„Bonn“: Dreharbeiten für neue ARD-Miniserie gestartet

    Konkurrenzkampf zweier Geheimdienste in den 1950er Jahren

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 06.04.2021, 13:55 Uhr

    Die Miniserie „Bonn“: Drehstart für Regisseurin Claudia Garde (l.) und das Ensemble – Bild: ARD/Odeon Fiction/Zuzana Panská
    Die Miniserie „Bonn“: Drehstart für Regisseurin Claudia Garde (l.) und das Ensemble

    Ursprünglich hätte der ARD-Mehrteiler „Bonn“ bereits 2017 an den Start gehen sollen. Doch nach einem längeren Entwicklungsprozess wird es nun erst ernst für Regisseurin und Headautorin Claudia Garde („Das Nebelhaus“) und ihr Team. In Tschechien und Nordrhein-Westfalen haben die Dreharbeiten zu der sechsteiligen Miniserie begonnen, die als Polit- und Familienthriller beschrieben wird. Die Ausstrahlung im Ersten erfolgt dann im kommenden Jahr.

    „Bonn“ zeichnet wahre Ereignisse im Spannungsfeld des Kalten Krieges nach und spielt im Jahr 1954 in der damaligen Bundeshauptstadt. Die 20 Jahre alte Toni Schmidt (Mercedes Müller) nimmt eine neue Stellung als Fremdsprachensekretärin bei der Organisation Gehlen an – einem Vorläufer des heutigen Bundesnachrichtendienstes BND.

    So gerät die ambitionierte junge Frau zwischen die Fronten zweier rivalisierender deutscher Geheimdienste: dem Bundesamt für Verfassungsschutz und der Organisation Gehlen. Dabei stößt sie nicht nur auf dunkle Geheimnisse, die ihre eigene Familie betreffen. Zeitgleich verliebt sich Toni in Wolfgang Berns, einen Mitarbeiter des Verfassungsschutzes. Sie bemerkt allerdings bald, dass ihr Geliebter nicht nur eine schwierige Vergangenheit hat, sondern immer noch Mitglied einer NS-Geheimorganisation zu sein scheint.

    In weiteren Hauptrollen sind „Sense8“-Veteran Max Riemelt, Sebastian Blomberg, Martin Wuttke, Juergen Maurer, Katharina Marie Schubert, Inga Busch, Luise von Finckh, Julius Feldmeier und Johanna Gastdorf zu sehen.

    Regisseurin Claudia Garde hat die Drehbücher zu „Bonn“ gemeinsam mit Martin Rehbock und Peter Furrer entwickelt, basierend auf einer Idee von Gerrit Hermans. Es entstehen sechs Folgen mit einer Länge von knapp 50 Minuten als Produktion der Odeon Fiction GmbH und Wilma Film in Prag. Produzent ist Philip Voges.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1970) am

      "Dabei stößt sie nicht nur auf dunkle Geheimnisse, die ihre eigene Familie betreffen."

      Nicht sehr originell.

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