bisher 7 Folgen, Folge 1–7

    • Folge 1 (15 Min.)
      Max, Emre, Jash, David und Hilson sind fünf Schulfreunde mit unterschiedlichen Wurzeln, die alle in den Niederlanden geboren wurden. Ihre Eltern kommen aus der Türkei, Suriname, Syrien, China und den Niederlanden. Für die Jungs, die zusammen durch dick und dünn gehen, sind diese Unterschiede belanglos. Ihre tägliche Umgebung ist ja schließlich dieselbe. Sie leben in Heijplaat, einem Arbeiterviertel im riesigen Hafenbereich von Rotterdam, wortwörtlich zwischen Seecontainern und Schiffskolossen. Hier verbringen sie ihre gesamte Freizeit. Es gibt eigentlich nicht viel zu tun. Doch genau dadurch gewinnt ihre Freundschaft noch stärker an Bedeutung. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 03.11.2019arte
    • Folge 2 (15 Min.)
      Wenn Mirna singt, verstummen alle um sie herum. Nicht nur die Liedtexte, sondern auch die Gefühle, die Mirna mit ihrem Gesang heraufbeschwört, berühren ihr Publikum zutiefst. Die 11-jährige irakische Christin stahl bei der Castingsendung „The Voice Kids Arab“ allen anderen die Show. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt lauschten ihrem Lied über ihr Volk, das unter den Folgen von Gewalt und Krieg leidet. Es erzählt die Geschichte der vielen Flüchtlingskinder und damit auch ihre eigene – denn vor zwei Jahren musste Mirna selbst mit ihren Eltern und Brüdern in den Libanon fliehen. Seitdem wartet die Familie auf eine Einreiseerlaubnis in ein Land, in dem sie sich niederlassen und eine Zukunft aufbauen kann. Für Mirna würde das bedeuten, endlich zur Schule zu gehen und neue Freundschaften zu schließen.
      Trotz des schwierigen Themas handelt es sich um eine Sendung mit Wohlfühlcharakter. Sie veranschaulicht einen schmerzvollen Widerspruch zwischen dem unsicheren Alltag als anonymer Flüchtling im Libanon und dem Leben im Rampenlicht als Finalistin in einer populären Castingshow. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 10.11.2019arte
    • Folge 3 (15 Min.)
      Wie würde es sein, wie würde es riechen und sich anfühlen, im Meer zu schwimmen? Für den zehnjährigen Bachir ist der Ozean ein großes Geheimnis. So viel Wasser auf einmal! Er kennt nur Sand, endlos und überall. Denn Bachir lebt in einem Flüchtlingslager mitten in der Wüste, im algerischen Teil der Sahara. Früher wohnten seine Eltern ganz nah am Meer, in der Westsahara. Doch als Marokko ihr Land besetzte, musste die Familie vor dem Krieg fliehen. Seither wartet sie – wie viele Vertriebene aus der Westsahara – darauf, dass die Weltgemeinschaft ihr Recht auf Grund und Boden anerkennt. Bis dies geschieht, sitzen Bachir und seine Eltern in der Wüste fest. Bachir wurde im Flüchtlingslager geboren und ist staatenlos. Er hat keinen Pass und darf nirgendwohin reisen.
      Doch dann bekommt er eine einmalige Chance: ein Aufenthalt in einem Sommerferiencamp in Spanien! Dort ist alles anders und neu. Es gibt riesige Häuser aus Stein, sich bewegende Treppen und sogar fließend Wasser! Bachir kommt zu einer Gastfamilie nach Barcelona, einer Stadt ganz nah am Ozean. Wird sein Traum hier in Erfüllung gehen? Wird Bachir im Meer schwimmen? (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 17.11.2019arte
    • Folge 4 (15 Min.)
      Gracious ist ein Teenager-Mädchen wie jedes andere – mit einer Besonderheit: Sie ist gehörlos und verständigt sich mit Zeichensprache. Doch seit einiger Zeit wirkt die 16-Jährige immer unbeteiligter im Schulunterricht. Ihr eindringlicher Blick scheint Bände zu sprechen. Als ihre Lehrerin sie auffordert, eine Zeichnung von ihrer Zukunft anzufertigen, weigert sich die Schülerin, andere Personen darin miteinzubeziehen – sie zeichnet nur sich selbst. Der Grund: Vor einem Jahr geschah etwas schreckliches, worüber Gracious noch immer sehr wütend ist. Schließlich erzählt sie in Zeichensprache, wie sie vor einem Jahr von ihrem Cousin vergewaltigt wurde. Seitdem würde sich das Mädchen am liebsten für immer hinter Büchern verstecken. Gibt es jemanden, der Gracious helfen kann, wieder zu einer glücklichen 16-Jährigen zu werden? (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 17.11.2019arte
    • Folge 5 (16 Min.)
      In zahlreichen afrikanischen Ländern gilt der Übergang vom Mädchen zur Frau als wichtiges Ereignis, das oft mit einem großen Fest gefeiert wird. In der Tradition der Massai sollen sich die Mädchen beschneiden lassen, um diesen Übergang zu vollziehen. Danach gelten die ungefähr Zwölfjährigen als heiratsfähig und müssen die Schule verlassen. Allerdings sind Beschneidungen nicht nur schmerzhaft, sondern auch sehr gefährlich und führen immer wieder zu Todesfällen. Sabina möchte weiter zur Schule gehen. Sie will Anwältin werden und für sich und ihre Familie sorgen. Außerdem fühlt sie sich keineswegs für eine Heirat bereit. Sie ist der Meinung, dass eine Zeit der Veränderung gekommen ist, und bittet ihre Eltern um Erlaubnis, den Übergang zur Frau ohne Beschneidung zu vollziehen.
      Diese Folge zeigt Sabinas Kampf für ihre Rechte und für die Rechte der anderen Mädchen ihres Stamms. Vor kurzem wurde ein alternativer Initiationsritus eingeführt, der schmerzlos und gesundheitlich unbedenklich ist. Gemeinsam mit Hunderten anderen Mädchen ihres Alters kämpft Sabina für eine Änderung und hofft, dass die nächste Generation eine andere Tradition fortführt. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 24.11.2019arte
    • Folge 6 (16 Min.)
      Das Mädchen mit der weißen Haut Anastazia lebt in Tansania. Beinahe jeder Mensch in ihrem Umfeld – einschließlich ihrer Familie – hat eine dunkle Hautfarbe. Sie ist die Einzige mit weißer Haut, denn sie hat Albinismus: Ihre Haut, Haare und Augen haben keine Pigmente. In einigen afrikanischen Ländern herrscht der Aberglaube, dass Menschen mit Albinismus magische Kräfte haben und dass ihre Körperteile Reichtum und Erfolg bringen. Daher werden aus ihren Knochen Amulette hergestellt und teuer verkauft. Kinder wie Anastazia werden aus diesem Grund verfolgt und sogar getötet. Mit sechs Jahren musste Anastazia aus ihrem Heimatdorf fliehen und kam in ein Heim. Wie für Hunderte von anderen Kindern mit Albinismus war es auch für sie zu gefährlich, bei ihren Eltern zu bleiben.
      Das Leben im Heim ist sicher, allerdings sind die Bedingungen nicht die besten. Jeden Tag gibt es Bohnen mit Reis zu essen – Anastazia kennt weder Spaghetti noch Sushi. Sie schläft mit vielen anderen Kindern in einem heißen, stickigen Schlafsaal. Ihre Eltern hat sie seit Langem nicht gesehen, doch es gibt gute Neuigkeiten: Sie hat gehört, dass sie bald zu Besuch kommen. „Das Mädchen mit der weißen Haut“ basiert auf Artikel 6 der UN-Kinderrechtskonvention: Jedes Kind hat ein angeborenes Recht auf Leben, und die Regierungen müssen das Überleben und die Entwicklung des Kindes gewährleisten. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 06.12.2020arte
    • Folge 7 (18 Min.)
      6. Dezember 2015: Für die zwölfjährige Sizilianerin Letizia sind die Bootsflüchtlinge, die fast täglich auf ihrer Heimatinsel ankommen, keine Last. Für sie sind es vor allem Menschen, die ein Herz und eine Seele haben sowie über zahlreiche Talente verfügen. Unter ihnen gibt es auch Minderjährige, die allein nach Europa kommen. Letizia und ihre Eltern beherbergen sie bei sich. Die Jungen sehen in Letizia ihre kleine Schwester und vertrauen ihr unglaubliche Geschichten an. Zum Beispiel Mohammed aus Mali, der auf rosa steht. Letizia ruft jeden dazu auf, Freundschaft mit diesen liebenswerten Menschen zu schließen. Anliegen des Films ist es, Verständnis dafür zu schaffen, dass Kinder, die Opfer traumatischer Erlebnisse wurden, ein Recht auf zusätzliche Hilfe haben. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 20.12.2020arte

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