• Folge 1
    Zwei Frauen durchqueren Patagonien mit dem Fahrrad bis ans „Ende der Welt“, nach Feuerland: Sara Hallbauer und Kirsten Nachtigall erfüllen sich mit ihrem gemeinsamen Bikepacking-Abenteuer einen Traum. Sie wollen auf ihren Gravelbikes in nur rund zweieinhalb Wochen 1.600 Kilometer bis nach Ushuaia zurücklegen, der südlichsten Stadt der Welt. Ein Abenteuer mit wild campen und Trinkwasser aus den wenigen Flüssen. Auf die beiden warten grandiose Landschaften, aber auch extreme körperliche Anstrengungen in der Monotonie der Steppe, extreme Wetterbedingungen mit Gegenwind, Schotterpisten und die Gefahr von Stürzen. Ihr Motto: die gute Laune gegen den Wind zu verteidigen! Auf ihrer Reise passieren die beiden die Landschaften Patagoniens: Steppe, Hochgebirge, magellansche Wälder, spektakuläre Küsten. Dort leben Menschen, die sich tagtäglich mit den Gegebenheiten der rauen Natur arrangieren müssen. Im Bergsteigerdorf El Chaltén beteiligt die junge französische Bergökologin Marie die Bürger an Forschungen zu den Gefahren von Gletscherseeüberflutungen. Die windige Steppe wirkt menschenfeindlich, doch einst sahen Einwanderer aus Europa hier ihre Chance und bauten eine blühende Schafzucht auf. So wie die schottischen Gründer der Estancia „Chali Aike“. Heute ist der große Boom um das weiße Gold verflogen, doch Traditionen bleiben bestehen. Der Tourismus hat das Leben auch positiv verändert. So werden heute im Nationalpark Torres del Paine Pumas geschützt, während sie einst von den Viehzüchtern abgeschossen wurden. (Text: arte)
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  • Folge 2
    Feuerland gibt sich zunächst karg und monoton. Doch an den Küsten präsentiert sich eine lebhafte Tierwelt. So nisten Königspinguine in der „Bahia Inutil“, der „unnützen Bucht“. Es ist die weltweit nördlichste Kolonie und sehr ungewöhnlich: Lange waren die Pinguine verschwunden, doch nach Hunderten von Jahren kehrten sie zurück an ihre alte Brutstätte. Nun ist ihre Lebensweise Gegenstand der Forschung. Sara und Kirsten kämpfen sich inzwischen durch Matsch und Regen. Die Landschaft ändert sich radikal. Nach der baumlosen Steppe überqueren sie die südlichen Kordilleren, eine raue Bergwelt. Auf der anderen Seite ist es üppig grün und feucht – eine urtümliche, wilde Landschaft. Doch viele Wälder hier sind gefährdet durch den invasiven Biber, der Dämme baut und dadurch ein neues, künstliches Ökosystem erschafft. Am Beagle-Kanal, der südlichsten schiffbaren Wasserstraße der Welt, zeigt sich ein ganz anderes Bild. Hier leben die Fischer traditionell von dem, was das Meer hergibt – etwa der Königskrabbe, der größten Krebsart der Welt. Um Touristen anzulocken und die Wirtschaft anzukurbeln haben einige sogar kleine, rustikale Wohnzimmerrestaurants in den eigenen vier Wänden eröffnet – so wie bei Fischerin Diana. „Fine Dining“ in totaler Einsamkeit am Ende der Welt. Das Wasser des Beagle-Kanals ist äußerst planktonreich und lockt dadurch viele Meeresbewohner an. Meeresbiologin Monica untersucht, wie sich die Population verschiedener Walarten in den letzten Jahren vermehrt hat. (Text: arte)
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