beim Streaminganbieter Paramount+ kräftig auf. Dabei wird auch der Stecker für die Serie „Criminal Minds“ gezogen, die erst im Frühjahr für eine 20. Staffel verlängert wurde. Da die Dreharbeiten zu den neuen Folgen bereits vor wenigen Wochen beendet wurden, dürften die Fans keinen würdigen Abschluss der Serie erwarten.
Die frühere Verantwortliche Jane Wiseman (Head of Originals bei Paramount+) hat sich noch im Frühjahr vor ihrem (unfreiwilligen) Ausstieg aus dem Konzern begeistert von der Serie geäußert, die weiterhin auf eine sehr gute Resonanz der Zuschauer bauen kann. Schließlich wurde die Serie rasch für eine weitere Staffel verlängert, noch bevor die 19. Staffel an den Start ging. Weitere prominente und eigentlich sehr erfolgreiche Opfer der Neuordnung des Streaminganbieters sind die zuvor eingestellten Serienhits „SEAL Team“ und „Navy CIS: Tony & Ziva“.
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Erste Reaktion von Erica Messer als langjährige Produzentin und Showrunnerin von „Criminal Minds“ fällt entsprechend enttäuschend aus:
„Es ist schwer, in Worte zu fassen, was ‚Criminal Minds‘ für uns alle bedeutet hat – für alle, die das Glück hatten, Teil dieser außergewöhnlichen Reise zu sein: zunächst 15 Staffeln lang bei CBS und anschließend fünf Staffeln bei Paramount+. Während wir nun vor dem Ende dieses Kapitels stehen, empfinde ich tiefe Dankbarkeit – für unsere großartige Besetzung, die Autoren, Regisseure und das gesamte Team, die ihr ganzes Herzblut in diese Serie gesteckt haben, sowie für die unglaublichen Fans auf der ganzen Welt, deren unerschütterliche Treue ‚Criminal Minds‘ über zwei Jahrzehnte hinweg am Leben erhalten hat. Wir freuen uns darauf, die 20. Staffel mit allen zu teilen und das Vermächtnis dieser besonderen Serie zu feiern, die wir gemeinsam aufgebaut haben.“
Die Handlung folgt den FBI-Agenten und Profilern der „Behavioral Analysis Unit“ (BAU) aus Quantico, Virginia, die darauf spezialisiert sind, bis dahin unbekannte Serientäter und andere Schwerkriminelle anhand ihrer bisherigen Verbrechen und Verhaltensweisen zu identifizieren, zu verfolgen und schließlich dingfest zu machen. Dabei sind sowohl technische als auch psychologische Fachkenntnisse nötig, die von den Mitgliedern der BAU eingebracht werden.
„Criminal Minds“ von Schöpfer Jeff Davis wird von der ersten Staffel an im Jahr 2005 von 20th Television und CBS Studios produziert. Nach 15 Staffeln trennte sich der US-Sender CBS überraschend von seinem Serienhit, der zwei Jahre später von dem Streaminganbieter Paramount+ gerettet wurde unter dem neuen Originaltitel „Criminal Minds: Evolution“ mit einer 16. Staffel und einem Großteil der Originalbesetzung fortgesetzt wurde. Mit der kommenden 20. Staffel, die gleichzeitig das erneute Ende der Serie bedeutet, sind mehr als 370 Episoden erschienen.
In Deutschland besorgte zuletzt Disney+ die Premiere der neuen Folgen, nur kurze Zeit nach der US-Premiere bei Paramount+. Im Free-TV ist die Serie weiterhin bei Sat.1 beheimatet, wo zuletzt vor einem Jahr die 17. Staffel gezeigt wurde. Ein Starttermin für die 18. Staffel ist noch in diesem Herbst vorgesehen, konkrete Termine folgen noch.
Das ist nun wirklich kein Verlust. Die Serie hatte ein Problem. Nach und nach er gab sich ein Muster was immer durchgezogen wurde: Da gab es Serienkiller oder Killerinnen die Morde begehen. Das Team wurde angefordert und egal wo in den USA die Morde stattfanden, das Team kam an und die Leiche(n) lagen noch am Tatort. Schon komisch, dass man die solange dort liegen liess. Auch mit dem Privatjet dauert es schließlich doch eine Zeit, bis man am Ort ist. Man erstellt ein Profil, teilt es den Cops mit, die Suche beginnt. Dann wird jemand entführt und genau kurz bevor das Opfer ermordet wird, entdeckt das Team die Lösung und rettet es in letzter Minute. Dieser Handlungsstrang zog sich durch die ganze Serie und war ständig die Schabblone der Folgen. Kann ja sein, das es mal Ausnahmen gab, ich bin sowieso nach Staffel 4 ausgestiegen, hab nur ab und zu mal wieder reingeschaut. Und dann kam "Evolution" was wirklich eine war und nicht mehr erträglich. Wiedermal ist das nur meine Meinung, aber vermissen werd ich die Serie nicht.